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Freitag, 15. Mai 2026

Der See trug türkis

Zwischen Gäsi und Mühlehorn, gut, gibts ein Geländer.
Währschafte Ware in Mühlehorn. (Foto:Ronja)
Am Mittwoch wanderten wir am Südufer des Walensees: Start in Weesen, über den Linthkanal, zum Campingplatz Gäsi, nach Mühlehorn. Bloss eine knapp zweieinhalbstündige Unternehmung wars – aber was für eine schöne und interessante. Der See trug türkis, am Himmel trieben schmucke Wölklein, die Felswände unter dem Kerenzerberg bildeten die dramatische Kulisse. Beim Campingplatz Gäsi tranken wir einen Kafi, passierten im Folgenden das See-Wasserstandsdenkmal von 1863, wurden bald darauf durch einen rekonstruierten Steg an den historischen Heerenweg erinnert, so benannt nach dem Glarner Ratsherr Fridolin Heer, der 1603 eine Strasse durch die unwegsame Steilflanke bauen liess – heute ist sie nur noch erahnbar. Am Ende, in Mühlehorn, wartete ein kulinarisches Freudeli. Wir fanden die Dorfbeiz Mühle offen vor und kamen zu feinen Hacktätschli mit Kartoffelstock. Doch, das war eine gute Ersatzwanderung; zuvor hatten wir, siehe Eintrag von gestern, am gegenüberliegenden Ufer umkehren müssen wegen der Sperrung des Weges von Weesen nach Quinten.
Das Denkmal mit den Pegelständen des Walensees aus dem 19. Jahrhundert.

 
Schutznetze gegen Steinschlag. Und ein rekonstruiertes Stück Holzsteg des Heerenwegs.

Weite: Bei Gäsi ist das Ufer des Walensees herrlich unverbaut.

Donnerstag, 14. Mai 2026

Weg gesperrt? Ah ja?

Gestern in Weesen SG.  
Gestern wollten wir von Weesen nach Quinten wandern, dort Zmittag essen und dann eventuell weiterziehen nach Walenstadtberg. Nun, wir waren gegen halb zehn Uhr schon gut 20 Minuten unterwegs, als uns auf der Betlisstrasse zwei Leute entgegenkamen. Die erzählten, die Strasse sei weiter vorn gesperrt, man könne nicht durch, ein Felssturz oder so. Tatsächlich fand ich im Internet einen Artikel auf einer regionalen News-Plattform, dort stand, dass in der Vorwoche Steinschlag einen Teil der Schutznetze an der Betlisstrasse beschädigt hatte. Und dass diese repariert werden müssten, dies am 12. Mai und – unser Wandertag – am 13. Mai. Die Betlisstrasse sei deswegen gesperrt. Wäre nett gewesen, wenn eine Tafel in Weesen das angekündigt hätte oder wenn es auf Schweizmobil eingezeichnet gewesen wäre. Ich annullierte die Reservation im Restaurant in Quinten, wir wanderten stattdessen auf der anderen Seite des Walensees. War auch wunderbar.

Mittwoch, 13. Mai 2026

Bei Anruf Service!

Es gibt doch diesen Hitchcock-Thriller "Bei Anruf Mord". Im Film von 1954, der auf Englisch einen ganz anderen Titel hat, will ein Mann seine Frau umbringen. Die Sache geht allerdings schief. Gerade eben stiess ich auf unserer Wanderung von Rafz nach Andelfingen im deutschen Grenzdorf Nack auf eine Werbetafel, die mir die alptraumhafte Geschichte wieder in Erinnerung rief. Siehe Foto.


Dienstag, 12. Mai 2026

Wars der letzte Schmaus?

Spargel (mit Kalbsschnitzel) im "Sternen" in Flaach ZH.
Gut möglich, dass es unser letztes Spargelmahl im "Sternen" zu Flaach war, einem weitum geschätzten und bekannten Lokal. Seit einigen Jahren funktioniert es – bestens – im Pop-up-Modus, öffnet zu bestimmten Zeiten und saisonalen Ereignissen im Jahr. Doch nun will das Wirtepaar Rüegg, las ich kürzlich, mangels Nachfolger das Restaurant verkaufen, es ist für 3,85 Millionen Franken auf einem Immobilienportal ausgeschrieben. Ein zu hoher Preis? Man bedenke, dass zur Liegenschaft ein Mehrfamilienhaus und das ehemalige Kegelbahngebäude gehören. Sowie der wundervolle grosse Garten, in dem wir am Samstag spiesen.

Montag, 11. Mai 2026

Hurra, der Klatschmohn ist da

Der Himmel über Nack (D).
Die Fährifrau führte uns bei Ellikon über den Rhein.
Ein Bier im "Rhygarte" gleich bei
der Fähre-Anlegestelle in Ellikon.
Wetter gut, alles gut. Am Samstag wanderten wir vom Bahnhof Rafz via Geshalden, Buechhalden, Nack hinab zum Rhein, setzten mit der Fähre über nach Ellikon, gingen durch die Thurauen, überquerten die Thur und kamen nach Flaach – Spargelzmittag im "Sternen", natürlich draussen im Garten, wunderbar. Wir waren danach aber noch nicht fertig mit der Landschaft. Zogen vielmehr ins Nachbardorf Volken und wanderten über die Egg nach Andelfingen. Knapp fünf Stunden (Gehzeit) hatte die Unternehmung gedauert bei 340 Höhenmetern aufwärts und 350 Höhenmetern abwärts, sie wird mir als die vielleicht schönste des bisherigen Jahres 2025 in Erinnerung bleiben. Nicht nur die perfekte Temperatur machte es aus, sondern auch die Gegenden, die wir durchstreiften, zuerst das Rafzerfeld, dann das deutsche Dorf Nack im ganz von der Schweiz umschlossenen Jestetter Zipfel, schliesslich das Zürcher Weinland. Kurz gesagt, waren wir in einem grossen Garten unterwegs, in dem alles blühte von Raps bis Flieder.
Der Beobachtungsturm in den Thurauen auf der Flaacher Seite der Thur von 2025.

Hurra, der Klatschmohn ist da.

Sonntag, 10. Mai 2026

Hochbehälter?

Blick vom Hochbehälter auf die Weinberge von Nack.

Womöglich finden die Deutschen unser Wort Reservoir für einen – meist erhöht – im Gelände platzierten Tank, in dem Wasser gelagert wird, affektiert. Manieriert. Im Gegenzug erlaube ich mir, ihr Wort Hochbehälter seltsam zu finden. Für mich ist ein Behälter etwas Kleines, kein Zweckbau im Häuschenformat. Sei dem, wie dem sei – gestern lernte ich den Ausdruck in Nack kennen, einem deutschen Dorf unweit von Rafz ZH. Sehr schön der Weitblick vom Hochbehälter übrigens, an dem wir vorbeiwanderten. Man sieht den Alpenkranz. Ein Beweisfoto kann ich hier nicht vorlegen, mein Smartphone war mit der Distanz zu den Bergen und mit der dunstigen Luft überfordert.

Samstag, 9. Mai 2026

Die Lismireise

Eine Flussfahrt mit viel Lismen und Häkeln: auch diese Art Reise gibt es. Ich sah das Inserat am Donnerstag in der "Schweizer Familie".