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Donnerstag, 2. April 2026

Gefahr am Wanderweg

Gestern, auf dem Weg von Rüti nach Esslingen, kamen wir kurz vor dem Ritterhaus Bubikon an diesem reizenden Fabelwesen vorbei. Etwas irritierend fanden wir das nahe Schild mit der Warnung "Zu Ihrer Sicherheit bitte nicht stehenbleiben". Nun, das geflügelte Pferd war harmlos, das war uns klar. Der Wanderweg führt allerdings zum und durch das Areal des Bubiker Golfplatzes. Von einem Golfball könnte man getroffen werden, das ist die Gefahr an diesem Ort.

Samstag, 28. März 2026

Busbahnhof Novosibirsk

Ich finds hässlich. Dieses Schmutzgelb. Vor wenigen Tagen schickte ich dem Kollegen, der in Lenzburg lebt, ein Foto des Lenzburger Bahnhofplatzes mit dem überdachten Wartebereich bei den Bussen. Das sehe aus wie der Busbahnhof von Novosibirsk, schrieb ich dazu. Mein Kollege, ganz der Lokalpatriot, antwortete, die Anlage sei "Kult". Nun, lassen wirs offen, ist wohl Geschmackssache. Sicher ist, dass die SBB den Bahnhof Lenzburg, den täglich 25'000 Menschen benutzen, umbauen will, er ist längst veraltet, zudem soll die Anzahl der Reisenden in den nächsten anderthalb Jahrzehnten auf 40'000 steigen. Rund 230 Millionen Franken dürfte die Erneuerung und Erweiterung kosten, auch der Vorplatz, von dem hier die Rede ist, soll umgemodelt werden. Voraussichtlich diesen Herbst sollen die Arbeiten am Bahnhof beginnen. Ich gehe davon aus, dass die Schmuddelüberdachung in den nächsten Jahren verschwinden wird.

Dienstag, 10. März 2026

Obacht, Weiher!

Haltbergweiher voraus.
Das Warnschild von nahem.
Fährt man im Zürcher Oberland von der Wolfsgrueb, einem bekannten Ausgangspunkt für Wanderungen und Parkplatz, auf dem Strässchen talwärts Richtung Wald, so gibt es da relativ weit unten, kurz vor dem Dorf, eine Rechtskurve. Eine, die man – ich rede aus der Autoperspektive – nicht verpassen sollte. Weil man sonst womöglich im Haltbergweiher landet. Das wiederum würde den Amphibien gar nicht gefallen, die in dem kleinen Gewässer laichen bzw. sich tummeln. Am Samstag kam ich im Auto – als Beifahrer – vorbei und fotografierte das hübsche Warnschild.

Freitag, 6. Februar 2026

Eglisau, das kannst du besser

Der Vorplatz des Bahnhofs von Eglisau ZH wirkt ein wenig verkommen, fanden wir am Mittwoch, als wir dort zu einer Wanderung starteten. Kurios kam uns die dreckige Tafel mit dem Hinweis auf den Defibrillator vor. Stellen wir uns vor, wir wären hier mit einer Person unterwegs, die sur place eine Herzkrise erleidet. Und dann sehen wir dieses Schild. Wo zur Hölle ist das Restaurant Rheinfels? Die roten Pfeile deuten in den Boden, was nicht sein kann. Vielleicht ist es am besten, gar nicht nach dem 300 Meter entfernten Defibrillator zu suchen und gleich die Notfallnummer 144 zu wählen. Die immerhin ist brauchbar.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Auf gute Begegnungen

Ein Foto von der allerletzten Wanderung des Jahres, die uns am Samstag zum Albishorn hinauf führte. Ich wünsche den lieben Leserinnen und Lesern dieses Blogs alles Gute für 2026. Bedanke mich für all die wertvollen Reaktionen von Kritik über Anregung bis Freude. Und hoffe, dass uns allen auch im nächsten Jahr gute Begegnungen und Gespräche – eben keine Selbstgespräche – zuteil werden. Das lustige Telefon sah ich an einer Hauswand im Minidorf Husertal.

Samstag, 6. Dezember 2025

Bizarre Karriere

Martin Luther war kein Freund des Kultes um die Heiligen der katholischen Kirche; den Brauch zum Beispiel, am Nikolaustag Geschenke auszutauschen, fand er "kindisch". Viel ausgerichtet hat der Reformator nicht, weder generell noch in Sachen Samichlaus. Der ist offensichtlich bis heute beliebt geblieben. Eine weltweit verbreitete Figur ist er, die auch in nichtchristlichen Gebieten bekannt ist; als ich vor vielen Jahren Weihnachten in Luxor in Ägypten verbrachte, stand alle paar hundert Meter ein Samichlaus und begrüsste die Touristen mit dem launigen Ruf "Welcome to Alaska". Kurios. Womit wir bei unserem Foto angekommen wären, das Wanderkollegin Ronja kürzlich am Rand von Wohlen AG machte. Dort waren etwa 20 Samichläuse auf dem Velo unterwegs. Zu welchem Happening es sie zog, fanden wir nicht heraus. Klar scheint mir, dass sich der heilige Nikolaus, ein Bischof in Myra in der heutigen Türkei, gewundert hätte, was in seinen Namen so alles veranstaltet wird – bizarr, diese Karriere.

Dienstag, 18. November 2025

Vorsicht, Apfel

Etwas ausserhalb von Zollbrück im Emmental kamen wir am Samstag zu einem Baum, an dem nur ein Apfel hing. Ein roter. Ich überlegte kurz, ihn zu pflücken und herzhaft zuzubeissen. Liess es aber bleiben. Aus einem Grimm'schen Märchen ist mir in Erinnerung geblieben, dass ein besonders schöner Apfel vergiftet war. Und daher verzichtete ich lieber. Man weiss ja nie.

Sonntag, 12. Oktober 2025

Die Bahnhofsfrage


Als gestern unser Zug in den HB Zürich einfuhr, sah ich zur Linken an der Zollstrasse einen riesigen Schriftzug – nicht zum ersten Mal, wobei die Botschaften in Englisch immer wieder mal wechseln. "Wie bewertest du das Patriarchat?", so die hintersinnige Frage. Sie stammt konkret vom Künstlerkollektiv t8y. Die übergreifende Idee freilich zur ganzen Aktion, die hatte die feministiche Gruppe creatrices.ch. Ich bin gespannt, was da als nächstes zu lesen steht.

Mittwoch, 8. Oktober 2025

Der leuchtende Baum

Gestern fotografierte ich in meiner Strasse im Zollikerberg diesen Baum und dachte wieder einmal, dass der Herbst eine erstaunliche Jahreszeit ist. Er hat die Gabe, auch die allergewöhnlichsten Orte schön zu machen.

Freitag, 5. September 2025

Rapperswils König

Wanderfreundin Marianne war grad in Rapperswil und zeigte mir diese zwei Fotos – vielen Dank! Zu sehen ist der Hauptplatz von Rapperswil samt, in Riesenlettern, dem Namen des neuen Schwingerkönigs. Wusste ich gar nicht: Armon Orlik, ein Bündner, zog vor drei Jahren nach Rapperswil-Jona. Und zwar, um dort in einem bestimmten Fitnessstudio zu trainieren.

Montag, 24. Februar 2025

Spider-Man in der S9

Spider-Man war ganz allein, jemand hatte den Ballon einfach so zurückgelassen in der S9. Während ich am Samstagmorgen von Zürich nach Eglisau fuhr, kamen immer wieder Erwachsene vorbei. Gleich drei blieben stehen, machten ein Foto. Wie auch ich. Und alle liessen sie den Ballon, wo er war, keiner nahm ihn mit. Ich auch nicht. Obwohl es mich gelüstete, ihn mir zu greifen. Ihn an meinen Rucksack zu schnüren. Und ihn dann irgendwo draussen im Gelände freizulassen.

Montag, 27. Januar 2025

Fasnachtsessen

Den Kalender der Fasnacht habe ich nie wirklich begriffen. Als Auftakt gilt der Schmutzige Donnerstag, der in der Regel in den Februar fällt, machmal aber auch in den März. Wenn dann das ganze Land ausgefestet zu haben scheint, ist in Basel Morgestraich. Noch viel verwirrlicher ist, dass auch der 11. November als Starttag der Fasnacht gilt. Sei dem, wie dem sei, am Samstagnachmittag trafen wir im Bahnhof Luzern auf Unmengen von Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern. Ein junger Mann war mit einer kleinen Freundesschar unterwegs, er trug nach Art eines Bauchladens ein Tischli mit sich herum, das hübsch gedeckt war. Schliesslich wurde auf dem Perron fünf ein Bänkli frei, das Grüppli setzte sich, der junge Mann und ein Freund assen. Fasnacht macht Spass. Wann auch immer im Jahr.

Mittwoch, 18. Dezember 2024

Skalpieren nach Walliser Art

In Le Bouveret VS fotografierte ich eben diesen Coiffeursalon. Sein Name hatte mich zum Schmunzeln gebracht.

Donnerstag, 31. Oktober 2024

Schlafen im Flughafen


Als ich im Flughafen Zürich auf dem Weg zu meinem Gate das aerodynamisch gestylte Ding sah, dachte ich zuerst: Oh nein, das ist doch diese umstrittene Sterbekapsel. Tatsächlich war es eine harmlose Schlafkabine namens "Recovery Pod" von der Firma GoSleep. Würde ich sie benutzen? Mir würde das zu eng. Wie es in ihr riecht, würde mich interessieren. Im besten Fall nach Desinfektionsmittel und aggressivem Raumspray. Oder täusche ich mich?

Montag, 14. Oktober 2024

Die Frau mit den Aluschuhen

Dieses Foto machte ich vor wenigen Tagen in der Forchbahn, auf dem Weg nach Hause. In der Stadt hatte ich mir soeben einen kleinen Hartschalenkoffer gekauft; den brauche ich, weil ich diese Woche verreise. Heute, genau gesagt. Das Foto zeigt aber auch eine Frau mit einem Wägeli, das mit Zeugs aller Art vollgestopft war. An den Füssen trug sie mit Aluminium verkleidete und zusätzlich mit Plastikfolie gegen die Nässe umhüllte Schuhe. Was muss das für ein Leben sein: unterwegs in einer Welt, die bedrohliche Strahlen aussendet, gegen die man sich mit kümmerlichen Massnahmen allenfalls knapp schützen kann. So, nun wünsche ich allen einen möglichst unbeschwerten Tag, morgen werde ich mich von anderswo melden.

Samstag, 3. August 2024

Bin ich ein halber Zürcher?

Sieht man die Schweizerfahne auf meinem nicht so guten Handy-Foto? Tipp: rechts der Mitte suchen.
Es gibt doch diesen Witz über den Zürcher, der zum Mittelmeer reist und sagt: "Ich habe es mir grösser vorgestellt." Bin ich, der ausgewanderte Appenzeller, auch schon ein halber Zürcher? Jedenfalls blickte ich am 1. August von Herisau aus zum Säntis und sah die wie in früheren Jahren in die Felswand gehängte Schweizerfahne, die als grösste der Welt gilt. Ich dachte: "Ich habe sie mir grösser vorgestellt." Wirklich begeistert war ich vom Essen, wieder einmal spiesen wir im Familienkreis im Restaurant Rüti, von dem man so schön hinüber zur Alpstein schaut. Mein Zander an rotem Thaicurry mit Belugalinsen war erstklassig, der Coupe Romanoff ebenfalls.

Herisau isst: Zander auf Belugalinsen.

Herisau schleckt: Romanoff mit hausgemachter Glace und Thurgauer Erdbeeren.

PS: Mein Jakobsweg-Schweiz-Grüppli hat immer noch Pilgerferien. Nächsten Samstag sind sie vorbei, dann soll es von Schwarzenburg nach Freiburg gehen. Für heute ist, was gar nichts mit dem heiligen Jakob zu tun hat, eine Wanderung im Zürioberland-nahen Kanton St. Gallen vorgesehen.

Freitag, 12. Juli 2024

Den Menschenrechten geht es dreckig

Verschmuddelte, praktisch unlesbare Tafel in Interlaken Ost.

Hey, Interlaken und Unterseen, ihr habt 2003 einen "Weg der Menschenrechte" eröffnet mit elf Tafeln. Putzt die bitte mal wieder! Sonst komme ich als Tourist nämlich auf die Idee, die Menschenrechte seien euch so was von egal.

Sonntag, 23. Juni 2024

Der uralte Volg

In aller Kürze sei hier heute nur diese kleine Sensation vermeldet: In Stein am Rhein, wo ich kürzlich durch das Städtchen bummelte, haben sie einen Volg, der im Jahr 1476 schon bestand.

PS: Bald mehr von unserer 15. Etappe auf dem Jakobsweg Schweiz. Kurzfassung: drei Viertel angenehmes Wetter, im letzten Viertel allerdings wurden wir brutal verregnet.

Freitag, 15. März 2024

Imker im Einsatz


Klingt dramatisch. Ich fotografierte das Auto mit dem Schild "Imker im Einsatz", das ein bisschen an Schilder wie "Notarzt im Einsatz" oder ähnlich erinnert, gestern in der Nähe meines Wohnortes. Ob da wirklich ein Imker im Einsatz war? Ich sah in der Nähe nichts, was darauf hindeutete. Möglich ist es natürlich trotzdem.

Mittwoch, 13. März 2024

Harry und der Haarsalon

Dirty Harry ist der Held des gleichnamigen Actionfilms von 1971 und von vier Folgefilmen. Clint Eastwood verkörpert den wortkargen und sehr schiessfreudigen Polizisten Harry Callahan mit dem riesigen "Magnum"-Revolver. Als ich 1981 in Bern zu studieren begann, belegte ich im zweiten Nebenfach Philosophie; vorerst, später wechselte ich auf Religionsgeschichte. Gegen Ende des Jahres gabs in einem Berner Kino ein Dirty-Harry-Spezial. Ich ging eines schönen Nachmittages hin und fand die gesammelten Ballereien herrlich entspannend. Als in der Pause das Licht anging, sass ganz in der Nähe ein junger Philosophie-Assistent, der ein Proseminar leitete, an dem ich teilnahm. Ihm war es furchtbar peinlich, dass wir uns im Dirty-Harry-Zusammenhang begegneten; als Intellektueller legte man damals Wert darauf, sich nur mit intellektuellen Dingen zu beschäftigen. Sei dem, wie dem sei, unlängst kamen wir in Lenzburg am Coiffeursalon "Dirty Hairy" vorbei. Ich fand den Namen nicht sonderlich gelungen, das Wortspiel mag ja lustig sein, aber was hat ein Coiffeur mit Harry Callahan zu tun? Frisiert er so schnell, wie der Cop schiesst?

Nachtrag: Leserin Betti lässt mich wissen, dass "Dirty Hair" auch ein Frisurentrend ist. Der Fettig-Look ist derzeit offenbar beliebt.