 |
| Tragen sie bald GPS-Halsbänder? Kühe in Urnäsch. |
Interessant, was ich gestern in der NZZ
las. Es geht um virtuelle Weidezäune. Die lernte der Berner Oberländer SVP-Nationalrat Ernst Wandfluh kennen, als er letzten Sommer Besuch von einem Farmer aus Neuseeland bekam. Dieser konnte über Tausende von Kilometern seine Kühe zur Rückkehr in den Stall bringen. Und zwar mit einer Smartphone-App. Die Kühe des Bauern in Neuseeland tragen alle ein GPS-Halsband, das via die App direkt ansteuerbar ist. Auf der App sind auch die Grenzen des Weidegebietes definiert. Nähert sich eine Kuh dem virtuellen Zaun, ertönt ein Warnsignal, überschreitet sie die Grenze, löst dies im Halsband einen leichten elektrischen Impuls aus. Das System erlaubt es, Kühe bis zu einem gewissen Grad zu steuern; in Skandinavien, Grossbritannien, den USA und eben Neuseeland ist es bereits Realität. Wandfluh, selber Bauer, fordert nun mit einem politischen Vorstoss, dass es auch in der Schweiz zugelassen wird. Derzeit verbietet das die Tierschutzverordnung. Eine wissenschaftliche Untersuchung der bundeseigenen Forschungsanstalt Agroscope hat aber offenbar ergeben, dass die technische Vorrichtung kein Problem für die Kühe ist. Und dass sie funktioniert. Und jedenfalls würde mit ihr das speziell auf den Alpen aufwändige Zaunsetzen hinfällig.