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Dienstag, 18. August 2026

Mittelpunkt geschlossen

Der touristische Mittelpunkt der Schweiz.
Das umlaufende Mäuerchen bildet die Umrisse unseres Landes nach.
Die Älggi-Alp. Der mathematisch exakte Mittelpunkt der Schweiz findet sich
in den markanten Felsbändern der Alp. Aber die sind unzugänglich.

O weh! Das Älggi-Gasthaus ist derzeit geschlossen.
Am Samstag erreichte ich, vom Sachsler Seefeld abgestiegen, die Älggi-Alp. Dort gibt es inmitten flacher Wiesenböden eine kleine Hügelkuppe; 1988 wurde sie als Mittelpunkt der Schweiz bestimmt, auch wenn dieser ganz genau genommen 500 Meter entfernt liegt – in den Felsbändern, die (siehe Foto) die Alp gegen Süden begrenzen. Auf der Kuppe zeichnen Weidemauern die Umrisse unseres Landes nach, auch eine Triangulationspyramide steht da. Und natürlich ist eine Feuerstelle eingerichtet. Ich fand das alles stimmig, war aber gleichzeitig ein wenig verstimmt. Denn das beliebte Gasthaus ganz in der Nähe war verrammelt, und ich hatte doch grossen Durst. Hofläden oder einen Selbstbedienungskiosk gibts an dem abgelegenen Ort nicht. Ein Schild an der Gasthaustür informierte, dass der Pächter krank sei. Später, wieder zuhause, las ich in der "Obwaldner Zeitung" die Hintergründe nach. Der Pächter hatte im letzten Dezember Konkurs angemeldet, aus Gesundheitsgründen offenbar und auch, weil Schneemassen die Terrasse zum Einsturz gebracht hatten. Der Mittelpunkt der Schweiz, er ist derzeit sozusagen geschlossen. Immerhin: Drei Sachsler haben sich zusammengetan und werden das Gasthaus übernehmen. Nächstes Jahr soll es wieder öffnen. Eine gute Nachricht.

Montag, 17. August 2026

Die Pinguinvision

60 Meter Spannweite: die Kuppel der Basler Markthalle.
(Foto: Alexandre Prevot / Wikicommons)
Immer wieder mal sah ich in der Nähe des SBB-Bahnhofs in Basel die riesige rote Kuppel. Letzte Woche habe ich es endlich geschafft, hinzugehen und mir den Bau anzuschauen. Die Markthalle, 1929 erstellt. Das Gewölbe der achteckigen Stahlbetonkuppel hat eine Spannweite von 60 Metern. Im Inneren der Halle war, wie es der Name ja ausdrückt, ein Grossmarkt untergebracht. 2004 zog er aus. Ein paar Jahre später startete die Halle neu, sie beherbergte nun ein Sammelsurium von Fachgeschäften von Mode über Bergsport bis Computer. Mittlerweile hat sich längst ein neues Konzept durchgesetzt. Die Markthalle ist ein Food Court, die Stände mit Verpflegung reihen sich. Zudem finden hier Kulturveranstaltungen statt. Hübsch finde ich eine Idee von 2006, die die Stadt bewegte, die letztlich jedoch verworfen wurde: Der benachbarte Zoo Basel hatte vorgeschlagen, in der Markthalle ein "Polarium" einzurichten für Tiere aus den Polargebieten. Originell wäre das schon gewesen, vom Bahnhof mal kurz hinzuspazieren und den Pinguinen einen Hausbesuch abzustatten.


Sonntag, 16. August 2026

Sattgesehen? Aber nein!

Blick vom Corvatsch zum Piz Bernina (das Massiv links der Mitte) und zum
Piz Roseg (der Zacken leicht rechts der Mitte). Ganz links der Piz Tschierva.
Der Silsersee (links) und der Silvaplanersee. Hinten die Gipfel der Julier- und Albulagegend.
Restgletscher ganz in der Nähe. (Foto: Ronja)
Die Anreise war lang. Vom Zollikerberg brauchte ich annähernd fünf Stunden. Doch schon der erste Blick von der Terrasse des Corvatsch auf 3300 Metern über Meer war es wert: In der Tiefe die Oberengadiner Seenplatte, rundum Berge in allen Formen, wir kamen nicht nach mit Benennen. Sattsehen kann man sich auf dem Corvatsch nicht. Aber sattessen sehr wohl. Wir spiesen gediegen im "3303", das als höchstes Restaurant Graubündens gilt.
Panorama, Panorama, Panorama: im Corvatsch-Restaurant 3303.
Auf der obersten Terrasse wars 8 Grad warm bzw. kalt.

Samstag, 15. August 2026

Was gilt jetzt?

Okay, ich versprechs hoch und heilig: Wenn ich hier Ware deponiere, dann nicht während der Öffnungszeiten. Bei uns im Zollikerberg gibts gleich bei der Bahnstation den Chramschopf, eine Brockenstube; dort fotografierte ich das doppeldeutige Plakat. Geöffnet ist der Freiluftmarkt mit alten Möbeln und vielem mehr in der Regel an Samstagen, der Erlös geht an wohltätige Einrichtungen.

Freitag, 14. August 2026

Rötelsamstag

Mein Rötel mit Gemüse und Kartoffelstäbli.
An gewissen Tagen ist das Leben einfach gut zu einem. Letzten Samstag fuhr ich mit dem Plan über den Ägerisee, mir das Morgarten-Schlachtdenkmal beim Buechwäldli anzuschauen. Und dann im Restaurant Buechwäldli gleich nebenan, einem bekannten Fischlokal, etwas zu essen. Fisch. Nun, mein Tisch auf der ansonsten pumpenvollen Terrasse war parat, als ich im Restaurant eintraf, bloss kam gleich die Wirtin und teilte mit, man sei überlastet, es laufe im Haus auch noch ein Bankett, ich müsse nach dem Bestellen sicher eine Stunde warten. Die Wirtin sagte das total nett, es war ihr gar nicht recht. Nun, wir trennten uns im Frieden, und mir fiel ein, dass zwei Bushaltestellen entfernt das Hotel-Restaurant Eierhals liegt, in dem ich noch nie war. Ich wechselte dorthin, es hatte genug Platz, ich wurde freundlich bedient, hatte bald einen Teller mit Zuger Rötel vor mir, einem Seesaibling. Schmeckte umso besser, als der Fisch aus dem Gewässer direkt vor meinen Augen stammte. Der "Eierhals" ist eines der wenigen Restaurants im Land mit einer eigenen Fischerei; was serviert wird, ist garantiert frisch, je nach Fang gibt es Egli, Felchen, Hecht, Seeforelle, Trüsche und – eben – Rötel. Der Betrieb hat im Übrigen eine tiefe Geschichte. Die Familie Merz lebt hier seit 1744, bauert und fischt, eröffnete 1891 ein Restaurant. Eines, das ich gern wieder aufsuchen werde.

Blick von der Bushaltestelle auf den "Eierhals".

Donnerstag, 13. August 2026

Aus der Hausapotheke

Ich habe Ferien, in der Wohnung ist es Tag für Tag brutal heiss. Wenns irgendwie geht, fliehe ich – in die Höhe, in den Schatten, ans Wasser. Wenn das mal nicht möglich ist, schwitze ich daheim vor mich hin. Greife aber auch immer wieder mal in meine, wie ich sie nenne, digitale Hauspotheke, Youtube. Gönne mir dort das eine oder andere Filmli aus kalten Regionen und Zeiten. Hier eines, das nachhaltig erfrischt, 13 Minuten lang ist es. Ein Mann und sein Hund kämpfen sich durch das Schneegestöber zu einer alten Hütte. Holzen, heizen, kochen, essen, schlafen, mehr ist da nicht. Aber wie gut das in meinem Fall wirkt!

PS: Falls es mit dem Klicken oben nicht klappt, hier der Link.

Mittwoch, 12. August 2026

Lautlos übers Wasser

Schon schön, im Elektro-Motorschiff über den Ägerisee zu gleiten, ein Windchen im Haar, die Landschaft schmuck, der Antrieb praktisch lautlos. Die E-MS Ägerisee ging 2003 als Motorschiff in Betrieb, wurde letztes Jahr auf Elektrobetrieb umgerüstet, kann 130 Personen fassen. Als ich letzten Samstag von der Schifflände Unterägeri zum Morgartendenkmal reiste, war sie vielleicht zu einem Drittel besetzt, herrlich, es gab Platz, und die Besatzung war so was von entspannt. Ich kann die Fahrt allen empfehlen, die sich entspannen und ein bisschen Frische tanken wollen.

Dienstag, 11. August 2026

Himmlisch, dieses Tor

Beim Felsentor haben Leute ein hübsches
Steinkreislabyrinth gebaut. (Foto: Peider)
Etwas über anderthalb Gehstunden braucht man, um das Felsentor, auch "Himmelstor" genannt, zu erwandern. Der Bergweg führt vom Julierpass das Val d'Agnel hinauf, schon vom Abzweiger zur Fuorcla digl Leget aus sieht man das Tor in der Höhe auf einer Krete. Noch ein wenig Richtung Fuorcla aufgestiegen, dann zeigt ein Schild nach rechts ins Gelände, das spektakuläre Gebilde ist nun schnell – und problemlos – erreicht. Aus Dolomit besteht es, ein weicherer Teil des Gesteins verwitterte im Lauf der Zeit, derweil der härtere Teil geblieben ist. Es braucht Mut, auf den Bogen zu steigen, mein Bergfreund Peider tat es, derweil ich dankend verzichtete. Glücklich machte mich das Tor in seiner hochalpinen Umgebung, gut 2650 Meter über Meer, auch so. Die Koordinaten für die, die es auf der Karte verorten wollen; angeschrieben ist es dort nämlich nicht: 2'773'532 1'151'350.

Montag, 10. August 2026

Ein Tag im Gebirge

Zehn Minuten vor Wanderende: Es wird Abend in Sur.
Wunderschön, diese Wanderung. Aber auch anstrengend. Kürzlich nahm ich die frühestmögliche Verbindung vom Zollikerberg auf den Julier, Haltestelle La Veduta. Unterwegs stieg mein Bündner Bergfreund Peider zu, gemeinsam starteten wir auf dem Pass. Stiegen das Val d'Agnel hinauf, bogen ab zum höchsten Punkt des Tages, der Fuorcla digl Leget auf 2710 Metern über Meer. Das namensgebende Seelein ("Leget") lag uns zu Füssen. Hart der folgende Abstieg, zuerst gingen wir auf einem enorm steilen, rutschigen, bröseligen, staubigen Erdpfad, kamen dann in die Geröllzone. Weiter unten erreichten wir Weideböden, weit war es freilich auch da noch bis zur Alp Flix. Als wir auf ihr ankamen, gönnten wir uns auf der Terrasse des Berghauses Piz Platta Kaltes, ich ein Bier, Peider einen Eiscafé. Nun hätten wir eine Stunde warten müssen bis zur Abfahrt des Kleinbusses, der hinab nach Sur verkehrt. War uns zu lang, wir machten auch dieses unschwierige Stück noch zu Fuss und langten rechtzeitig unten an. Die Zeit hätte sogar noch für einen Einkauf im modernen, automatisierten 24-Stunden-Laden von Sur gleich bei der Postautohaltestelle gereicht, bloss kamen wir drinnen nicht mit der Kasse zurecht. Kein Problem, es wäre ja mehr ein Sympathiekauf gewesen. Um 5 Uhr 25 morgens war ich im Zollikerberg gestartet, um 21 Uhr war ich wieder daheim – um grandiose Eindrücke reicher. (5 Stunden, 640 Meter aufwärts, 1310 Meter abwärts)

PS: Morgen geht es um einen Abstecher auf dieser Wanderung zu einer grossartigen geologischen Formation.

Allein der Anblick kühlt ab: das Seelein auf der Fuorcla digl Leget.
Steiler Abstieg von der Fuorcla.

Es ist nicht mehr weit bis zu den flachen Böden der Alp Flix (Bildmitte).
Romantisches Surses: Spätnachmittagslicht auf der Alp Flix.

Sonntag, 9. August 2026

Der taktische Weinkrampf

"Einmal, in den Dolomiten, hatte ich solche Schmerzen und war derart müde, dass ich mich vor einer Gruppe Touristen ausgeweint habe. Die armen Leute. Ich nenne es einen 'taktischen Weinkrampf'. Ich war so emotional wegen der Hitze und allem – das Weinen tat gut, danach konnte ich weitergehen."

Wer die gemacht hat, ist seeehr sportlich: die ganze "Via Alpina".
(Karte: Cipra/Wikicommons)
Der Pass Sefinenfurgge im Berner
Oberland gehört auch zur "Via Alpina".
Gestern Samstag las ich in der NZZ das Interview mit der Neuseeländerin Sophie Woods, einer 42-jährigen Ultratrail-Sportlerin. Sie lief diesen Sommer die gut 2000 Kilometer lange "Via Alpina" von Triest nach Monaco, machte dabei über 117 000 Höhenmeter. Ein interessantes Gespräch, finde ich, mit vielen prägnanten Aussagen wie der oben zitierten. "Taktischer Weinkrampf": Kann man ja vielleicht auch als Normalwanderer mal anwenden. Sophie Woods hat übrigens einen neuen Streckenrekord realisiert, sie war auch weit schneller als der bisher schnellste Mann: 28 Tage und 17 Stunden brauchte sie.

Samstag, 8. August 2026

Ein berühmtes Panorama

Apéro auf der Berneuse.
Aus der Gondel gesehen: das berühmte Waadtländer Zackenduo Tour d'Aï (l.) und Tour de Mayen (r.).
Das Drehrestaurant Kuklos.
Auf der Berneuse hat man den Genfersee zu Füssen. (Foto: Ronja)
Im Selbstbedienungsrestaurant.
Gesten erzählte ich vom Waadtländer Tourismusdorf Leysin, das uns reichlich verwahrlost vorkam. Aber was trieb uns kürzlich überhaupt dorthin? Es war La Berneuse, der berühmte, per Gondelbahn von Leysin aus erschlossene Aussichtsberg mit zwei Restaurants. Auch ihn fanden wir, was die Anlagen angeht, ein wenig schäbig. Und das All-you-can-eat-Buffet für 38 Franken im gehobenen Drehrestaurant "Kuklos" bestand aus einigen Kochwannen mit 08/15-Ware im Stil Militärkantine. Kulinarisch war das eine Tristesse, nichts zu spüren vom welschen Savoir-vivre, von der Gaumenkunst der Romandie. Wenn meine Begleiterin und ich auf dem Gipfel doch frohlockten, dann wegen des Panoramas samt dem Genfersee, den Waadtländer, Berner und Walliser Alpen und dem Mont Blanc. Die Landschaft, die uns die Berneuse vorführte, die ist grandios.
Chicken Nuggets & Co.: ein Teil des Mittagsbuffets im "Kuklos".

Freitag, 7. August 2026

Was ist denn hier passiert?



Ein lustiges grünes Zahnradbähnli zuckelt von Aigle im Rhonetal hinauf nach Leysin VD, das im 19. Jahrhundert als Kurstation für Lungenkranke bekannt wurde. Diese Epoche ist längst vorbei, an die Stelle der Kliniken sind Hotels für den Sommer- und Wintertourismus getreten. Und internationale Schulen. Als wir vor wenigen Tagen anreisten, fanden wir Leysin freilich in desolatem Zustand vor. Jedenfalls, was den oberen Ortsteil angeht, das Gebiet Feydey-Talstation Berneuse. Vernachlässigte Bauten, versprayte Wände, vandalisierte Anlagen, die Strassen ein Flickwerk, an manchen Stellen wächst das Unkraut aus den Asphaltritzen. Eine allgemeine Verwahrlosung erlebten wir. Was ist hier los? Nun, zum einen möchte der Ort angesichts des Schneemangels im Winter die Vorwärtsflucht antreten; die Touristiker würden gern rund 20 Millionen Franken in ein neues Pump- und Leitungssystem zwecks besserer Beschneiung des regionalen Skigebietes investieren. Bloss sind gegen das Unterfangen 500 Einsprachen eingegangen, der Widerstand ist massiv, eine Blockade. Ein zweites Projekt ist mit dem ersten verknüpft: Für 130 Millionen Franken will man die Verkehrserschliessung im weitläufigen, terrassierten Höhendorf völlig neu gestalten samt einer unterirdischen Verlängerung durch das Zentrum und zwei neuen Standseilbahnen. Bis 2033 soll das geschehen. Ob es klappt und Leysin sich aufrappelt? On verra.

Donnerstag, 6. August 2026

Edy wer?

Edy Bruggmann. Ein Schweizer Skirennfahrer zu jener Zeit, als mich dieser Sport noch interessierte. Bruggmann war Abfahrer und Riesenslalomfahrer, im Riesenslalom gewann er 1972 in Sapporo an den Olympischen Winterspielen eine Silbermedaille. Da war ich zehn Jahr alt. Eben kam ich auf dem Maschgenkamm, zuoberst auf dem Flumserberg, in der Bergstation der Bahn an einer Reihe von Medaillenschreinen vorbei, die Skistars der Region gewidmet waren. Darunter Edy Bruggmann, 1943 geboren in Flums, verstorben 2014 in Walenstadt. Einer von Hunderten Namen von Sportlern und Sportlerinnen aus meiner Kindheit, die im Schummer der Erinnerung noch da sind.

Mittwoch, 5. August 2026

Samstageren-Sonntag

Die Sonne macht sich bemerkbar: im Wald eine Viertelstunde vor der Ruchegg. 
Diese Landschaft will gerahmt sein: Fenster (ohne Scheiben) zwischen Rothenthurm und Ruchegg.
Das Kreuz bei der Lochweid, 1359 Meter über Meer.
Unten das Tal der Alp, die nach Einsiedeln fliesst.
Circa ein Zwanzigstel des Panoramas auf der Lochweid.
Es beginnt von links mit diesen drei Zacken: Chöpfenberg, Gross Aubrig, Chli Aubrig ...
Simpel und gut: meine Belohnungs-Spaghetti.
Plus mein Belohnungs-Panaché-Bier.
Am Sonntag machte ich eine schöne Vormittagswanderung im Kanton Schwyz, das Gras war noch feucht von den bescheidenen Regenfällen des Vortags, als ich startete. Von Rothenthurm stieg ich via den Biberstock auf die Ruchegg, sie gehört zur Kette von Hügeln, die das Tal von Rothenthurm und das Tal der Alp bei Einsiedeln trennt. Etliche Holzstege überbrücken im Wald feuchte Stellen, das Gelände ist moorig. Grandios dann auf der Krete bei der Ruchegg die Sicht. Sie wurde weiter oben beim Lochweid-Kreuz noch besser: Ich sah alles vom Säntis bis zu den Berner Alpen. Auf dem höchsten Punkt hingegen, der Samstageren auf 1379 Metern, wurde der Blick vom Wald behindert. Über eine endlos scheinende Folge von Treppenstufen stieg ich durch den steilen Wald wieder ab und hielt später durch den Langwald, nunmehr auf einem langweiligen Forststrässchen, zur Alp und nach Einsiedeln. 3 Stunden und 10 Minuten hatte die Wanderung gedauert bei 533 Höhenmetern aufwärts und 570 Höhenmetern abwärts, und weil jetzt Mittag war, also Essenszeit, fuhr ich vom Bahnhof Einsiedeln nicht grad schon heim. Stattdessen gönnte ich mir im "La Fontanella" einen Teller Pasta; Spaghetti aglio e olio beschlossen den Samstageren-Sonntag.