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| Der steile Abstieg nach Wolfs Ort, im Schatten war alles feucht und rutschig. |
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| Kurz zuvor bei Wolfs Ort. |
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| Aufstieg nach Wolfs Ort. Der Berg hinten rechts, die Wandflue, gehört zur Gastlosen-Kette. |
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Hier kehrte ich am Anfang und am Ende ein: die Buvette bei der Sessellift-Bergstation auf dem Musersbergli. |
Die Geografie des Gastlosen-Massivs habe ich gestern erklärt und auch gleich die Route vorgelegt, die ich am Samstag dort machte. Heute möchte ich erzählen, wie sich die Unternehmung anfühlte und wie sie ablief. Nun, sie begann damit, dass ich auf dem Sessellift zum
Musersbergli hinauf fast erfror, erstaunlich, wie kalt die Morgen schon sind.
Oben ging ich als erstes in die Buvette und wärmte mich mit einem Kaffee wieder auf. Wie er die Tour machen würde, fragte ich den Wirt auch – im Gegenuhrzeigersinn oder im Uhrzeigersinn? Nun, er kenne sie nur im Gegenuhrzeigersinn, sagte er, so mache man sie im Allgemeinen. Aha.
Ich wählte dann doch den Uhrzeigersinn. Dies schlicht, um möglichst speditiv zum Osthang der Gastlosen zu kommen. In die Sonne. Bald schon erreichte ich das besonnte Chalet Grat, mir war wieder warm. Das nächste lange Stück via Oberberg zum Wolfs Ort, einem Pass, war wundervoll, zur Rechten hatte ich die Kalkspitzen meines Massivs, sah in allen anderen Richtungen massive Berge und hatte in der Nähe unter mir voralpines Weideland mit eingestreuten Wäldern.
Bei Wolfs Ort, auf 1915 Metern über Meer, änderte sich das Szenario auf einmal. Und ich begriff, warum man diese Strecke besser in der anderen Richtung bewandert. Kurz ging ich auf einem Grat, schon hier war Vorsicht angesagt. Und dann gings auf einmal steil, sehr steil runter. Geröll, gezackter Fels, Kies, Wurzeln im Mix, und das alles feucht vom Morgentau – unheimlich glitschig war dieses Stück, das mir lang vorkam, obwohl ich es nach 20 Minuten hinter mir hatte; froh war ich um die Ketten, die stellenweise angebracht waren.
Ab dem Chalet du Soldat, einem vielbesuchten Berghaus, war alles wieder lieb und harmlos, der weitere Weg hinab zum Ausgangspunkt beim Sessellift stellte mir keine Probleme mehr. Gut vier Stunden braucht man für den Pfad bei je 750 Metern auf- und abwärts, wer ihn machen will, merke sich dies: Zuerst der Westen und dann der Osten.
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| Voralpines Land, gezackter Horizont. Blick vom Osthang der Gastlosen-Kette nach Süden. |