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Sonntag, 12. Januar 2025

Im Zeppelin über den Everest

Das Brettspiel von 1929. Auf dem Spielbrett ganz rechts in der Mitte der Mount Everest. 
Im Sommer 1929 umrundete das deutsche Zeppelin "Graf Zeppelin" die Welt – eine internationale Sensation. Deutschland jubilierte. Ein Verlag aus Mainz lancierte damals das Brettspiel "Im Zeppelin um die Welt", in dem die Flugroute sogar über den Mount Everest und den Nordpol führte – reine Fantasie. Am Mittwoch besuchte ich das "Zeppelin Museum" in Friedrichshafen, ein Riesengebäude, in das auch eine begehbare Rekonstruktion des Zeppelins "Hindenburg" eingebaut ist. Nicht nur die grossen Dinge gefielen mir, sondern eben auch die kleinen. Nebensächeli wie die diversen Spiele, die in der Zeit der Zeppelinbegeisterung aufkamen.
Der Rumpf der "Hindenburg" im Museum.

Die nachgebaute "Hindenburg"-Passagierlounge mit Bauhaus-Möbeln.

Freitag, 10. Februar 2023

Wandermonopoly

Ein schönes Wandergebiet ist zum Beispiel
… die Gegend von Arosa.
Mir war nicht bewusst, dass es eine Monopoly-Variante mit den schönsten Schweizer Skigebieten gibt. Nun weiss ich es. Weil mir nämlich eben ein Mail seitens jener Liechtensteiner Firma zuging, die dieses Monopoly seit November vertreibt; "das Spiel war extrem beliebt und innert weniger Wochen ausverkauft", heisst es im Schreiben. Die Herstellerin will jetzt nachlegen und ein Monopoly der schönsten Schweizer Wandergebiete realisieren. Input ist gefragt, man kann sich melden und Gebiete nominieren, von denen man findet, sie müssten ins Spiel. Ich werde mich nicht beteiligen, denn wenn ich einmal anfange mit der Liste, werde ich womöglich nicht mehr fertig und lande in einer Endlosschleife der – meiner Meinung nach – schönsten Wanderterrains der Schweiz.

P.S. Vorschläge an idee@unique-gaming.com, Betreffzeile "Wandergebiete".

Freitag, 18. November 2022

Das Kanönchen von Burgdorf

Es war, nehme ich an, ein Bub, der das Kanönchen samt Lafette stolz spazierenfuhr. Fankhauser hiess die habliche Familie aus Burgdorf, der der Bub zugehörte damals im endenden 18. Jahrhundert, als Kinder noch Kriegsspielzeug besassen. Als ich eben in Burgdorf eine Runde drehte, entdeckte ich den Gegenstand im Museum des Schlosses. Mehr über die dortige, ziemlich verblüffende Ausstellung morgen oder so.

Samstag, 20. August 2022

Hochgebirgsschachteln

Quartett gefällig? Es gibt da ein neues aus der Schweiz, das Berggängerinnen und Berggänger ansprechen dürfte. Ich selber finde es witzig. Die 32 Karten zeigen Kleinhütten und Biwaks aus dem ganzen Alpenraum – so extravagante wie lebenssichernde Büchsen, Schachteln, Kapseln im Gebirge und Hochgebirge.

Freitag, 31. Januar 2020

Zürich, Basel, Tschau Sepp

Halb oben auf dem Basler Münster.
Blick vom Münster über den Rhein zum Roche-Turm.
Gestern war ich mit meinem zwölfjährigen Neffen unterwegs. Er reiste aus dem Appenzellerland an, ich nahm ihn um acht Uhr morgens in Zürich in Empfang. Hier unser Tagesprogramm, das bis fünf Uhr Nachmittags dauerte; dann fuhr er von Zürich wieder heimwärts.
  1. Im Parkhaus Opéra auf dem Zürcher Sechseläutenplatz schauten wir uns im Untergeschoss die archäologische Dauerausstellung an. Sie zeigt Pfeilspitzen, Fischnetzgewichte, Ahlen usw., Gegenstände, die 5000 bis 6000 Jahre alt sind, Relikte der Menschen von einst, die an den Ufern des Sees siedelten.
  2. Im Sprüngli am Paradeplatz gabs Zmorge: Müsli, heisse Schokolade, Gipfeli.
  3. Danach fuhren wir nach Basel, das Zürcher Vorprogramm war Zeitverzögerung gewesen, weil die Basler Schnarchnasen das Antikenmuseum erst um elf Uhr öffnen. Im Zug spielten wir Tschau Sepp, mein Neffe gab mir einleitend einen kleinen Wiederauffrischungskurs.
  4. In besagtem Basler Museum schauten wir uns die Gladiatorenausstellung an, ich das zweite, mein Neffe das erste Mal. Ich fand meinen zweiten Durchgang interessanter als den ersten. Intensiver. Mit Kindern ist man langsamer unterwegs. Man sieht daher mehr.
  5. Im indischen Restaurant Cardamom am Barfüsserplatz assen wir. Das Lokal hatte mein Neffe ausgesucht. Vor und nach dem Essen spielten wir Tschau Sepp.
  6. Wir stiegen auf den einen Turm des Basler Münsters. Unglaublich, diese enge Wendeltreppe mit dem Seil, das war steiler als manche Bergflanke. Drei Galerien auf verschiedener Höhe stehen für den Ausblick zur Verfügung. Wir besuchten sie alle. Der Neffe, SAC-Mitglied und Nachwuchs-Alpinist, war begeistert.
  7. Im Basler Bahnhof spielten wir bei einem Kafi ein paar Runden Tschau Sepp.
  8. Die Treppe im Münsterturm ist steil. Gut, gibts ein Seil.
  9. Im Zug nach Zürich spielten wir schon wieder Tschau Sepp. Die Tagesbilanz: Von den sieben Matches mit jeweils mehreren Partien hat mein Neffe vier gewonnen. Ich demnach drei. Ich war mit dem Resultat sehr zufrieden, das war ein harter Gegner. Müde kam ich zuhause an.

Samstag, 28. April 2018

Ein neues Kartenset aus Luzern

Von Alpinquartett aus Luzern gibts schon das Hütten-, das Seilbahnen-, das Gipfel- und das Seenquartett. Jetzt ist ein neues Kartenset erschienen mit Gletschern. Und wenn diese einmal weggeschmolzen sind? Dann wird das neue Gletscherquartett Nostalgiewert haben.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Geschenkidee

Ist das ein Witz? Da runter? Über die senkrechte Wand?
Bergstation des Alp-Sigel-Bähnleins im Alpstein.
Unsere hiesigen Seilbähnli sind ebenso reizend wie bedroht; nicht immer ist die Finanzierung mittel- oder gar langfristig sicher. Und doch hängt manche Alp unmittelbar von diesem Transportmittel ab. Jetzt gibt es ein Quartett, das in 32 Karten kleine Schweizer Seilbahnen feiert. Ich finde das eine hübsche Idee, das Quartett ist dazu auch ein ideales Präsent für alle, die am Auf und Ab in der Minigondel Freude haben. Vom selben Anbieter gibt es übrigens auch ein Hüttenquartett. Ein Seenquartett. Sowie ein Gipfelquartett. Und jetzt wünsche ich eine schöne Auffahrt!

Donnerstag, 15. Mai 2014

René und Nase Göring

Hier stadtwanderte ich kürzlich: Zürich-Altstetten.
Mein Wanderfreund René P. Moor, von dem ich schon verschiedentlich erzählte, hat eben im Greenpeace-Magazin ein Essay publiziert (hier klicken, dann ist es der oberste Artikel auf der Liste). René legt ein Plädoyer fürs Stadtwandern ab und bringt gute Gründe vor - hier meine Paraphrase:
  • Stadtwandern reduziert den ökologischen Fussabdruck. Es gibt Leute, die meinen, zum Wandern müsse man zwingend ins allerhinterste Bündnerland oder abgelegenste Walliser Loch fahren. Die eigene Stadt oder Agglo tuts oft auch.
  • Stadtwandern ist Ichwerdung. Emanzipation von den Fremdschemen in unserem Hirn, vom Klischee, dass es auf dem Land schön ist und in der Stadt unattraktiv, weshalb man eben zum Wandern in die Berge reisen muss.
  • Stadtwandern ist Konfrontation mit der Realität. In den Bergen können wir diese besser verdrängen. In der Stadt holt uns die Zersiedlung ein. Aber wir begegnen auch einer Vitalität, die spezifisch fürs Zentrum ist. Stadt ist Dichte, im Schlechten und Guten.
  • Stadtwandern macht, last not least, grossen Spass. Eben weil die Stadt lebt wie verrückt. Dazu ein Anekdötli meinerseits. An der Langstrasse in Zürich sah ich einst vor einem asiatischen Take Away ein Schild mit den Gerichten des Tages. Darunter: "Nase Göring"