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Sonntag, 15. März 2026

Ihr armen Blumen

Gestern Mittag im Zürcher Weinland. Ich nehme an,
mittlerweile frieren die Blüemli im Schnee.
Gestern, das war der Tag des Absturzes, die Temperatur fiel Stunde um Stunde. Als wir am Vormittag in Ossingen ZH loszogen, wars einigermassen mild. Stunden später, als wir am Nachmittag von  Rheinau, ebenfalls ZH, heimfuhren, fühlte sich die Luft unangenehm eisig an. Und hatte es zuvor geregnet, begann es nun zu schneien. Nennen wirs einen Rückfall in den Winter, ich denke, der Frühling ist bloss für wenige Tage ausser Kraft gesetzt. Wenn mir gestern jemand leid tat, dann nicht unser Fünfergrüppli. Sondern die Blumen, die mittlerweile vermutlich im Schnee frieren. Morgen erzähle ich mehr von unserer Tour. Heute geht es übrigens an eine Metzgete im Appenzellerland. Ich glaube, ich werde kältehalber etwas Fettiges essen, so ein Widmer will ordentlich beheizt sein.

Samstag, 14. März 2026

Das Rätsel des Dreiecks

Oben links rot markiert das Steital. Unten rechts
St. Niklaus im Mattertal zwischen Stalden und Zermatt.
(Schweizmobil, Screenshot)
Eine dreieckige Trockensteinmauer von zwei Metern Höhe, die eine Fläche von nicht einmal 400 Quadratmetern fasste und recht gut erhalten ist. 14 leichte Unterstände fanden sich auf dem Areal, vermutlich waren es bloss Zelte; direkt an der Mauer platziert waren sie, so dass die Bewohner einigermassen gegen Wind und Wetter geschützt waren. 50 bis 70 Soldaten dürften sich an diesem Ort aufgehalten haben, ob sie das nur in einem bestimmten Jahr taten oder mehrere Jahre hintereinander, wissen die Fachleute vom Amt für kantonale Archäologie nicht oder noch nicht, diesen Sommer soll die Erkundung der Festung weitergehen, die letztes Jahr begann. Um römische Legionäre geht es, die in den Jahrzehnten vor Christi Geburt an diesem abgelegenen und unwirtlichen Ort im Kanton Wallis, im Steital, auf 2600 Metern, hoch über St. Niklaus, Dienst taten. Was genau sie im Auge hatten, was genau sie kontrollierten, was genau sie ermöglichen oder verhindern sollten, ist bisher unklar. Das Steital liegt in einem Felskessel unterhalb des Steitalhorns; das Archäologenteam musste jeweils mit dem Schlafsack und Proviant anrücken; in einem Tag hin und zurück und dazwischen noch messen und graben – das wäre nicht gegangen. Mal schauen, wie es weitergeht und was man herausfindet, das hier Dargelegte las ich vor einigen Tagen im "Walliser Boten",  hier ist der Artikel als PDF abrufbar.

Freitag, 13. März 2026

Ein Luxushotel für Siebenzach

Leider fand ich kein Foto von Schloss La Chassotte
und kein gutes von Givisiez. Hier daher einfach
das Gemeindewappen von Givisiez samt der
Zusatzinformation, dass dieses den – verblassten –
deutschen Namen "Siebenzach" trägt. (Wikicommons)
Im Kanton Freiburg gibt es derzeit kein 5-Sterne-Hotel. Das dürfte sich ändern. Vor kurzem las ich in der "Hotelrevue", dass die Gemeindeversammlungen von Givisiez und Granges-Paccot dem Verkauf von Schloss La Chassotte in Givisiez zugestimmt haben. Der Investor Antonio Carrisi will in dem Gebäude, das unter anderem ein Mädcheninternat beherbergte und seit 15 Jahren lehrsteht, ein Luxushotel bauen. Und dazu, damit das Ganze rentiert, 50 bis 60 Mietwohnungen. In drei Jahren soll die Anlage eröffnet werden.

Donnerstag, 12. März 2026

Wanderung mit Weidenkätzchen

Die Salweiden blühen.
Fünf Minuten nach dem Start: Der Solothurner Jura entblösst sein Inneres.
Frisch angelegte Ökoweiher bei Herbetswil.
Bauernbratwurst mit Spätzli und Fähnlideko. (Foto: Ronja)
Heimfahrt mit Bier.
Zuerst setzte ich die Beiz als Ziel fest. Und erst danach zeichnete ich eine Route zu ihr. Schon lange war nämlich auf meiner Wanderwunschliste die Bergwirtschaft Obere Wengi im Solothurner Jura gestanden, ich war viel im Gebiet unterwegs gewesen, aber nie dort eingekehrt. Nun, es lohnt sich, fanden wir Anfang Woche bei unserem Besuch heraus, ich und meine Begleiterin waren jedenfalls von der Bauernbratwurst begeistert. Und wir liebten die Aussicht an diesem Ort hoch über dem Tal der Dünnern, der auch ein Startpunkt für Gleitschirmler und Deltaflieger ist. Halt, das mit der Aussicht ist gelogen. Saharastaub hatte die Luft eingetrübt, wir sahen nicht wirklich weit. Ansonsten war alles gut, wir kamen an jähen Kalkfluhen vorbei, freuten uns über die Kätzchen der Salweiden, genossen später im ersten Teil des Abstiegs den steilen Waldpfad. Am Ende gabs im Coop in Matzendorf dann ein Solothurner Bier für die Heimfahrt. Es machte die Unternehmung rund.

Die Route: Herbetswil, Hinter Hammer – Grossrieden – Sebli – Obere Wengi – Lätt – Untere Bulten – Matzendorf. 4 h 10 min. 690 hm aufwärts, 750 hm abwärts.

Mittwoch, 11. März 2026

Ranger, aber ehrenamtlich

Wasserauen AI: Steht hier bald ein Ranger, eine Rangerin?
Ranger, Rangerin ist eigentlich ein Beruf, man wird in der Regel dafür bezahlt, in einem bestimmten, meist touristisch überlasteten Gebiet zu patrouillieren, zu informieren, zu sensibilisieren. Im Alpstein, dem Säntisgebirge, sollen nächstens Ranger und Rangerinnen ihre Arbeit aufnehmen, ehrenamtlich freilich, bloss die Ausrüstung bekommen sie gestellt, auch wird die Verpflegung offeriert. Der Verein der Berggasthäuser des Alpsteins hat Ende Februar laut der "Appenzeller Zeitung" beschlossen, vorerst an Wochenenden und Feiertagen Vermittlungspersonen zu lancieren und damit Probleme anzugehen respektive ihre Verursacher und Verursacherinnen anzusprechen, es geht um nervige Drohnen, wildes Zelten und Campieren, liegengelassenen Müll und so weiter und so fort. Rund 20 Freiwillige werden gesucht, ich bin gespannt, ob sie sich finden.

Dienstag, 10. März 2026

Obacht, Weiher!

Haltbergweiher voraus.
Das Warnschild von nahem.
Fährt man im Zürcher Oberland von der Wolfsgrueb, einem bekannten Ausgangspunkt für Wanderungen und Parkplatz, auf dem Strässchen talwärts Richtung Wald, so gibt es da relativ weit unten, kurz vor dem Dorf, eine Rechtskurve. Eine, die man – ich rede aus der Autoperspektive – nicht verpassen sollte. Weil man sonst womöglich im Haltbergweiher landet. Das wiederum würde den Amphibien gar nicht gefallen, die in dem kleinen Gewässer laichen bzw. sich tummeln. Am Samstag kam ich im Auto – als Beifahrer – vorbei und fotografierte das hübsche Warnschild.

Montag, 9. März 2026

Autofreuden

Ich habe kein Auto, habe ja auch keinen Führerschein. Umso mehr geniesse ich es, alle paar Monate mal mit jemandem auszufahren. Letzten Samstag durfte ich wieder einmal, mit Freundin B., die im Zürcher Oberland wohnt. Mit ihr gings von Wald das unheimlich steile, zum Teil auch unheimlich schmale Strässchen hinauf via die Wolfsgrueb zur Alp Scheidegg, 1200 Meter über Meer. Im Bergrestaurant war ich vor Jahren zum letzten Mal eingekehrt, damals als Wanderer. Wunderbar die Aussicht übers Zürcher Oberland, auf den Zürichsee, zum Alpenkranz. Nun ja, theoretisch, denn leider verdüsterte vorgestern Saharastaub die Luft, die Fernsicht war sehr eingeschränkt. Kein Problem hingegen der Blick auf die Menükarte und kurz darauf auf unsere Teller, ich hatte Schnitzel Pommes frites mit schön Gemüse dazu. Das mundete ausgezeichnet, die Begleiterin wiederum rühmte ihre Leberli. Natürlich schauten wir nach dem Zmittag draussen noch ein wenig den Hängegleitern zu, die von der Alp Scheidegg aus routinemässig starten. Danach genoss ich die Talfahrt ebenso wie zuvor die Bergfahrt.