Sonntag, 26. Juli 2026

Ruhe am Luganersee

Im Grotto Descanso ist es nie heiss.
Schön, hier gegessen zu haben.

Die grillierte Luganigha hatte einen feinen Zimtgout.
Am Freitag fanden wir am Luganersee unser Traumgrotto. Cantine di Gandria liegt gegenüber Gandria und war früher der Ort, wo der Wein von Gandria in Kellern ("Cantine") gelagert wurde. Ob das heute noch so ist, kann ich grad nicht sagen. Hin kommt man nur mit dem Schiff, gemütlich und schön ruhig – Elektroantrieb – fuhren wir von Lugano aus übers Wasser. Das Grotto Descanso ist im Schatten platziert, gegenüber sieht man den Monte Brè und den Monte Boglia, ein kühles Windchen umweht einen, man möchte eigentlich gar nicht mehr fort. Wobei wir doch froh waren, früh dran zu sein: Als wir gegen zwei Uhr Nachmittags aufbrachen, hatte sich die Terrasse ziemlich gefüllt; viele Leute reisen, stellten wir fest, mit dem privaten Motorboot an. Sehr gut war das Essen gewesen, ich hatte eine Luganigha vom Grillblech mit Polenta, meine Begleiterin Polenta mit einem Steinpilzragout, dazu tranken wir einen leichten Roten aus Ascona. Angesichts der Wetterprognose, die die nächste Hitzewelle ankündigt, würde ich am liebsten die nächsten Wochen Tag für Tag im "Descanso" einkehren. Dessen Name ist spanisch und bedeutet "Ruhe", "Pause", "Erholung". Er geht auf einen Mann aus Lugano zurück, der in der Jugend nach Südamerika ausreiste und später in die alte Heimat zurückkehrte. Als Ruheständler eben.

PS: In Cantine di Gandria besuchten wir das Schweizerische Zollmuseum. Davon erzähle ich in einem eigenen Eintrag.

Der Kapitän steuert ...
... Cantine di Gandria an.

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