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Mittwoch, 31. August 2011

Dieses alberne, unsinnige "Huhu"

Schriftsteller Mark Twain (1835 - 1910), in Luzern weilend, über das allerschlimmste Schweiz-Souvenir von allen:
Kein Ton ist so unsinnig, albern und unangenehm wie das "Huhu" der Kuckucksuhr, meine ich. Ich habe eine gekauft und nehme sie für eine gewisse Person mit nach Hause; denn ich habe immer gesagt, dass ich diesem Manne eins auswischen würde, wen sich je die Gelegenheit dazu ergeben sollte. Ich hatte zwar gemeint, dass ich ihm ein Bein brechen würde, oder so etwas in dieser Art; aber in Luzern erkannte ich sofort, dass ich seinen Geist zerrütten könnte. Das wäre dauerhafter und in jeder Beziehung befriedigender. Also kaufte ich die Kuckucksuhr...

Dienstag, 30. August 2011

Es war auch, aber nicht nur Herbst

Dräuende Wolken: Nach Wisen, hinten der Flueberg.
Als ich am Samstag loszog, schwebte mir für diesen Blogeintrag der Titel vor: "Die erste Herbstwanderung des Jahres". Doch im Laufe der Wanderung von Trimbach via Schloss Wartenfels zur Froburg und über den Wisenberg nach Läufelfingen - im Laufe dieser Sechs-Stunden-Route merkte ich: Es war auch, aber nicht nur Herbst. Wir erlebten Sonnenattacken und ein Dutzend Mal Sprinkelregen im Aprilstil, registrierten aber auch, dass sich die Blätter der Bäume färbten wie Ende September. Und dann gab es auf der Ebene vor der Froburg peitschenden, die verschwitzten Wanderer ins Frieren bringenden Februarsturm. Wir bekamen von der Natur ein Vier-Jahreszeiten-Package serviert.

Montag, 29. August 2011

Die todsichere Unfallmethode

54 Bergwanderer kamen in der Schweiz 2010 um. Im "Tages-Anzeiger" von heute gibts einen Text von mir - eine ernsthafte satirische Anleitung, wie man todsicher in Not gerät.

Sonntag, 28. August 2011

Immer diese Labelitis!


Ein hübscher neuer Wanderführer: Er schlägt vor, das "Jungfrau-Aletsch-UNESCO-Weltnaturerbe" zu Fuss zu umkreisen - eine gute Sache. Was die Gebietsbezeichnung angeht: Sie könnte man noch ausbauen. Wie wäre es mit: Jungfrau-Aletsch-UNESCO-Weltnaturerbe mit Iso-Alpin-Zertifizierung nach EU-Norm? Nein, im Ernst, manchmal geht mir diese Labelitis und Naturparkitis auf den Geist. Aber dafür kann Autor Peter Anliker nichts, dessen Büchlein ich durchaus empfehle.

Samstag, 27. August 2011

Der grosse Neckertalreport

Neckertal: Dorf Dicken mit Züblisnase.
Passt: Wappen von Neckertal SG.
Ich habe verschiedentlich geschrieben, dass ich das Neckertal mag, seine Seitenlage am Rand des Toggenburgs und des Appenzellerlandes, seine Stille, seine Höfe und Höndli, die ehrwürdige Propstei von St. Peterzell, die Präsenz des Ofenlochs, jener mythischen Grube, die den Necker in die Welt schickt - huch, ich fange schon wieder an zu schwärmen. Dabei wollte ich doch nur sagen, dass sich in der neuen "Schweizer Familie" ein grosser Neckertal-Wanderbericht findet, bebildert vom St. Galler Fotografen Dani Ammann... und als ich den Artikel musterte, fiel mir ein: Ach, das habe ja ich geschrieben! Ich gab den Text vor vielen Wochen ab und vergass ihn. Jetzt ist er also erschienen.

PS. Ich hoffe, dass der Regen in den nächsten Stunden nachlässt; um zehn startet unsere Wanderung im Solothurner Jura. Sie führt uns unter anderem zur Froburg.

Freitag, 26. August 2011

Vella zum Gruseln, Vella zum Mögen

Hässliches Vella.

Schönes Vella.
Meine Mittwochs-Wanderung von Flond auf den Piz Mundaun endete nach viereinhalb Gehstunden in Vella im Lugnez. Aus der Höhe besehen, gefiel mir das Dorf nicht. Da klafft eine riesige Baugrube und steht so manches Gerüst, und die Mehrfamilien-Ferienhäuser wuchern. Schön allerdings der Ortskern und drei charaktervolle Gebäude: das Schloss de Mont von 1666 (unteres Foto, links). Die Kirche mit Wandbildern des ambulanten Malers Hans Ardüser aus der Zeit vor dem Dreissigjährigen Krieg. Last not least die Ustria dalla Posta, die offen hatte, nachdem zuvor jede Wirtschaft am Weg geschlossen gewesen war - und die Wirtsleute waren willens, mir nach 14 Uhr etwas Warmes zu essen zu offerieren. Nett waren sie erst noch. Da geh ich wieder hin.

Donnerstag, 25. August 2011

Sand und Safran

Der Himmel über Horgen gestern morgen um 6.47. Safran macht den Kuchen gelb. Und Saharasand den Himmel! Gemacht hat das Foto Liliane Géraud, vielen Dank, Liliane!