 |
| Zehn Minuten vor Wanderende: Es wird Abend in Sur. |
Wunderschön, diese Wanderung. Aber auch anstrengend. Kürzlich nahm ich die frühestmögliche Verbindung vom Zollikerberg auf den Julier, Haltestelle La Veduta. Unterwegs stieg mein Bündner Bergfreund Peider zu, gemeinsam starteten wir auf dem Pass. Stiegen das Val d'Agnel hinauf, bogen ab zum höchsten Punkt des Tages, der Fuorcla digl Leget auf 2710 Metern über Meer. Das namensgebende Seelein ("Leget") lag uns zu Füssen. Hart der folgende Abstieg, zuerst gingen wir auf einem enorm steilen, rutschigen, bröseligen, staubigen Erdpfad, kamen dann in die Geröllzone. Weiter unten erreichten wir Weideböden, weit war es freilich auch da noch bis zur Alp Flix. Als wir auf ihr ankamen, gönnten wir uns auf der Terrasse des Berghauses
Piz Platta Kaltes, ich ein Bier, Peider einen Eiscafé. Nun hätten wir eine Stunde warten müsssen bis zur Abfahrt des Kleinbusses, der hinab nach Sur verkehrt. War uns zu lang, wir machten auch dieses unschwierige Stück noch zu Fuss und langten rechtzeitig unten an. Die Zeit hätte sogar noch für einen Einkauf im modernen, automatisierten
24-Stunden-Laden von Sur gleich bei der Postautohaltestelle gereicht, bloss kamen wir drinnen nicht mit der Kasse zurecht. Kein Problem, es wäre ja mehr ein Sympathiekauf gewesen. Um 5 Uhr 25 morgens war ich im Zollikerberg gestartet, um 21 Uhr war ich wieder daheim – um grandiose Eindrücke reicher.
(5 Stunden, 640 Meter aufwärts, 1310 Meter abwärts)PS: Morgen geht es um einen Abstecher auf dieser Wanderung zu einer grossartigen geologischen Formation.
 |
| Allein der Anblick kühlt ab: das Seelein auf der Fuorcla digl Leget. |
 |
| Steiler Abstieg von der Fuorcla. |
 |
| Es ist nicht mehr weit bis zu den flachen Böden der Alp Flix (Bildmitte). |
 |
| Romantisches Surses: Spätnachmittagslicht auf der Alp Flix. |