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Widmer Wandert Weiter
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Sonntag, 8. November 2026
Hans Erni und Hans Erni
Hans Erni? Was hatte der Luzerner Maler und Bildhauer, der 2015 höchstbetagt mit 106 Jahren starb, mit Trin zu tun? Hatte er dort ein Ferienhaus oder ein Atelier? Das fragten wir uns am Mittwoch, als wir auf dem Weg von Flims hinab nach Reichenau in Trin das Schild "Via Hans Erni" erblickten. Nun, es handelt sich um einen Namensvetter des erwähnten Künstlers. Hans Erni, 1867 in Trin geboren, war Bauer, Lehrer, Schriftsteller, Komponist und Dirigent. Weil der Dorfchor auf praktisch keine rätoromanischen Lieder zurückgreifen konnte, wurde Erni selber aktiv und publizierte eine Liedersammlung, "La Rosetta". Auch als Redaktor arbeitete er. Zudem engagierte er sich in der Politik, tat im Bündner Grossen Rat mit und und amtierte als Gemeindepräsident. Seine eigene Via hat sich dieser etwas weniger bekannte Hans Erni nun wirklich verdient.
Samstag, 7. November 2026
Blöde Franzosen
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| Der Crestasee ist auch ein Spiegel. |
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| Blick zurück von Trin zum mächtigen Flimserstein. |
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| Die Burgruine Canaschal in Trin. |
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| Grossformatige Wandkunst beim Schulhaus von Trin. |
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| Fünf Minuten vor Wanderschluss passierten wir die Rheinbrücke bei Reichenau. |
Freitag, 6. November 2026
Dank an die schmerzhafte Mutter
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| Hier assen wir: Das Restaurant (und Hotel) Vogelsang etwas oberhalb von Eich. |
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| Wanderkollege mit Kapuze, die Bise blies grad bös. |
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| Die Kapelle von Gormund am höchsten Punkt unserer Route. Sie ist ein beliebtes Wallfahrtsziel. |
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| Dienstleistung in der Kapelle. |
PS: Nachtrag zu gestern. Es ging darum, wie man im Gastgewerbe einen Herbsteller auch nennt. Hier, was mir zuging jeweils unter Nennung eines bestimmten Restaurants.
Leserin Marianne: Vergebene Jagd
Leserin Monika: Wild ohne Wild
Reto: Erfolgloser Jägerteller
Meinrad: Schuss ohne Treffer
Donnerstag, 5. November 2026
Antijägerteller
Im Restaurant Vogelsang in Eich LU bekam Freund Markus eben diesen prächtigen Teller mit allen Wildbeilagen, aber ohne Wild serviert. Auf der Karte heisst er "Vegetarischer Herbstteller", was sich als Bezeichnung mehr oder minder eingebürgert hat, wobei das "vegetarisch" bisweilen auch weggelassen wird. Auch schon las ich "Wildteller ohne Wild". Und einmal amüsierte mich in einem Zürcher Oberländer Lokal die witzige Kreation "Antijägerteller". Was mich zur Frage führt: Kennt jemand ein anderes Wort für den Herbstteller, der Jahr für Jahr beliebter zu werden scheint? Wenn ja, freue ich mich über eine Zuschrift auf widmerwandertweiter@yahoo.de.
Mittwoch, 4. November 2026
Der Kastanienhype
| Süsses im Sinn: die Schlange am Eingang zur "Vermicelleria". |
| Hier isst man, was man … |
| … in der Vitrine sieht und bestellt. Die Vermicelles kann man mit allerlei Zutaten kombinieren. |
| Mein Schälchen ist viel zu vollgepfropft. Anrichten ist auch eine Kunst. |
Dienstag, 3. November 2026
Eine Luzerner Tour
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| Mauernische mit Halskette: der historische Pranger am Rathaus von Sursee. |
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| Die Preise machen klar: Alt ist das Schild. |
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| Blick von der Treppe der katholischen Pfarrkirche auf Sursees zentrale Altstadtgasse. |
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| Der Riedgürtel am Sempachersee. |
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| Eglifilets an Proseccosauce in Oberkirch. |
Montag, 2. November 2026
Das Filmhaus
Das hätte ich gern erlebt: Im "Studio 4", wie das Kino an der Zürcher Nüschelerstrasse hiess, gab es in den Anfängen scheinbar keine Leinwand. Alle Wände im Saal waren bedeckt mit schwarzem Samt. Startete der Film, begannen jene Prismen, aus denen die Wand vorne bestand, sich zu drehen und sich neu zusammenzusetzen zu einer Leinwand. 1949 war das "Studio 4" zeitgleich mit dem ganzen Bau eröffnet worden. Die Fassade fügte sich in die Umgebung ein, rundherum standen Geschäftshäuser, nüchterne Moderne. Innen aber hatte der Bauhaus-Künstler Roman Clemens eigenwillig gewirkt, der Grundriss ist asymmetrisch, die Linien fliessen. 1983 ging das "Studio 4" in städtische Hand über und ist heute bekannt als "Filmpodium". Nicht gerade knallig, dieser Folgename. Aber das Programm ist gut, weil eigenwillig, zu sehen sind zum Beispiel grossartige Retrospektiven. Am Wochenende war ich im "Filmpodium". War angetan von Richard Linklaters Animationsfilm "Apollo 10 1/2", der ins Jahr der Mondlandung zurückblendet. Und genoss das einmalige Ambiente dieses kommunalen Kinos, das längst unter Heimatschutz steht.
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