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Donnerstag, 30. Januar 2025

Das letzte Drittel beginnt

So mochte ich den Winter: San Bernardino, Mitte Januar.
Der kalendarische oder auch meteorologische Winter 2024/2025 umfasst die Monate Dezember (31 Tage), Januar (31 Tage) und Februar (28 Tage). Das sind zusammen 90 Tage. Heute haben wir den 30. Januar, starten somit in das letzte Drittel. Ist das nicht eine gute Nachricht für alle, die den Winter nicht mögen? Was mich angeht: Also hier im Flachland bin ich auch kein Fan.

Samstag, 19. Februar 2022

199 000 000 Stunden

Wanderinnen und Wanderer in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich.
(Eugène Trutat / Wikicommons)

Rund 199 Millionen Stunden ist die Schweizer Bevölkerung im Jahr 2020 gewandert, 37 Millionen Stunden mehr als im Jahr 2014. Der Anteil der Wanderer und Wanderinnen an der Gesamtbevölkerung nahm im selben Zeitraum um 12,6 Prozent zu auf 56,9 Prozent. Das las ich gestern im "Tagi", der sich auf die Studie "Sport Schweiz 2020" stützt. Schaut man die drei Lieblings-Sportarten der hiesigen Bevölkerung an, ergibt sich folgende Rangliste:

  • Wandern ist am beliebtesten mit, wie bereits gesagt, 56,9 Prozent.
  • Auf Platz zwei folgt das Velofahren. 42 Prozent der Leute radeln regelmässig.
  • Platz drei belegt das Schwimmen mit 34,9 Prozent.

Freitag, 1. Januar 2021

Auf ein gutes 11111100101!


Das neue Jahr ist angebrochen. Ich wünsche allen ... nun, das Übliche, gute Gesundheit und so weiter. Und als spezielle Beigabe: Neugierde. Gibt es etwas Besseres, als auf unbekannte Dinge zu treffen, sie zu erwägen und zu ergründen, sie zu begreifen? 

Die Bahnhofsuhr von St. Gallen wurde 2018 installiert, nach wie vor verblüfft und verstört sie viele Reisende. Mittlerweile weiss ich, wie man auf ihr die Zeit abliest. Auf meinem Foto von letzter Woche zeigt sie gerade 11 Uhr 39 Minuten 38 Sekunden an. Die Uhr funktioniert im dualen Zahlensystem. Anders gesagt: Sie arbeitet mit binären Zahlen. Dieses System, das Computer verwenden, hat nur zwei Ziffern, 0 und 1. Im Alltag brauchen wir das dezimale System mit zehn Ziffern von 0 bis 9. 

Die obere Reihe der Uhr (Kreise) zeigt die Stunden, die mittlere Reihe (Kreuze) die Minuten, die untere Reihe (Quadrate) die Sekunden. Die aktivierten, also blau beleuchteten Stellen entsprechen der binären 1, die nichtaktivierten der binären 0.

Die Abkürzung zuerst: Wer sich nicht mit den binären Zahlen befassen will, auf die ich gleich kommen werde, wendet einen Trick an. Die erste senkrechte Kolonne von links entspricht der 32 in unserem Dezimalsystem. Die zweite Kolonne von links der 16. Die dritte Kolonne von links der 8. Die vierte Kolonne von links der 4. Die fünfte Kolonne von links der 2. Und die sechste Kolonne von links der 1.

Nehmen wir als Beispiel die oberste Reihe, die Stundenangabe: Da sind von links die dritte, fünfte und sechste Kolonne aktiviert. 8 + 2 + 1 = 11. Es ist 11 Uhr.

Gehen wir jetzt zur binären Lesart. Wie gesagt, gibt es im binären System bloss zwei Ziffern, 0 und 1.
Unsere 1 binär: 1
Unsere 2 binär: 10
Unsere 3 binär: 11
Unsere 4 binär: 100
Unsere 5 binär: 101
Unsere 6 binär: 110 
Unsere 7 binär: 111
Unsere 8 binär: 1000
Unsere 9  binär: 1001
Unsere 10 binär: 1010
Unsere 11 binär: 1011
Und so weiter und so fort.
Als Hilfsmittel hier der Link zu einer Liste der binären Zahlen von 0 bis 10 000 und den entsprechenden dezimalen Zahlen. Sowie ein Link zu einem Umrechner.

Lesen wir die Uhr jetzt binär.
Oberste Reihe, die Stundenangabe: Da sehen wir von links nach rechts 001011. Also 1011, denn eine binäre Zahl beginnt stets mit einer 1, die beiden Nullen zur Linken zählen nicht (im dezimalen System ist beispielsweise 0654 ebenfalls gleichviel wie 654). Binär 1011 entspricht der 11 im dezimalen System. Wir haben 11 Uhr.
Zweite Reihe, die Minutenangabe. Da sehen wir 100111. Das entspricht der dezimalen 39. Wir haben 39 Minuten.
Dritte Reihe, die Sekundenangabe. Da sehen wir 100110. Das entspricht der dezimalen 38. Wir haben 38 Sekunden.

Verrückt, originell, erfrischend, diese Uhr. Auf die Neugierde als belebendes Prinzip! Und auf ein gutes 11111100101!

Samstag, 9. Mai 2020

Das Heferätsel und seine Lösung

42 Gramm Hefe vom Migi.
Gestern buk ich wieder ein Brot. Mit Frischhefe. Die Würfel, die es im Laden gibt, sind stets auf 42 Gramm genormt. Warum 42 Gramm? Freund Google wusste Bescheid. Er vermittelte mir einen Artikel in der "Brigitte", der die Zahl erklärt. Früher konnte man Hefe nur beim Bäcker kaufen. Er lagerte sie in 500-Gramm-Blöcken und zerteilte für Kleinkunden einen solchen Block in 12 Stücke. Jedes Stück wog 41,66 Gramm. Gerundet sind es 42 Gramm. Voilà!

Mittwoch, 25. März 2020

Vielnamiges Gewässer

Gestern bekam ich ein Mail von Herrn Bernoulli, mir bisher nicht bekannt. Er hatte meinen Eintrag des Tages gelesen, in dem es darin ging, dass auf der Karte von Schweiz-Mobil der Düggelbach auch Salsterbach heisst und umgekehrt. Herr Bernoulli fügte seinem Mail einen Aufsatz aus dem "Küsnachter Jahrheft" von 1981 bei, in dem die Gewässernamen von Küsnacht abgehandelt sind. Der Düggelbach oder auch Tüggelbach, der auf einem langen Abschnitt die Grenze zwischen Zollikon und Küsnacht bildet, hat demnach weitere Namen: Tobelbach, weil er im Unterlauf ein Tobel bildet. Guggerbach, weil er bei der Häusergruppe Gugger in den Zürichsee mündet. Büelbach, weil in der Nähe ein "Büel" liegt. Auch "Zollikerbach" ist belegt. Bloss vom Zweitnamen Salsterbach ist in dem Aufsatz nicht die Rede, obwohl just er in der Schweizmobil-Karte auftaucht, die vielen anderen Namen aber nicht. Letztes ist erklärbar. Mit der Entstehung unseres Bundesstaates 1848 erblühte die moderne Kartografie und mit ihr das Bedürfnis nach singulären Ortsbezeichnungen. Vereinheitlichen, das war die Losung. Standardisieren. Wenn man jedes Nämeli Fleck für Fleck auf der Landeskarte drucken würde - sie würde ganz schön unübersichtlich.


P.S. Bald wird der Klickzähler dieses Blogs auf die magische Zahl von drei Millionen springen. Vielen Dank an alle, die mich lesen, mich begleiten, mich informieren, mich erfreuen.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Die Stadt Wald

Wald im 18. Jahrhundert. (Wikicommons)
Die NZZ wertete gestern verdienstvollerweise die neusten Zahlen des Statistischen Amtes des Kantons Zürich zur Entwicklung der Wohnbevölkerung aus. Hier fünf Punkte:
  • Der Kanton Zürich wächst stark, kennt man ja. 1 534 600 Einwohnerinnen und Einwohner hat er neu. 1850 machten die Zürcher gut einen Zehntel der Bevölkerung der Schweiz aus. Heute mehr als einen Sechstel. Die Schweiz wird immer mehr zu Zürich.
  • Besonders stark steigen im Kanton die Einwohnerzahlen im Knonauer Amt, im Unterland und in der Stadt Zürich.
  • Wald im Zürcher Oberland hat jetzt mehr als 10 000 Einwohner und ist eine Stadt; der Kanton hat somit neu 32 Städte.
  • Der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung im Kanton Zürich beträgt 26,9 Prozent.
  • 27,1 Prozent der Leute im Kanton Bevölkerung sind reformiert, 24,8 katholisch. Beide grossen Konfessionen haben wieder massiv verloren.

Samstag, 21. Dezember 2019

Wanderweihnacht

Wanderwidmer kämpft mit einem bösen Berner Sennenhund?
Aber nein! Das ist Herkules (Herakles), der den Nemeischen
Löwen tötet. Er hat 
damit die erste von 12 Aufgaben erledigt.
(Römisches Mosaik aus dem antiken Spanien.
Foto: Luis Garcia/ Wikicommons)
Es gibt die zwölf Tierkreiszeichen. Die zwölf Apostel Jesu. Die zwölf Aufgaben des Herkules bzw. Herakles. Die zwölf Monate des Jahres. Die zwölf Stämme Israels. Und es gibt (mich inklusive) die zwölf Leute, die heute am Weihnachtsessen meines Grüppleins dabei sind. Wir werden aus dem Zürcher Unterland in den rhein-nahen Aargau ziehen und dort gediegen tafeln. Ich bin schon sehr vorfreudig, um die Mittagszeit gehts los.