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Donnerstag, 3. Januar 2019

Sumpfmalve

Marshmallows.
(Dvortygirl/ Wikicommons)
Habe seit Wochen einen mühsamen Chiichhueschte. Der Gspüriapotheker verschrieb mir letzte Woche Eibischwurzeln. Die muss ich kalt ansetzen, sie sondern einen fädigen Schleim ab, den ich nach einer halben Stunde absiebe, die kleingeschnittenen Wurzeln sind auffallend klebrig. Klingt das widerlich? Der Trunk riecht und schmeckt fein und gut. Nützen tut er nichts, was bei mir für fast alle alternativmedizinischen Produkte und insbesondere für homöopathische Ware gilt - ausser Spesen nichts gewesen. Alle paar Jahre versuch ichs trotzdem wieder mal. Der Eibisch hat mir immerhin ein paar lexikalische Bildungserlebnisse beschert:
  1. Die Gattung Eibisch heisst mit dem botanischen Namen Altheae von griechisch althein gleich heilen. Von Altheae leitet sich die volkstümliche Verballhornung Alter Tee ab.
  2. Eibisch ist das gleiche Wort wie Hibiskus
  3. Die Gattung Eibisch gehört zur Familie der Malvengewäsche. Ein Exkurs ins Reich der Süsswaren: Malve heisst auf Englisch mallow. Sumpf heisst auf Englisch marsh. Die Sumpfmalve auf Englisch: marshmallow. Tatsächlich wurde die Süssigkeit Marshmallow zu Beginn mit der klebrigen Wurzelsubstanz der Malve hergestellt. Heutzutage verwendet man in der Regel Gelatine.

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