A propos Wasser: Ich muss auf die Sodbrunnen-Sache zurückkommen, also auf die Einträge vom Samstag und Sonntag. Meine stets aufmerksame Leserin Marianne wies mich gestern auf das "Historische Lexikon der Schweiz" hin. Dort findet man unter "Wasserversorgung" den Satz: "Die tiefsten Sodbrunnen der Schweiz befinden sich in Regensberg (52m) und in Dorneck (85m)." Aha. Dorneck hatten wir noch nicht. Und doch rollt diese Burgruine bei Dornach SO jetzt das Feld von hinten auf und setzt sich an die Spitze der somit vier tiefsten Sodbrunnen der Schweiz. Ein Detail: Der Regensberger Brunnen ist in dem zitierten Lexikoneintrag 5 Meter weniger tief als im Schild vor Ort auf dem Brunnen, dort sind es 57 Meter.
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Montag, 31. Oktober 2016
Fette, fiese Fresserin
Neulich auf der Stilli-Brücke im Herbstnebel dachte ich: Ja, tu nur so friedlich und unschuldig, Aare, Verbrecherin du. Ganz nah, etwas weiter im Süden bei Turgi, einverleibst du dir jeden Tag, jede Stunde, jede Minute, jede Sekunde neu die Reuss und die Limmat. Darum bist du jetzt so fett. Getan haben dir diese Flüsse nichts, sie strömen dir friedlich entgegen. Du bist ein Monster, Aare. Aber ich weiss etwas, was du nicht weisst: Ein paar Kilometer weiter wartet der Rhein auf dich.
Sonntag, 30. Oktober 2016
Jetzt sind es schon drei
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| Auf Kastelen gibt es einen tiefsten Sodbrunnen der Schweiz. Auch dort. (Screenshot der Homepage) |
"Nahe bei der Südostecke des Turmes trifft man auf den Sodbrunnen. Er ist im Winter 2003/4 bis auf den Grund ausgeräumt worden und mit 57.6 m der tiefste Sodbrunnen seiner Art in der Schweiz."Lustig. Jetzt sind es schon drei tiefste Sodbrunnen in der Schweiz- die Beifügung "seiner Art" klingt mir jedenfalls nach barer Floskel. Vielen Dank für den Hinweis, lieber Fritz, mal schauen, ob die Liste sich in den nächsten Tagen noch verlängert. Waadtländer, Tessiner, Bündner, St. Galler - habt ihr auch einen tiefsten Sodbrunnen der Schweiz?
Samstag, 29. Oktober 2016
Habsburg vs. Regensberg 1:0
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| "Bitte nichts hinabwerfen": der Brunnen auf Regensberg. Das untere Foto zeigt ihn in seiner Umgebung. |
Freitag, 28. Oktober 2016
Voll biologisch
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| Die Eventalp aussen und innen. (Bilder: Pressemitteilung) |
Donnerstag, 27. Oktober 2016
Ulrich, Nayla und der Mohr
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| Das Gestüt Hanaya oberhalb Schleinikon ZH gehört... siehe Text. |
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| Der Mohr von Niederweningen. |
- Natürlich besichtigten wir wieder einmal das alte Adelsnest Regensberg, ein Bijou, ein Adlerhorst, ein Höhenstädtchen, stolz befestigt. Die Herren von Regensberg waren einst jemand, sie kontrollierten die Umgebung weitum und dazu ein zweites Gebiet um Grüningen im Zürcher Oberland. Hübsch die Kopie der Grabplatte des Freiherrn Ulrich von Regensberg an der einen Mauer; was hatten die Adeligen damals feminine Frisuren.
- Oberhalb von Schleinikon passierten wir beim Haselacher den Expohof, das Gestüt Hanaya. Hier werden edle Araberpferde gezüchtet, die Eigentümerin ist Nayla Hayek, Tochter des Swatch-Pioniers Nicolas Hayek, Verwaltungsrats-Präsidentin der Swatch Group.
- Am Schluss nahmen wir bei der S-Bahn-Station "Niederweningen Dorf" im Löwen ein Bier. Die Beiz hat keinen Löwen im Schild, sondern einen Mohren, was politisch heftig unkorrekt ist und wohl damit zu tun hat, dass der Wirt "Moor" heisst. Grossartig die Bierkarte, wir hatten ein Dunkelbier "Nera" vom Brauwerk Oberweningen - es war fast eine Mahlzeit. Im Mittelalter gehörte die Taverne von Niederweningen den Herren von Regensberg, so schliesst sich der Kreis.

Der Turm von Schloss Regensberg ist rund, was untypisch für die Gegend ist:
Man vermutet savoyischen Einfluss.
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Toggo und der Steuersatz
Zwischen Zollikon und Küsnacht bildet der Düggelbach auf einem langen Abschnitt die Grenze. Kürzlich las ich im "Zolliker Zumiker Boten" etwas über die Herkunft des Namens. Es gibt einen althochdeutschen Männernamen Tuggilo, alemannisch Toggo, was "tüchtig" bedeutet. Daraus leitet sich der Familienname Düggelin ab, der im Gebiet auch tatsächlich schon im Mittelalter belegt war. Sicher ist auch dies: Als damals der Toggo mit seiner Sippe an diesem Ort siedelte, gab es noch keine grossen Häuser und Villen. Wie es mit dem Steuersatz steht, heute bekanntlich paradiesisch tief, weiss ich nicht; man müsste einen Historiker auftreiben und ihn fragen, wem die Leute am Bach damals zinspflichtig waren.
Dienstag, 25. Oktober 2016
Ade, Aletschwald!
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| Das Hotel auf der Riederfurgga am Rand des Rutschgebiets. |
PS: Wer wissen will, wie das Sperrgebiet genau umgrenzt ist, findet hier die Information samt Karte.
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