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Donnerstag, 30. Mai 2013

Bewegung am Weissenstein

Sie kommt nicht wieder: alte Quersitz-Bahn auf den Weissenstein.
(Foto: Wikicommons/ Paebi)
Seit fast vier Jahren steht die Sesselbahn auf Solothurns Hausberg Weissenstein still - ein zäher Rechtsstreit zwischen Nostalgikern und Modernisierern. Gestern meldete die NZZ, dass das Bundesverwaltungsgericht dem Abriss der historischen (und stillgelegten) alten Bahn und dem Bau einer neuen Anlage zugestimmt hat. Ein Weiterzug ans Bundesgericht wäre den Heimatschützern möglich, doch habe die jetzige Instanz derart klar geurteilt, dass dies, so die NZZ, wohl hoffnungslos sei. Schon 2014 könnte die neue Sechser-Gondel-Bahn starten.

Kommentare:

  1. Und wie denkt Widmer darüber?
    Nostalgiker? Modernisierer? dazwischen?, fragt Peter (neugierig)

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  2. Gute Frage. Bin unsicher. Zwei Gefühle: Der Berg ist auch ohne Sessellift verrummelt, fand ich letzten Herbst; grässlich viele Autos. Und: Bei Seilbahnen aller Art bin ich strikt un-nostalgisch; ich will moderne Sicherheitstechnik. - Aber ich lasse mich gern eines Besseren belehren.

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  3. Himmeltraurig - einzig noch vorhandener Zeitzeuge einer Bahn VR101 wird vernichtet. Kommerz hat wieder einmal gesiegt. Und die neue 6er Gondelbahn wird ein grosses Defizit einfahren - der Weissenstein ist ein Schönwetterberg. Die nötigen Frequenzen werden nie erreicht werden - und noch mehr "Rummel" auf dem Berg braucht es nicht.

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  4. @Anonym und alle anderen: Daher, rein präventiv: Boykott ins Auge fassen und zu Fuss, statt wie die Massen.

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  5. Es ist vollbracht - der letzte Zeitzeuge der Seilbahnbaukunst der 50er Jahre und ein Kulturgut wird zerstört. Es ist kaum zu fassen, wie kurzsichtig man in Solothurn vorgegangen ist und die Verantwortung gegenüber der Vergangenheit und der Nachwelt verdrängt hat. Ich mache eine Wette - in ein paar Jahren wird man sich fragen, wie es zu diesem Fehlentscheid hatte kommen können - nur wird es dann zu spät sein.

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