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Sonntag, 28. Oktober 2018

Natürlich und auch künstlich

Gott sei Dank bin ich nur 1,8 Meter hoch! Schranke beim Eintritt
in den Pfynwald nah der Bushaltestelle Parc de Finges.
Knochentrocken war der Wald. Aber das ist jetzt anders.
Der Pfynwald, la forêt de Finges, der riesige Föhrenwald auf der Sprachgrenze zwischen Sierre und Leuk, wird von der Zivilisation bedrängt. Mal sieht man einen Lastwagen, der von einer Kiesgrube kommt, mal ist da ein Bauernhof, es gibt Kanäle und Strassen und Strommasten und neue Autobahn-Abschnitte; ohnehin entkommt der Wanderer dem Lärm der Autos nicht, die das Rhonetal durchfahren. Das Idyll Pfynwald selber ist in seiner Natürlichkeit ein Stück weit Künstlichkeit, es wird gepflegt und gemanagt und für die Besucher hergerichtet, derzeit läuft gerade eine grosse Aktion zur Bekämpfung von Neophyten. Der Mensch greift ein. Den Wald zu durchwandern, ist bei alledem ein Erlebnis. Vor allem, wenn man früh unterwegs ist. Ich startete um halb neun in Sierre, es war kalt, vier Grad nur, sobald ich den Wald bei der Bushaltestelle Parc de Finges betrat, war ich allein im Reich des Raureifs und Schattens - die Sonne schaffte es erst gegen elf Uhr über den Gorwetschgrat. So war das am Freitag im Wallis.
Das Rosenseeli.

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