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Donnerstag, 21. Mai 2026

Aller guten Dinge sind drei, oder?

Die neue Passerelle im Bahnhof SBB in Basel.
Noch einmal die neue Passerelle, fotografiert, während wir auf sie zugingen.
Wusste ich gar nicht, hörte ich kürzlich zum ersten Mal: Der Bahnhof SBB in Basel hat seit wenigen Monaten eine dritte Passerelle über die Geleise – eine westliche, die zum Beispiel den französischen Bahnhof direkt erschliesst. Gestern, als wir auf den Zug ins Laufental auf Perron 20 umstiegen, nahmen wir einen etwas längeren Weg in Kauf, um die neue Passerelle  zu erkunden. Doch, eine gute Sache, fanden wir. Wobei ich später las, dass das 60 Millionen Franken teure Bauwerk wenig genutzt wird, was damit zu tun haben mag, dass in ihm keine Läden eingerichtet wurden. Mal schauen, wies weitergeht, vielleicht braucht es bloss mehr Zeit, bis die Bahnhofsbenutzer und -benutzerinnen sich umgewöhnen.

Mittwoch, 20. Mai 2026

Ein Schauspielerinnenleben

Dreimal Marilyn Monroe in Zürich.
Hatte Marilyn Monroe, 1926–1962, die Kontrolle über ihre Karriere? Oder wurde sie gesteuert und manipuliert? Gerade eben besuchten wir zu fünft die Immersivshow "Becoming Marilyn Monroe" in der Maag-Lichthalle in Zürich; digitale Projektionen stehen im Zentrum und lassen das kurze Leben der Schauspielerin aufflackern – mit klarer Tendenz zur Lesart, dass die Monroe immer wieder verkannt wurde und durchaus fähig war durchzusetzen, was sie wollte. Jedenfalls gegen das Ende ihres Lebens. Obs stimmt? Ich habe beschlossen, mir eine Biografie zu beschaffen.

Dienstag, 19. Mai 2026

Widmer kocht

Ich weiss, ich bin kein Foodfotograf. Aber jedenfalls war das einfache Gericht, das ich mir am Samstagmittag kochte, so fein, dass ich es hier gern teile samt meiner Aufnahme, die darunter litt, dass ich subito essen wollte, nicht fotografieren. Auf dem Markt in Zollikon hatte ich eingekauft, Spargeln unter anderem. Zuhause legte ich die Spargeln in eine Gratinform mit etwas Olivenöl, träuftelte Ahornsirup darüber. Fügte Peperoni bei. Gab das Ganze in den Ofen und legte nach einer halben Stunde noch Halloumi obendrauf, den ich zuvor mit Piri-Piri-Sauce und Zitronen mariniert hatte. Das Ganze schmeckte göttlich, ein Glas Weissen gönnte ich mir natürlich auch. Gut, ist die Spargelsaison noch nicht zu Ende, ich will das oder etwas Ähnliches noch einmal machen.

Montag, 18. Mai 2026

Einwandern

Die ersten Meter.
Am Samstag ging ich meine neuen Bergschuhe einwandern. Anderthalb Stunden brauchte ich für die Strecke von mir zuhause im Zollikerberg durch den Wald hinab nach Zollikon. Dort fand ich, dass die Schuhe – Lowa – schon weniger steif waren als beim ersten Anziehen. Eine gute Sache. Ich belohnte mich mit einem Kafi und zwei Gipfeli und fuhr dann wieder heim. Ah ja, dies noch: Am Märit auf dem Zolliker Dorfplatz kaufte ich auch ein und kochte dann zuhause. Was, erzähle ich morgen.
Im Waldstück "Im chüelen Grund" entdeckte ich 
am Düggelbach diese schöne Grillstelle

Sonntag, 17. Mai 2026

Das Stanserhorn rüstet auf

So sieht das Stanserhorn derzeit noch aus. 
(Foto: Stanserhorn-Bahn, Mediendienst)
Es läuft so einiges in den hiesigen Bergen. Das Schilthorn hat eben eine effizientere Seilbahn-Linienführung plus neue Stationsgebäude verpasst bekommen. Auf dem Säntis wird die Seilbahn völlig neu gebaut, derzeit ist der Betrieb deshalb unterbrochen. Auf dem Titlis arbeitet man an einem spektakulären Gipfelgebäude. Kürzlich wurde bekannt, dass auch auf dem Stanserhorn ein neues, dreistöckiges Gipfelgebäude entstehen soll mit Restaurants, einem Shop, Seminarräumen und grosszügigen Terrassen. 2030 soll das 34-Millionen-Projekt "Stanserhorn++" umgesetzt sein.

Samstag, 16. Mai 2026

Bin ich ein Kunstwerk?

Ist es nicht schön? Das Aargauer Kunsthaus.
Ich, gespiegelt in Kunst. Bin ich somit
selber ein Kunstwerk?
Dass ich den "Schweizer Museumspass" besitze, eine Art GA für die hiesigen Museen, motiviert mich immer wieder zu Ausflügen. Ins Aargauer Kunsthaus in Aarau gehe ich gern zwei, drei Mal im Jahr. Am Auffahrtstag war mir wieder mal nach einer Visite. Und wie immer machte ich mir keinen Stress daraus, die Langsamkeit des Schauens zu zelebrieren; ich bin eher der Typ, der – in welchem Museum auch immer – speditiv durch die Säle zieht, seiner Neugierde folgt und im Zweifelsfall nicht verharrt. Diesmal lernte ich zwei neue Namen kennen, Barbara Müller und Mario Sala, und ... ich merke grad, dass ich nicht wirklich erklären kann, was mich an ihren Werken faszinierte. Aber jedenfalls blieb ich stehen. Und reiste später zufrieden heim.

Freitag, 15. Mai 2026

Der See trug türkis

Zwischen Gäsi und Mühlehorn, gut, gibts ein Geländer.
Währschafte Ware in Mühlehorn. (Foto:Ronja)
Am Mittwoch wanderten wir am Südufer des Walensees: Start in Weesen, über den Linthkanal, zum Campingplatz Gäsi, nach Mühlehorn. Bloss eine knapp zweieinhalbstündige Unternehmung wars – aber was für eine schöne und interessante. Der See trug türkis, am Himmel trieben schmucke Wölklein, die Felswände unter dem Kerenzerberg bildeten die dramatische Kulisse. Beim Campingplatz Gäsi tranken wir einen Kafi, passierten im Folgenden das See-Wasserstandsdenkmal von 1863, wurden bald darauf durch einen rekonstruierten Steg an den historischen Heerenweg erinnert, so benannt nach dem Glarner Ratsherr Fridolin Heer, der 1603 eine Strasse durch die unwegsame Steilflanke bauen liess – heute ist sie nur noch erahnbar. Am Ende, in Mühlehorn, wartete ein kulinarisches Freudeli. Wir fanden die Dorfbeiz Mühle offen vor und kamen zu feinen Hacktätschli mit Kartoffelstock. Doch, das war eine gute Ersatzwanderung; zuvor hatten wir, siehe Eintrag von gestern, am gegenüberliegenden Ufer umkehren müssen wegen der Sperrung des Weges von Weesen nach Quinten.
Das Denkmal mit den Pegelständen des Walensees aus dem 19. Jahrhundert.

 
Schutznetze gegen Steinschlag. Und ein rekonstruiertes Stück Holzsteg des Heerenwegs.

Weite: Bei Gäsi ist das Ufer des Walensees herrlich unverbaut.