Wilhelm Schmid wurde 1892 im Aargauischen geboren. Mit 20 zog es ihn in die Fremde. In Deutschland lernte er eine Frau kennen, eine Kammersängerin. Sie heirateten. Er malte, wurde einer der Gründer der "Novembergruppe", der sich auch Otto Dix und Wassily Kandinsky anschlossen. Später ging er nach Frankreich und Italien, kehrte dann nach Deutschland zurück. Als die Nazis kamen, musste er das Land verlassen, denn erstens war seine Frau Jüdin, und zweitens galten seine Bilder nun als "entartete" Kunst. Im Tessin verbrachte Schmid die letzten Jahrzehnte, eckte mit seiner Art Malerei in der alten Heimat freilich auch an. Sie war halt nicht bodenständig à la Anker, sondern hatte etwas Gebrochenes oder doch Verfremdendes, etwas Surreales, Ironisches, Satirisches. Im Aargauer Kunsthaus in Aarau stiess ich vor Tagen auf Schmids Werk "Aargauer Metzgete" von 1940. Ich mochte es.
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Donnerstag, 3. März 2022
Mittwoch, 2. März 2022
Pferde... was?
| Pferderücker und Rückepferde in Siebenbürgen. (Foto: Stephan Mense / Wikicommons) |
Dienstag, 1. März 2022
Nackte sah ich nicht
| Der Nackthof oberhalb von Mellikon. |
| Stilles Aargauer Waldgewässer: der Eetelweier. |
Montag, 28. Februar 2022
Alpträume in Aarau
Sonntag, 27. Februar 2022
Gallus, Columban und Luke
Gestern schaute ich mir auf "PlaySuisse", der SRG-Gratis-App, "Gallus & Columban" an. Der einstündige Film des Innerschweizer Regisseurs Luke Gasser blendet zurück in die Gründerzeit des hiesigen Christentums. Er erzählt einerseits durch fiktionale Szenen, anderseits dokumentarisch und anhand von Interviews mit Expertinnen und Experten vom Zug der irischen Wandermönche durch Europa und die Schweiz. Columban ist der gestrenge Meister, ein kirchennaher Gläubiger, ein Gründer von Klöstern, in denen eine Regel installiert wird. Gallus wiederum, sein Schüler, ist der Introvertierte, der den Zugang zu den Menschen eher über die Innigkeit oder gar Liebe sucht. Kitschig gesagt: Gallus ist der Mann der Herzen. Im Wald an der Steinach findet er nach der Trennung von Columban seine Bestimmung als Klausner, Berufungen wie die zum Bischof von Konstanz lehnt er ab. Auch aus dem Wirken von Gallus, der 640 als Volksheiliger stirbt, wird freilich später ein Kloster hevorgehen, das Kloster St. Gallen. Luke Gassers Film: Kirchengeschichte auf leichte Art vermittelt.
| Gallus im Gespräch mit Gunzo, dem Herzog von Überlingen. Gunzo will ihn zum Bischof von Konstanz machen. Gallus lehnt ab. (Screenshot aus dem Film "Gallus & Columban") |
Samstag, 26. Februar 2022
Das Barabas-Rätsel
| Früher eine Zelle, heute ein Hotelzimmer: im "Barabas". |
| Der Aufgang zu den Zimmern. |
| Bücher in der alten Gefängnisbibliothek. |
Freitag, 25. Februar 2022
Lihapullat in Albligen
| Der Bären und was ich dort ass. |
- Albligen liegt links der Sense und gehört doch, anders als die Dörfer rundum auf derselben Seite des Flusses, nicht zum Kanton Freiburg, sondern zum Kanton Bern. In der Sprache des Militärs würde man von einem "Brückenkopf" der Berner reden. Im endenden Mittelalter und der frühen Neuzeit war Albligen Teil einer Gemeinen Herrschaft von Bern und Freiburg, die es abwechselnd verwalteten. Und niederhielten. Nachdem Napoleon das Ancien Régime beendet hatte, kam Albligen zuerst zum Kanton Freiburg und 1803 zum Kanton Bern. Eine Gemeinde ist es seit einiger Zeit nicht mehr, es gehört zu Schwarzenburg BE, nachdem man zuvor auch einen Anschluss an Ueberstorf FR erwogen hatte.
- Albligen hat eine klassizistische Kirche, ein schlichtes Meisterwerk, das ziemlich genau 200 Jahre alt ist. Heute steht die Kirche mit dem ausgegliederten, im Grünen neben dem Gotteshaus stehenden Glockenstuhl unter eidgenössischem Denkmalschutz.
- Albligen hat ein Dorfrestaurant, den "Bären". Dort wirtet seit Jahren ein finnisches Paar. Und so kam es, dass ich zum Schluss meiner Wanderung zu – hervorragenden – Lihapullat kam, Fleischklössen, die auf Kartoffelstock serviert wurden. Und zu einem Bier namens "Karhu". Macht immer Spass, auf einer inländischen Wanderung im Ausland zu landen.