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Montag, 11. Mai 2026

Hurra, der Klatschmohn ist da

Der Himmel über Nack (D).
Die Fährifrau führte uns bei Ellikon über den Rhein.
Ein Bier im "Rhygarte" gleich bei
der Fähre-Anlegestelle in Ellikon.
Wetter gut, alles gut. Am Samstag wanderten wir vom Bahnhof Rafz via Geshalden, Buechhalden, Nack hinab zum Rhein, setzten mit der Fähre über nach Ellikon, gingen durch die Thurauen, überquerten die Thur und kamen nach Flaach – Spargelzmittag im "Sternen", natürlich draussen im Garten, wunderbar. Wir waren danach aber noch nicht fertig mit der Landschaft. Zogen vielmehr ins Nachbardorf Volken und wanderten über die Egg nach Andelfingen. Knapp fünf Stunden (Gehzeit) hatte die Unternehmung gedauert bei 340 Höhenmetern aufwärts und 350 Höhenmetern abwärts, sie wird mir als die vielleicht schönste des bisherigen Jahres 2025 in Erinnerung bleiben. Nicht nur die perfekte Temperatur machte es aus, sondern auch die Gegenden, die wir durchstreiften, zuerst das Rafzerfeld, dann das deutsche Dorf Nack im ganz von der Schweiz umschlossenen Jestetter Zipfel, schliesslich das Zürcher Weinland. Kurz gesagt, waren wir in einem grossen Garten unterwegs, in dem alles blühte von Raps bis Flieder.
Der Beobachtungsturm in den Thurauen auf der Flaacher Seite der Thur von 2025.

Hurra, der Klatschmohn ist da.

Sonntag, 10. Mai 2026

Hochbehälter?

Blick vom Hochbehälter auf die Weinberge von Nack.

Womöglich finden die Deutschen unser Wort Reservoir für einen – meist erhöht – im Gelände platzierten Tank, in dem Wasser gelagert wird, affektiert. Manieriert. Im Gegenzug erlaube ich mir, ihr Wort Hochbehälter seltsam zu finden. Für mich ist ein Behälter etwas Kleines, kein Zweckbau im Häuschenformat. Sei dem, wie dem sei – gestern lernte ich den Ausdruck in Nack kennen, einem deutschen Dorf unweit von Rafz ZH. Sehr schön der Weitblick vom Hochbehälter übrigens, an dem wir vorbeiwanderten. Man sieht den Alpenkranz. Ein Beweisfoto kann ich hier nicht vorlegen, mein Smartphone war mit der Distanz zu den Bergen und mit der dunstigen Luft überfordert.

Samstag, 9. Mai 2026

Die Lismireise

Eine Flussfahrt mit viel Lismen und Häkeln: auch diese Art Reise gibt es. Ich sah das Inserat am Donnerstag in der "Schweizer Familie".

Freitag, 8. Mai 2026

Ab nach Amerika

Stille Ecke: das Rumstal bei Pfungen. Schön, dass es noch nicht regnete.
Im "Stars and Stripes".
Pfungen und Brütten liegen beide in der Nähe von Winterthur und sind beide Agglodörfer. Erstaunlich, wie ruhig und vergleichsweise idyllisch das Land zwischen ihnen ist. Am Mittwoch bewanderte ich es mit Freund A., wir fanden beide: doch, eine erholsame Gegend. Schön, dass der Regen erst kam, als wir etwas ausserhalb von Brütten am Mittag unsere Hamburger vertilgten in einem Restaurant, das aussen als Fachwerkbau daherkommt, innen aber auf USA getrimmt ist. Das "Stars and Stripes" gefiel uns gut - für Donald Trump kann es ja wirklich nichts.

Pfungen, Bahnhof - Multberg - Rumstal - Furt - Aspenriet - Horntobel - Jungholz - Steighof (Restaurant Stars and Stripes) - Brütten, Harossen (Bus). 3 h 10 min, 420 Hm aufwärts, 255 Hm abwärts.

Mein Burger mit Chicken.
Unser Restaurant bei Steighof, etwas ausserhalb von Brütten.

Donnerstag, 7. Mai 2026

Berner Unterland? Wo ist das?

Im "Bären" zu Langenthal ass ich schon sehr gut.
Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Langenthal leistet sich einen Stadtchronisten, er soll die örtliche Geschichte hüten und vermitteln. Eben las ich von Stadtchronist Daniel Gaberell ein historisches Aperçu, das ich hier gern reportiere. Nämlich: Langenthal ist bekanntlich das Zentrum des Oberaargaus, der entgegen seinem Namen zum Kanton Bern gehört. 1942 gelangte der Langenthaler Gemeinderat tatsächlich an den Berner Regierungsrat und schlug vor, den Oberaargau in Berner Unterland umzubenennen. Dies, weil es immer wieder zu Missverständnissen komme. Nun, der Regierungsrat verwies darauf, dass die Bezeichnung Oberaargau uralt und schon 861, in der alemannisch-fränkischen Epoche, dokumentiert ist. Das Ansinnen wurde zurückgewiesen. Und daher heissen die Leute der Region auch heute Oberaargauer und Oberaargauerinnen. Ein Berner Unterland gibt es nach wie vor nicht.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Riggenbachs Leistungen

Wer hat das Zahnrad erfunden? Wir Schweizer. Wer genau? Nicolaus Riggenbach, Ingenieur. Wobei wir das mit der Schweiz gleich wieder relativieren müssen: Riggenbach, Jahrgang 1817, wurde im Elsass geboren. Er verlagerte sich aber in unser Land, wurde Chef der Centralbahnwerkstätten Olten und Oltner Ehrenbürger, ist auch in Olten begraben. An vier seiner Leistungen sei erinnert:

  • Riggenbach konstruierte Eisenbahnbrücken und Dampfloks in jener Zeit, als das Eisenbahnwesen auch in unserem Land erblühte.
  • Riggenbach erfand das Zahnrad mit, seine Version trug den Namen "System Riggenbach".
  • Riggenbach war massgeblich beteiligt an der Lancierung der Vitznau-Rigi-Bahn, die 1871 losfuhr.
  • Riggenbach war Mitglied im "Säli-Club", der den Bau des Säli-Schlösslis auf einer Bergkuppe hoch über Olten in die Wege leitete. 1870 wurde es erstellt. Im Schlössli-Restaurant steht denn  auch die hier abgebildete Büste (Foto: Ronja), die wir unlängst bei der Einkehr erblickten.

Dienstag, 5. Mai 2026

Bratwurstrecherche

Samstags um 17 Uhr auf dem Sälischlössli.
Für die "Schweizer Familie" schreibe ich nächstens einen – eher bescheiden dimensionierten – Artikel über das, was man in und um Olten so unternehmen und erleben kann. Daher die Führung durch die Festung Aarburg, an der ich am Samstag teilnahm, von ihr habe ich ja gestern erzählt. Anschliessend stieg ich mit meiner Begleiterin auf zum Sälischlössli, es muss natürlich zwingend in den Bericht, in Olten hat man es permanent vor Augen. Diesmal assen wir anders als bei der Visite vor wenigen Wochen auch, sodass ich im Artikel faktengestützt sagen kann: Die bereiten dort oben im Schlössli eine hervorragende Angusbratwurst zu. Bio ist sie auch.