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| Sieht er nicht aus wie von Menschenhand skulptiert? Blick vom Titlis zum sitzenden Buddha. |
Kennen alle die Geschichte von
Donghua Li und dem Buddha auf dem Titlis? Nun, wir hatten keine Ahnung von ihr, als wir kürzlich auf dem Aussichtsberg weilten und das Panorama genossen. Uns fiel dabei ziemlich in der Nähe ein Zacken auf, der uns an einen sitzenden Buddha erinnerte. Die junge Serviererin im Bergrestaurant sagte uns, ja, das
sei der Buddha, er sei recht bekannt, seinetwegen würden immer wieder Leute anreisen. Zuhause
googelte ich und fand dies heraus: Im Januar 1996 besuchte der schweizerisch-chinesische Kunstturner Donghua Li den Titlis. Und auch er sah die natürliche Felsformation, die, wie er später erzählte, von goldenen Sonnenstrahlen erleuchtet war; das sei der Buddha, verkündete er. Und wünschte sich in diesem Moment ganz heftig eine Olympiamedaille in den anstehenden Sommerspielen von Atlanta. Diese holte Donghua Li dann tatsächlich, am Pauschenpferd – Gold. Später wurde auf der Aussichtsterrasse des Titlis ein Schild angebracht, das an die Begebenheit erinnert. Wir sahen es freilich nicht, was heisst, dass wir es übersahen. Oder war es wegen der laufenden Bauarbeiten auf dem Gipfel abmontiert worden? Etwas anderes plagt mich viel mehr: Mir kam im Angesichte Buddhas nicht in den Sinn, dass ich mir auch etwas wünschen könnte.