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Sonntag, 1. November 2015

Rettung in Gstaad

Höre ich "Gstaad", denke ich nur eines: reich, reich, reich. Umso mehr erstaunten mich in den letzten Jahren Berichte, wonach die dortigen Bergbahnen schwer kämpfen; sie rentieren schon lange nicht mehr. Diese Woche nun las ich mit Interesse, dass es vorerst weitergeht und eine drohende Schliessung abgewendet ist. Eine private Investorengruppe unter Führung des Milliardärs Ernesto Bertarelli speist 28 Millionen Franken ein. Freilich müssen die an der BDG (Bergbahnen Destination Gstaad AG) beteiligten Gemeinden doch bluten, allein Saanen sprach kürzlich 32 Millionen Franken für die Sanierung. Unschön ist, dass mit dem Einstieg der neuen Investoren das allseits beliebte Gebiet Rellerli bei Schönried der Öffentlichkeit entzogen wird; dort soll ein neues, exklusives Resort für Reiche entstehen. Genaueres entnehme man dem Tagi-Online-Artikel, der übrigens auch einen Blick auf die Bergbahnen Brigels Waltensburg Andiast wirft, wo der Ex-Banker Pierin Vincenz eingestiegen ist.

Kommentare:

  1. http://bergfuchs.blogspot.co.at
    Licht- und Schattenseite liegen eben meist sehr nahe beieinander.

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  2. Es sollte mehr Leute geben wie der geniale Schriftsteller Daniel de Roulet, der sich, aus einem irrtümlich angenommenen Motiv zwar, aber dennoch, an den Exklusiv-Standort eines Superreichen oberhalb von Rougemont auf Les Rodomonts begeben hat und dessen Chalet in Feuer und Flamme aufgehen liess. Nachzulesen im packend geschriebenen Bericht «Ein Sonntag in den Bergen», Limmat Verlag, Zürich, 2006.

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