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Mittwoch, 7. Januar 2015

Licht macht immun gegen Gänsbrunnen

Anfang Januar und fast kein Schnee auf der Hasenmatt, 1445 Meter.
Seit Weihnachten fährt die neue Weissenstein-Bahn
und rettet Menschen vor dem vernebelten Flachland.
War schön gestern. Mit Frau K. fuhr ich von Oberdorf auf den Weissenstein. Zur neuen Bahn kann ich nicht viel sagen - ausser dass sie speditiv und mackenfrei operierte. Oben auf Solothurns Hausberg blauer Himmel, gleissende Sonne und der Alpenkranz am Horizont. Und wenig Schnee. Es folgte eine 3 1/2-Stunden-Wanderung (300 Meter aufwärts, 830 abwärts): zum Hinter Weissenstein, zur Hasenmatt, hinab via einen schauderhaft vereisten Steilpfad zum Althüsli, wo wir Gerstensuppe, Bratwurst, Pommes-Frites assen, und via Rüschgraben noch weiter hinab nach Gänsbrunnen. Leider war in dem 99-Seelen-Dorf das einzige Restaurant zu. Die 40 Minuten Wartezeit am abseitig gelegenen Bahnhof waren für uns kein Problem, weil der Tag toll gewesen war und wir Licht getankt hatten. Andernfalls hätte man sich dort eine Depression holen können. Speziell im praktisch unbeheizten, mit einem Holztisch und Bänken kafkaesk möblierten, blau getünchten, ohne Licht schon am frühen Nachmittag in die Düsternis stürzenden Wartsaal. Was waren wir froh, als der Zug kam und uns von Gänsbrunnen erlöste.
Wie lang dauert das denn noch? Frau K. wartet in Gänsbrunnen auf den Zug.

Kommentare:

  1. besser ein kafkaesk möblierter Wartesaal als gar keiner. Ich war im November und Dezember jeweils froh um diesen damals zumindest angenehm beheizten Wartesaal, während draussen der Wind pfiff und die Nebel wallten.

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  2. Kafkaesk ist doch nicht der Wartesaal; die Berg- und Talstation sind es. Vor allem die Bergstation! Die Faust trifft das Auge. Präzis, präzis. Wo bleiben, blieben Heimatschutz, Landschaftsschutz, Denkmalschutz? Weissenstein, Thyon 2000, Samnaun, Sillerenbüel, Laax, Gstaad, Gotschnagrat: Die uniforme Seilbahnarchitektur hat nun auch den Jura erfasst.

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