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Samstag, 7. Dezember 2013

Wenn die wüssten!

Nidaus Wappen
macht mir Hunger.
Heute soll es ein Stück weit dem Bielersee entlanggehen. Zu Mittag ist Fisch vorgesehen. Hernach wartet mit Erlach ein hübsches Altstädtchen. Wieviel Spass ein solcher Wandersamstag macht, merkte ich letzte Woche nach der Rückreise am späten Nachmittag in Zürich. Weihnachts-Shopping, gestresste Leute, überfüllte S-Bahnen - und man selber entspannt, quasi buddhistisch-grinsend. Wenn die irren Shopper wüssten, wieviel angenehmer man den Tag irgendwo draussen verbringen kann!

Freitag, 6. Dezember 2013

Musikzubehör aus der Steinzeit

Im Oristal bei Liestal kamen wir kürzlich zu diesem völlig freigelegten alten Grenzstein; der Orisbach trennt auf der Strecke Baselbiet und Solothurn. Mich erinnerte der Grenzstein an einen prähistorischen, durch die Jahrtausende geschrumpften Gitarrenkoffer.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Drei Dinge aus drei Stunden

Die schöne Kirche.
Die schönen Eglis.
Gestern eine leichte Wanderung: in drei Stunden von Lausanne-Ouchy dem Ufer des Genfersees entlang nach Morges. In Saint-Sulpice erfreute mich die uralte Prioratskirche mit einem Querschiff, das der Romanik entstammt. In Préverenges liebte ich im Restaurant La Plage die Eglifilets, die, wie ich es bevorzuge, mit Pommes Frites serviert wurden. Und in Morges fand ich die Wetterstimmung grossartig: die Sonne, die gegen den Winterdunst ankämpfte und nicht durchkam.

Der schöne See.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Pecha Kucha - mein erstes Mal

Zwei Murmeli im Alpinen Museum der Schweiz.
Ob sie sich die Pecha Kucha anschauen werden?
Ha kei Ahnig.(Wikicommons/ Sandstein)
Morgen ist Pecha-Kucha-Abend im Alpinen Museum der Schweiz in Bern, ich bin auch dabei. Pecha Kucha ("Stimmengewirr", "Geschwafel") hat sich von Japan aus um die Welt verbreitet - es bezeichnet einen Anlass der eher lockeren Art, an dem mehrere Leute, meist 12 bis 14, Bilder oder Folien präsentieren oder kommentieren, stets sind es 20 Stück à 20 Sekunden. An dem Berner Abend lautet das Thema "Bergtour". Ich habe eine Bildstrecke zusammengestellt zur Route... haha, das wird hier nicht verraten. Der beste Auftritt soll nämlich prämiert werden.

Dienstag, 3. Dezember 2013

Augstthalberg

Höhenrausch oder so. Besteigung des Matterhorns,
Gustave Doré, 1865. (Wikicommons)
Es geschah am Sonntag vormittag, und leider verpasste ich den historischen Moment, als der Zähler meines Blogs die 500'000er-Marke überschritt. So bedanke ich mich halt erst im Nachhinein, post festum, bei all den Leuten, die den Blog lesen, die - viele davon auf Facebook - reagieren oder gar etwas beisteuern: Hey, Marianne, Christian, Dora, Flohnmobil und all die anderen, schön, dass ihr dabei seid!

Ich lese gerade die antiquarisch erworbene "Schweizerische Ortsnamenkunde" des einstigen Basler Professors Wilhelm Bruckner aus dem Jahre 1943. Hier ein Aperçu: Das Matterhorn heisst erst so, seit die Leute von Zermatt das Bedürfnis empfanden, den Berg als den ihren zu markieren. Früher hiess es entweder Grosses Horn oder aber Augstthalberg; der zweite Name benennt die Tatsache, dass man am dem Berg vorbei in das Tal gelangt, das nach Augst führt. Nach Aosta. Das französische Mont Cervin und das italienische Monte Cervino haben im übrigen nichts mit lateinisch Cervus (Hirsch) zu tun. Die Cervin und Cervino zugrunde liegende Benennung lautet Mons Silvius, Waldberg; in den oberitalienischen Mundarten wird das l offenbar häufig zu einem r.
Augstthalberg, ha! Wenn das die Japaner wüssten, die das Matterhorn so fleissig fotografieren. Und was wären die armen Marketingleute mit dem konsonantenreichen, mühsam auszusprechenden Namen gefordert.

Montag, 2. Dezember 2013

Liestal SBB - Basel SBB

Obstbäume zwischen Büren und Gempen SO.
Schartenflue-Beiz und Gempenturm.
Der Samstag war ein Geschenk, es regnete nicht, es schneite nicht, unten in Liestal war alles grün, und oben auf dem Gempenplateau lag die Landschaft im Schnee - ein Wintertraum. Von Liestal zogen wir via St. Pantaleon nach Büren, steil hinauf durch einen einsamen Jurawald zum Gempenplateau und durch Gempen zum Gempenturm auf der Schartenflue. Daselbst assen wir in der halbleeren Beiz und fühlten uns sehr wohl, der Wein aus dem Baselbiet (ein Pinot; Wintersinger) tat dazu das Seine. Die Küche würde ich als ein wenig amateurhaft-häuslich, auf diesem Niveau wiederum als liebevoll und gut bezeichnen; ich hatte Nudeln mit einem Schnitzel an einer Pilzsauce und hernach eine Meringue mit Doppelrahm, für die ich vom Rest des Grüppleins mit spöttischen Cholesterin-Kommentaren begleitet wurde. Nach dem Essen stiegen wir ab zur Schönmatt, dann zur Birs, zum St. Jakob-Park und durch das geschäftige Basel zum Bahnhof.  6 1/2 Stunden Gehzeit wollte die Unternehmung "Liestal SBB - Basel SBB".

Urbane Szene gegen Wanderende: der St.Jakob-Park in Basel.



Sonntag, 1. Dezember 2013

Katholischer Wechselkurs

Einige Zeit vor St. Pantaleon, also im Solothurnischen, kamen wir gestern am Gekreuzigten vorbei. Die Inschrift zu seinen Füssen befremdete mich. Ernsthaft: Woher kennt die katholische Kirche den Wechselkurs, den sie da beliebt macht?