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Donnerstag, 27. August 2026

Mutter und Kind

Irgendwie herzig, finde ich. Oder bin ich einfach total verkitscht? Ich musste an ein Tiermami und ihr Tierbaby denken, als ich kürzlich im Bahnhof Luzern darauf wartete, dass mein Zug Richtung Sarnen abfuhr. Gleich gegenüber sah ich einen anderen Zug. Und vor ihm auf dem Perron das Zügli mit Auslagen der Zentralbahn.

Sonntag, 16. August 2026

Sattgesehen? Aber nein!

Blick vom Corvatsch zum Piz Bernina (das Massiv links der Mitte) und zum
Piz Roseg (der Zacken leicht rechts der Mitte). Ganz links der Piz Tschierva.
Der Silsersee (links) und der Silvaplanersee. Hinten die Gipfel der Julier- und Albulagegend.
Restgletscher ganz in der Nähe. (Foto: Ronja)
Die Anreise war lang. Vom Zollikerberg brauchte ich annähernd fünf Stunden. Doch schon der erste Blick von der Terrasse des Corvatsch auf 3300 Metern über Meer war es wert: In der Tiefe die Oberengadiner Seenplatte, rundum Berge in allen Formen, wir kamen nicht nach mit Benennen. Sattsehen kann man sich auf dem Corvatsch nicht. Aber sattessen sehr wohl. Wir spiesen gediegen im "3303", das als höchstes Restaurant Graubündens gilt.
Panorama, Panorama, Panorama: im Corvatsch-Restaurant 3303.
Auf der obersten Terrasse wars 8 Grad warm bzw. kalt.

Montag, 10. August 2026

Ein Tag im Gebirge

Zehn Minuten vor Wanderende: Es wird Abend in Sur.
Wunderschön, diese Wanderung. Aber auch anstrengend. Kürzlich nahm ich die frühestmögliche Verbindung vom Zollikerberg auf den Julier, Haltestelle La Veduta. Unterwegs stieg mein Bündner Bergfreund Peider zu, gemeinsam starteten wir auf dem Pass. Stiegen das Val d'Agnel hinauf, bogen ab zum höchsten Punkt des Tages, der Fuorcla digl Leget auf 2710 Metern über Meer. Das namensgebende Seelein ("Leget") lag uns zu Füssen. Hart der folgende Abstieg, zuerst gingen wir auf einem enorm steilen, rutschigen, bröseligen, staubigen Erdpfad, kamen dann in die Geröllzone. Weiter unten erreichten wir Weideböden, weit war es freilich auch da noch bis zur Alp Flix. Als wir auf ihr ankamen, gönnten wir uns auf der Terrasse des Berghauses Piz Platta Kaltes, ich ein Bier, Peider einen Eiscafé. Nun hätten wir eine Stunde warten müssen bis zur Abfahrt des Kleinbusses, der hinab nach Sur verkehrt. War uns zu lang, wir machten auch dieses unschwierige Stück noch zu Fuss und langten rechtzeitig unten an. Die Zeit hätte sogar noch für einen Einkauf im modernen, automatisierten 24-Stunden-Laden von Sur gleich bei der Postautohaltestelle gereicht, bloss kamen wir drinnen nicht mit der Kasse zurecht. Kein Problem, es wäre ja mehr ein Sympathiekauf gewesen. Um 5 Uhr 25 morgens war ich im Zollikerberg gestartet, um 21 Uhr war ich wieder daheim – um grandiose Eindrücke reicher. (5 Stunden, 640 Meter aufwärts, 1310 Meter abwärts)

PS: Morgen geht es um einen Abstecher auf dieser Wanderung zu einer grossartigen geologischen Formation.

Allein der Anblick kühlt ab: das Seelein auf der Fuorcla digl Leget.
Steiler Abstieg von der Fuorcla.

Es ist nicht mehr weit bis zu den flachen Böden der Alp Flix (Bildmitte).
Romantisches Surses: Spätnachmittagslicht auf der Alp Flix.

Freitag, 7. August 2026

Was ist denn hier passiert?



Ein lustiges grünes Zahnradbähnli zuckelt von Aigle im Rhonetal hinauf nach Leysin VD, das im 19. Jahrhundert als Kurstation für Lungenkranke bekannt wurde. Diese Epoche ist längst vorbei, an die Stelle der Kliniken sind Hotels für den Sommer- und Wintertourismus getreten. Und internationale Schulen. Als wir vor wenigen Tagen anreisten, fanden wir Leysin freilich in desolatem Zustand vor. Jedenfalls, was den oberen Ortsteil angeht, das Gebiet Feydey-Talstation Berneuse. Vernachlässigte Bauten, versprayte Wände, vandalisierte Anlagen, die Strassen ein Flickwerk, an manchen Stellen wächst das Unkraut aus den Asphaltritzen. Eine allgemeine Verwahrlosung erlebten wir. Was ist hier los? Nun, zum einen möchte der Ort angesichts des Schneemangels im Winter die Vorwärtsflucht antreten; die Touristiker würden gern rund 20 Millionen Franken in ein neues Pump- und Leitungssystem zwecks besserer Beschneiung des regionalen Skigebietes investieren. Bloss sind gegen das Unterfangen 500 Einsprachen eingegangen, der Widerstand ist massiv, eine Blockade. Ein zweites Projekt ist mit dem ersten verknüpft: Für 130 Millionen Franken will man die Verkehrserschliessung im weitläufigen, terrassierten Höhendorf völlig neu gestalten samt einer unterirdischen Verlängerung durch das Zentrum und zwei neuen Standseilbahnen. Bis 2033 soll das geschehen. Ob es klappt und Leysin sich aufrappelt? On verra.

Samstag, 25. Juli 2026

Büne und Lukas


Wir fuhren im vordersten Waggon des Zuges "Gurten" von Einsiedeln hinab nach Wädenswil, und mir fiel der etwas kryptische Spruch in Grossbuchstaben neben der Kamera auf: "Lukas the Lokomotivführer is watching you!" Ich fand ihn ein wenig launig, weswegen die Anspielung auf die Jim-Knopf-Geschichten, in denen der Lokführer Lukas heisst? Erst beim Aussteigen realisierte ich dann, dass der Waggon mit vielen anderen Dingen verziert ist, mit Bildern vor allem. Der Berner Büne Huber, "Patent Ochsner"-Sänger und Künstler, steht dahinter; er durfte für die Südostbahn den Waggon gestalten.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Virtuelles Kraxeln

Hier könnte mehr laufen, findet das Unternehmen:
die Station Eigergletscher der Jungfraubahnen.
(Foto: TurkAviator / Wikicommons)
Fast 200 Millionen Franken Umsatz machten die Jungfraubahnen letztes Jahr mit dem Jungfraujoch. Da liegt noch mehr drin, findet das Unternehmen; es fokussiert deswegen auf die Station Eigergletscher, den Umsteigeknoten auf halber Strecke. Dort soll, so die neusten Pläne, ein Museum entstehen, das die Eigernordwand mit einer Multimediashow quasi erlebbar macht. Plus ein asiatisches Restaurant mit 200 Plätzen. Naturschutzorganisationen sind dagegen. Und weil ein Gebietsabtausch der Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen nötig wäre, die bei der Station Eigergletscher aneinandergrenzen, kann Grindelwald in den laufenden Verhandlungen Druck machen. Es will, dass die Jungfraubahnen Geld für die Lösung der Verkehrsprobleme im Dorf aufwerfen – erst dann würde man Hand zum Abtausch bieten. Kommt das Museum, könne der Gast durch die Eigernordwand kraxeln, verheisst der Jungfrau-CEO auf der Newsplattform von srf.ch. Virtuell kraxeln, versteht sich.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Maloya, mit Y

Die Busverbindung Kienberg–
Gelterkinden auf sbb.ch.
Im Postauto kam ich am Samstag an der Haltestelle "Gelterkinden, Maloya" vorbei. Der Name weckte in mir Erinnerungen – genau, Autoreifen. Das Unternehmen in Gelterkinden BL startete 1936 als Velopneu-Fabrik, der Inhaber war Bündner, daher nannte er seine Erzeugnisse Maloja; später wurde daraus Maloya mit Y. Ab 1949 stellte man auch Motorrad- und Autoreifen her. 1993 kam das Ende der Produktion in der Schweiz, die Pneufabrik war mit ihrem Standort im Hochlohnland nicht mehr konkurrenzfähig. Die Marke ist geblieben und gehört heute einem indischen Reifenproduzenten.

Sonntag, 28. Juni 2026

Die Bröckelschlucht

In der Zügenschlucht, Brombenzviadukt voraus.
Atemberaubend, oder? Blick in die Zügenschlucht.

In der Landschaft Davos von Monstein durch die Zügenschlucht hinab zum Bahnhof Wiesen zu wandern oder auch umgekehrt – das fühlt sich an wie ein Geschenk. Die hohen Felswände zur Rechten und Linken mit den vielen Bach- und Lawinenrinnen, den "Zügen", sind aus unseriösem Material gebaut, es rutscht und bröselt, immer wieder mal gab es Sperrungen, an einigen Orten warnen Schilder davor stehenzubleiben, Steinschlag droht. All das steigert den Genuss, auf der im 19. Jahrhundert gebauten, 1974 aufgegebenen Strasse unterwegs zu sein; man frohlockt, dass die Strecke offen ist, die den Fluss von Davos, das Landwasser, talwärts begleitet. Von der neuen Strasse höher im Hang und auch von der Bahn merkt man eher wenig. Immerhin sind da Tunnels zu erahnen, und der Brombenzviadukt der Bahn beeindruckt. Etwas über eine Stunde brauchten wir am Freitag für die Route und freuten uns am Bahnhof Wiesen, das Beizli offen vorzufinden. Dort sass schon einiges Volk, speziell Ferrophile, Bahnfans. Kaum etwas bekamen wir vom Wiesener Viadukt mit, der hier ansetzt. Vom Beizli aus ist er nicht zu sehen, und als Fortsetzung wählten wir den Weg in der Nähe des Landwassers; besagter Viadukt, die höchste Brücke der Rhätischen Bahn, zeigt sich aus diesem Winkel nur teilweise. Was auch seinen Reiz hat.
Der Bahnhof Wiesen steht weit abseits des gleichnamigen Dorfes.

Aus dem Beizli beim Bahnhof Wiesen fotografiert: historische Waggons der Rhätischen Bahn,
die in den warmen Monaten des Jahres zwischen Davos Platz und Filisur verkehren.

Mehr sahen wir vom Wiesener Viadukt, Höhe 88,9 Meter, nicht. 

Montag, 22. Juni 2026

Zweimal Abbau

Zwei Meldungen der letzten Tage, die mindestens indirekt mit dem Wandern zu tun haben:

  1. Braunwald zieht sich aus dem Skigeschäft zurück. Vier Skilifte werden geschlossen, offen bleiben soll bloss die Gondelbahn zum Grotzenbüel. Der Glarner Ferienort will den Gästen im Winter Winterwanderungen und Schneeschuhtouren empfehlen und das Sommergeschäft möglichst forcieren; der Skibetrieb war in den letzten Jahren nicht mehr rentabel gewesen. Interessant: In Elm, ebenfalls Kanton Glarus, tut man das Gegenteil und baut zusätzliche Schneekanonen. Wer schlauer handelt, sehen wir in einigen Jahren.
    Wandern in Braunwald: auf dem Chnügrat, unten der Oberblegisee.
  2. Die Klinikgruppe Valens gibt den Standort Walenstadtberg SG auf Ende 2029 auf. Die rund 75 entfallenden Bettenplätze werden zukünftig in Valens SG angeboten. Entlassungen soll es keine geben. Aus Wanderers Sicht wäre es schön, wenn weiterhin Busse nach Walenstadtberg führen, es ist ein toller Startort.
    Wanderziel in Walenstadtberg: das Paxmal.

Dienstag, 9. Juni 2026

Urschweiz mit Pizza

Blick zurück auf Flüelen eine halbe Stunde nach dem Start daselbst.
Der Weg der Schweiz wurde von den Kantonen
bezahlt; jedem ist deswegen ein Abschnitt zugeordnet.
Ein traumhaftes Gewässer: der Urnersee mit dem Gitschen (rechts der Mitte). Hinten links Flüelen.
Die Tellskapelle bei der Tellsplatte nah Sisikon birgt vier
patriotische Fresken. Dieses zeigt Tell, der Gesslers Häschern bei der
Tellsplatte durch einen kühnen Sprung vom Boot entkommen kann.
Bei der Tellskapelle gibts ein kleines Restaurant.
Zwei Leute sind mit dem Kanu angereist.
Unser Schlussmahl.
Am Samstag gingen wir ein Stück auf dem Weg der Schweiz, wanderten von Flüelen bis Morschach, was etwas über vier Stunden dauerte bei 710 Höhenmetern aufwärts und 500 Höhenmetern abwärts. Die Route zerfiel in zwei ganz verschiedene Teile: In der ersten Hälfte waren wir im Gebiet der Axenstrasse unterwegs, erlebten die wichtige Nord-Süd-Verbindung aus der Nähe, sahen auch immer wieder mal einen Zug vorbeisausen. Es gibt Tunnels, Galerien und vor allem unzählige Treppen; der Weg der Schweiz wurde 1991, zum 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft, mit grossem Aufwand hergerichtet. In Sisikon gönnten wir uns im Garten des Hotels Eden einen Nussgipfel. Die zweite Hälfte entsprach dann eher einem klassischen Bergweg abseits der grossen Verkehrsstränge; die Aussicht, die schon zuvor grandios gewesen war, war es nun noch viel mehr. Womit wir bei dem wären, was die ganze Unternehmung zusammenhielt, sie verklammerte. Es war der Urnersee, der sich an unserem Tag in Türkis präsentierte und uns nachhaltig faszinierte. Am Ende gabs in Morschach im Restaurant Il Gusto, das zum riesigen Ferien-Freizeit-Resort Swiss Holiday Park gehört, zu essen. Uns wars dort zu wuselig, wir fühlten uns nicht wirklich wohl. Wobei die Servierin dann doch sehr nett war. Und die Pizza wirklich gut.

Sonntag, 24. Mai 2026

Eine Maienwanderung

Kleine Wildnis: das Tälchen Schachlete bei Laufen.

Kurz nach dem Zmittag in Metzerlen.

Beim Mätzerlechrüz auf dem Blauen.
Das Monsterli von Metzerlen.
Was für eine schöne Gegend. Wobei derzeit eigentlich alle Gegenden schöner sind als im Rest des Jahres, vielleicht abgesehen vom Spätherbst. Wir stiegen am Mittwoch von Laufen BL via Bergmattenhof auf zum Mätzerlechrüz auf dem Höhenzug Blauen. Stiegen ab nach Metzerlen SO, assen dort gut zu Mittag. Und zogen hernach hinüber nach Leymen, das zu Frankreich gehört, dank der Tramlinie Nr. 10 aber direkt mit der Stadt Basel und deren Bahnhof SBB verbunden ist. Am Ende der Unternehmung waren wir uns einig: War eine tolle Maienwanderung. Der Bluescht machte es aus, das allgemeine Blühen, das die Landschaft in einen Garten verwandelt.
Leymen (F). Das Tram im Bild fährt noch eine Haltestelle
weiter nach Rodersdorf SO, wendet dort und fährt dann nach Basel.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Aller guten Dinge sind drei, oder?

Die neue Passerelle im Bahnhof SBB in Basel.
Noch einmal die neue Passerelle, fotografiert, während wir auf sie zugingen.
Wusste ich gar nicht, hörte ich kürzlich zum ersten Mal: Der Bahnhof SBB in Basel hat seit wenigen Monaten eine dritte Passerelle über die Geleise – eine westliche, die zum Beispiel den französischen Bahnhof direkt erschliesst. Gestern, als wir auf den Zug ins Laufental auf Perron 20 umstiegen, nahmen wir einen etwas längeren Weg in Kauf, um die neue Passerelle  zu erkunden. Doch, eine gute Sache, fanden wir. Wobei ich später las, dass das 60 Millionen Franken teure Bauwerk wenig genutzt wird, was damit zu tun haben mag, dass in ihm keine Läden eingerichtet wurden. Mal schauen, wies weitergeht, vielleicht braucht es bloss mehr Zeit, bis die Bahnhofsbenutzer und -benutzerinnen sich umgewöhnen.

Mittwoch, 6. Mai 2026

Riggenbachs Leistungen

Wer hat das Zahnrad erfunden? Wir Schweizer. Wer genau? Nicolaus Riggenbach, Ingenieur. Wobei wir das mit der Schweiz gleich wieder relativieren müssen: Riggenbach, Jahrgang 1817, wurde im Elsass geboren. Er verlagerte sich aber in unser Land, wurde Chef der Centralbahnwerkstätten Olten und Oltner Ehrenbürger, ist auch in Olten begraben. An vier seiner Leistungen sei erinnert:

  • Riggenbach konstruierte Eisenbahnbrücken und Dampfloks in jener Zeit, als das Eisenbahnwesen auch in unserem Land erblühte.
  • Riggenbach erfand das Zahnrad mit, seine Version trug den Namen "System Riggenbach".
  • Riggenbach war massgeblich beteiligt an der Lancierung der Vitznau-Rigi-Bahn, die 1871 losfuhr.
  • Riggenbach war Mitglied im "Säli-Club", der den Bau des Säli-Schlösslis auf einer Bergkuppe hoch über Olten in die Wege leitete. 1870 wurde es erstellt. Im Schlössli-Restaurant steht denn  auch die hier abgebildete Büste (Foto: Ronja), die wir unlängst bei der Einkehr erblickten.

Sonntag, 3. Mai 2026

Himmlischer Säntis

Derzeit nur zu Fuss erreichbar: der Säntis. Rechts im Bild
das Berggasthaus Alter Säntis. (Foto: Daniel Kraft / Wikicommons)
Der  Säntis ist nun also seit Anfang Mai bloss zu Fuss erreichbar, die Seilbahn wird neu gebaut und verkehrt erst im Spätherbst wieder. Gestern fragte ich mich, was das bedeutet, falls ich den bahnlosen Berg besteigen möchte. Muss ich am gleichen Tag hinauf und hinunter, was eine monströse Strapaze wäre? Oder muss ich das Zelt mitschleppen, das ich nicht einmal besitze? Aber nein. Das Berggasthaus Alter Säntis ist derzeit zwar noch zu, wird aber öffnen. Wann genau, steht auf der Homepage nicht, da ist die Rede von einer "verkürzten Sommersaison". Immerhin. Sicher wäre es ein Erlebnis, den Säntis einmal rummelfrei zu erleben. Himmlisch muss das sein.

Dienstag, 28. April 2026

Dü-Da-Do

In Malters nahmen wir einen Startkafi.
Herzig, oder?
Der "Eigenthalerhof". Schön, hatte es nicht viele Leute.
Biorind-Burger mit Schweizerfähnli.
Wie könnte man bei diesem makellosen Wetter keine gute Laune haben? Die Sonne schien praktisch uneingeschränkt, als wir am Samstag in Malters nach einem Kafi im Restaurant Bahnhof starteten. Zweieinhalb Stunden ging es, bis zur Würzenegg, die meiste Zeit aufwärts, das Tal der Kleinen Emme blieb unter uns zurück, wir hatten bald die Pilatuskette vor Augen samt dem hübschen Mittaggüpfi zur Rechten. Auf der Würzenegg, dem höchsten Punkt der Route, rasteten wir nicht – der Hunger trieb uns weiter. Unten im Eigental gabs eine halbe Stunde später Zmittag im "Eigenthalerhof", der mittlerweile im Selbstbedienungsmodus funktioniert. Wieso auch nicht, wir fanden das kein Problem und mochten im Folgenden unser Essen, rühmenswert war insbesondere der Hamburger mit Biofleisch. Die nächsten knapp anderthalb Stunden waren ein frohes Auslaufen, wir hielten hinüber ins nahe Schwarzenberg und beendeten unsere Luzerner Wanderung dort. Schön, dass uns das Smartphone für die Rückkehr den Bus nach Luzern vorschlug mit einmal Umsteigen beim Holderchäppeli auf die Eigental-Linie mit ihren vielen Kehren. So eine abenteuerliche Postautofahrt ist pures Ferienfeeling, und endlich hörte ich wieder einmal das altvertraute Dü-Da-Do.
Bahnhof Malters – Siten – Guberwald – Würzenegg – Würzen – Rest. Eigenthalerhof – Meiestoos – Lifelen – Schwarzenberg, Ennenmatt. 4 h 30 min. 14 km. 830 Hm aufwärts, 500 Hm abwärts.

Jetzt hat die Landschaft wieder Farbe.
Hinten links zeigt sich Schwarzenberg.