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Montag, 28. September 2026

Der Chaostag

Im Bahnhof Sargans, hinten der Sarganser Hausberg Gonzen. 
Wenn man als Wanderleiter seit vielen Jahren praktisch fehlerfrei im hiesigen ÖV unterwegs war, hat man doch hoffentlich das Anrecht, auch mal so richtig Chaos anzurichten. Am Samstag geschah es. In Zürich traf ich auf dem Perron mein Gspänli Birgit, wir stiegen gleich in den Zug ein, der fuhr los, worauf wir feststellten, dass wir beide unabhängig voneinander den gleichen Fehler gemacht hatten – falscher Zug, der richtige verkehrte auf einem anderen Gleis als üblich. Wir wollten in Wädenswil umsteigen, fuhren aber bis Sargans durch. Ich kontaktierte die anderen vier vom Grüppli, die waren so lieb, in Wädenswil zu warten. Und dann passierte mir und Birgit in Sargans erneut ein Lapsus: Wir nahmen retour wieder den Zug, der in Wädenswil durchfuhr. Unerklärlich. Wars meine anlaufende Frühpensionierung – eine Art postprofessioneller Rausch? Hatten wir zuviel geplaudert?  Oder waren es die extrem vielen Leute, die an diesem Tag unterwegs waren? Wie gesagt, ich kann es nicht erklären. So ging es danach weiter: Birgit fuhr mit mir retour nach Zürich und wanderte vom HB auf den Uetliberg. Ich traf im HB Roger, der nach all der Verspätung aufs Wandern verzichtete und von Wädenswil zurückgereist war. Peider und Albert wiederum wanderten von Wädenswil hinauf nach Menzingen. Und Jörg? Der machte unsere geplante Wanderung, reiste von Wädenswil mit grober Verspätung nach Oberiberg und stieg auf den Roggenstock. Was für ein Chaostag! Ich sah bei bestem Wetter die allerschönsten Gipfel, stiege aber auf keinen und endete gegen Mittag im "Santa Lucia" am Paradeplatz. Mit den klobigen Bergschuhen an den Füssen.

Samstag, 5. September 2026

Ich konnte mich nicht sattfotografieren

Beim Felsentor: der Vierwaldstättersee mit dem Bürgenstock am Ufer vis-à-vis.
Hinten rechts der Pilatus, hinten etwas links der Bildmitte das Stanserhorn.
Pforte aus verkeilten Blöcken: das Felsentor.
Mein Zmittag nach drei Gehstunden.
Ich habe gestern von den Treppen erzählt, die an der Rigi den Geissrügge bewältigen und hinauf zum Aussichtspunkt Chänzeli leiten. Das kleine Abenteuer war am Mittwoch Teil einer grösseren Unternehmung – Gehzeit 3 h 40 min, 940 Hm aufwärts, 390 Hm abwärts. Wir starteten bei der Bahnstation Romiti Felsentor. Kamen gleich zum Felsentor, einer magischen Felspforte. Durchquerten das Areal des gleichnamigen spirituellen Zentrums, stiegen auf einem breiten Weg durch die Felsbänder ab zum Ober Säntiberg. Worauf der lange Aufstieg nach Rigi Kulm begann. Er führte uns zur Müseralp, über den Geissrügge, zum Chänzeli, zur Staffelhöhe und zur Rigi Staffel. Dort gabs Zmittag auf der Terrasse des "Lok 17", ich hatte eine Pouletbrust an Harissa-Sauce mit Couscous, ganz fein. Es folgte der Schlussaufstieg zum Gipfel. Vielseitig und abwechslungsreich, diese Route. Wenn eines sie zusammenhält als optische Klammer, dann die unzähligen Tiefblicke aufs blaue Wasser, das des Vierwaldstättersees vor allem, aber auch des Zugersees. So schön war das, dass ich mich nicht sattfotografieren konnte.
Die Kapelle Heilig Kreuz zwischen Felsentor und Ober Säntiberg.

Blick vom Rigi-Gipfel über den Zugersee nach Norden.

Montag, 31. August 2026

Stau im Gebirge

Auf dem Schilthorn, der Zacken ganz rechts ist der Eiger mit der verschatteten Nordwand.
Hübsche Farbe: die Antriebsräder der Seilbahn.
Das Blüemlisalp-Massiv. Im Vordergrund leicht rechts der Mitte in Grün die Sefinenfurgge. (Foto: Ronja)
Eben machte ich mit Begleiterin Ronja einen Ausflug auf das Schilthorn. Seit bald einem Jahr ist es neu erschlossen; von Stechelberg gelangt man jetzt in drei statt wie bisher vier Seilbahn-Sektionen auf den Gipfel auf 2970 Metern über Meer. Hier ein paar Dinge und Beobachtungen:
Eine der Rolltreppen im Gipfelterminal.

  1. Atemberaubend ist die unterste Sektion von Stechelberg hinauf nach Mürren. Offenbar handelt es sich gar um die steilste Seilbahn der Welt.
  2. Schaut man in dieser Sektion rechterhand aus dem Fenster, sieht man in der senkrechten Felswand den Klettersteig Mürren-Gimmelwald. Ausgesetzter geht nicht. Krass, wie viele Leute dort unterwegs waren. Beim Einstieg in den Steig hatte sich eine riesige Schlange gebildet, Stau im Hochgebirge.
  3. Ich hatte im Gipfelrestaurant reserviert für 12 Uhr 30. Die arbeiten dort mit Slots, man soll bitte schön zur reservierten Zeit eintreffen. Taten wir. Bloss das Restaurant war nicht parat. Eine Riesenschlange hatte sich gebildet. Wir standen unten am Fuss der Wendeltreppe, die hinauf ins Restaurant führt. Die Schlange bewegte sich nicht. Um 12 Uhr 45 gingen wir wieder und assen später schön stressfrei in Zürich.
  4. Von der Panoramaterrasse hat man ein paar hundert Berge vor Augen. Mich erfreute etwas anderes noch viel mehr: Einigermassen nah konnte ich am Fuss des Blüemlisalp-Massivs die Sefinenfurgge ausmachen. Einen Pass, dessen Überquerung (von Gimmelwald bei Mürren zur Griesalp) mir in Erinnerung geblieben ist.
  5. Lauterbrunnen, wo man vom Zug auf den Bus nach Stechelberg zur Seilbahn umsteigt, ist ein Irrenhaus. So viele Leute sind dort unterwegs, dass der Bus kaum durch den Ort kommt. Die Berner Oberländer wollten Tourismus, jetzt haben sie, an gewissen Punkten jedenfalls, Overtourism.
    Schlange auf der Treppe zum Drehrestaurant.

Donnerstag, 27. August 2026

Mutter und Kind

Irgendwie herzig, finde ich. Oder bin ich einfach total verkitscht? Ich musste an ein Tiermami und ihr Tierbaby denken, als ich kürzlich im Bahnhof Luzern darauf wartete, dass mein Zug Richtung Sarnen abfuhr. Gleich gegenüber sah ich einen anderen Zug. Und vor ihm auf dem Perron das Zügli mit Auslagen der Zentralbahn.

Sonntag, 16. August 2026

Sattgesehen? Aber nein!

Blick vom Corvatsch zum Piz Bernina (das Massiv links der Mitte) und zum
Piz Roseg (der Zacken leicht rechts der Mitte). Ganz links der Piz Tschierva.
Der Silsersee (links) und der Silvaplanersee. Hinten die Gipfel der Julier- und Albulagegend.
Restgletscher ganz in der Nähe. (Foto: Ronja)
Die Anreise war lang. Vom Zollikerberg brauchte ich annähernd fünf Stunden. Doch schon der erste Blick von der Terrasse des Corvatsch auf 3300 Metern über Meer war es wert: In der Tiefe die Oberengadiner Seenplatte, rundum Berge in allen Formen, wir kamen nicht nach mit Benennen. Sattsehen kann man sich auf dem Corvatsch nicht. Aber sattessen sehr wohl. Wir spiesen gediegen im "3303", das als höchstes Restaurant Graubündens gilt.
Panorama, Panorama, Panorama: im Corvatsch-Restaurant 3303.
Auf der obersten Terrasse wars 8 Grad warm bzw. kalt.

Montag, 10. August 2026

Ein Tag im Gebirge

Zehn Minuten vor Wanderende: Es wird Abend in Sur.
Wunderschön, diese Wanderung. Aber auch anstrengend. Kürzlich nahm ich die frühestmögliche Verbindung vom Zollikerberg auf den Julier, Haltestelle La Veduta. Unterwegs stieg mein Bündner Bergfreund Peider zu, gemeinsam starteten wir auf dem Pass. Stiegen das Val d'Agnel hinauf, bogen ab zum höchsten Punkt des Tages, der Fuorcla digl Leget auf 2710 Metern über Meer. Das namensgebende Seelein ("Leget") lag uns zu Füssen. Hart der folgende Abstieg, zuerst gingen wir auf einem enorm steilen, rutschigen, bröseligen, staubigen Erdpfad, kamen dann in die Geröllzone. Weiter unten erreichten wir Weideböden, weit war es freilich auch da noch bis zur Alp Flix. Als wir auf ihr ankamen, gönnten wir uns auf der Terrasse des Berghauses Piz Platta Kaltes, ich ein Bier, Peider einen Eiscafé. Nun hätten wir eine Stunde warten müssen bis zur Abfahrt des Kleinbusses, der hinab nach Sur verkehrt. War uns zu lang, wir machten auch dieses unschwierige Stück noch zu Fuss und langten rechtzeitig unten an. Die Zeit hätte sogar noch für einen Einkauf im modernen, automatisierten 24-Stunden-Laden von Sur gleich bei der Postautohaltestelle gereicht, bloss kamen wir drinnen nicht mit der Kasse zurecht. Kein Problem, es wäre ja mehr ein Sympathiekauf gewesen. Um 5 Uhr 25 morgens war ich im Zollikerberg gestartet, um 21 Uhr war ich wieder daheim – um grandiose Eindrücke reicher. (5 Stunden, 640 Meter aufwärts, 1310 Meter abwärts)

PS: Morgen geht es um einen Abstecher auf dieser Wanderung zu einer grossartigen geologischen Formation.

Allein der Anblick kühlt ab: das Seelein auf der Fuorcla digl Leget.
Steiler Abstieg von der Fuorcla.

Es ist nicht mehr weit bis zu den flachen Böden der Alp Flix (Bildmitte).
Romantisches Surses: Spätnachmittagslicht auf der Alp Flix.

Freitag, 7. August 2026

Was ist denn hier passiert?



Ein lustiges grünes Zahnradbähnli zuckelt von Aigle im Rhonetal hinauf nach Leysin VD, das im 19. Jahrhundert als Kurstation für Lungenkranke bekannt wurde. Diese Epoche ist längst vorbei, an die Stelle der Kliniken sind Hotels für den Sommer- und Wintertourismus getreten. Und internationale Schulen. Als wir vor wenigen Tagen anreisten, fanden wir Leysin freilich in desolatem Zustand vor. Jedenfalls, was den oberen Ortsteil angeht, das Gebiet Feydey-Talstation Berneuse. Vernachlässigte Bauten, versprayte Wände, vandalisierte Anlagen, die Strassen ein Flickwerk, an manchen Stellen wächst das Unkraut aus den Asphaltritzen. Eine allgemeine Verwahrlosung erlebten wir. Was ist hier los? Nun, zum einen möchte der Ort angesichts des Schneemangels im Winter die Vorwärtsflucht antreten; die Touristiker würden gern rund 20 Millionen Franken in ein neues Pump- und Leitungssystem zwecks besserer Beschneiung des regionalen Skigebietes investieren. Bloss sind gegen das Unterfangen 500 Einsprachen eingegangen, der Widerstand ist massiv, eine Blockade. Ein zweites Projekt ist mit dem ersten verknüpft: Für 130 Millionen Franken will man die Verkehrserschliessung im weitläufigen, terrassierten Höhendorf völlig neu gestalten samt einer unterirdischen Verlängerung durch das Zentrum und zwei neuen Standseilbahnen. Bis 2033 soll das geschehen. Ob es klappt und Leysin sich aufrappelt? On verra.

Samstag, 25. Juli 2026

Büne und Lukas


Wir fuhren im vordersten Waggon des Zuges "Gurten" von Einsiedeln hinab nach Wädenswil, und mir fiel der etwas kryptische Spruch in Grossbuchstaben neben der Kamera auf: "Lukas the Lokomotivführer is watching you!" Ich fand ihn ein wenig launig, weswegen die Anspielung auf die Jim-Knopf-Geschichten, in denen der Lokführer Lukas heisst? Erst beim Aussteigen realisierte ich dann, dass der Waggon mit vielen anderen Dingen verziert ist, mit Bildern vor allem. Der Berner Büne Huber, "Patent Ochsner"-Sänger und Künstler, steht dahinter; er durfte für die Südostbahn den Waggon gestalten.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Virtuelles Kraxeln

Hier könnte mehr laufen, findet das Unternehmen:
die Station Eigergletscher der Jungfraubahnen.
(Foto: TurkAviator / Wikicommons)
Fast 200 Millionen Franken Umsatz machten die Jungfraubahnen letztes Jahr mit dem Jungfraujoch. Da liegt noch mehr drin, findet das Unternehmen; es fokussiert deswegen auf die Station Eigergletscher, den Umsteigeknoten auf halber Strecke. Dort soll, so die neusten Pläne, ein Museum entstehen, das die Eigernordwand mit einer Multimediashow quasi erlebbar macht. Plus ein asiatisches Restaurant mit 200 Plätzen. Naturschutzorganisationen sind dagegen. Und weil ein Gebietsabtausch der Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen nötig wäre, die bei der Station Eigergletscher aneinandergrenzen, kann Grindelwald in den laufenden Verhandlungen Druck machen. Es will, dass die Jungfraubahnen Geld für die Lösung der Verkehrsprobleme im Dorf aufwerfen – erst dann würde man Hand zum Abtausch bieten. Kommt das Museum, könne der Gast durch die Eigernordwand kraxeln, verheisst der Jungfrau-CEO auf der Newsplattform von srf.ch. Virtuell kraxeln, versteht sich.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Maloya, mit Y

Die Busverbindung Kienberg–
Gelterkinden auf sbb.ch.
Im Postauto kam ich am Samstag an der Haltestelle "Gelterkinden, Maloya" vorbei. Der Name weckte in mir Erinnerungen – genau, Autoreifen. Das Unternehmen in Gelterkinden BL startete 1936 als Velopneu-Fabrik, der Inhaber war Bündner, daher nannte er seine Erzeugnisse Maloja; später wurde daraus Maloya mit Y. Ab 1949 stellte man auch Motorrad- und Autoreifen her. 1993 kam das Ende der Produktion in der Schweiz, die Pneufabrik war mit ihrem Standort im Hochlohnland nicht mehr konkurrenzfähig. Die Marke ist geblieben und gehört heute einem indischen Reifenproduzenten.

Sonntag, 28. Juni 2026

Die Bröckelschlucht

In der Zügenschlucht, Brombenzviadukt voraus.
Atemberaubend, oder? Blick in die Zügenschlucht.

In der Landschaft Davos von Monstein durch die Zügenschlucht hinab zum Bahnhof Wiesen zu wandern oder auch umgekehrt – das fühlt sich an wie ein Geschenk. Die hohen Felswände zur Rechten und Linken mit den vielen Bach- und Lawinenrinnen, den "Zügen", sind aus unseriösem Material gebaut, es rutscht und bröselt, immer wieder mal gab es Sperrungen, an einigen Orten warnen Schilder davor stehenzubleiben, Steinschlag droht. All das steigert den Genuss, auf der im 19. Jahrhundert gebauten, 1974 aufgegebenen Strasse unterwegs zu sein; man frohlockt, dass die Strecke offen ist, die den Fluss von Davos, das Landwasser, talwärts begleitet. Von der neuen Strasse höher im Hang und auch von der Bahn merkt man eher wenig. Immerhin sind da Tunnels zu erahnen, und der Brombenzviadukt der Bahn beeindruckt. Etwas über eine Stunde brauchten wir am Freitag für die Route und freuten uns am Bahnhof Wiesen, das Beizli offen vorzufinden. Dort sass schon einiges Volk, speziell Ferrophile, Bahnfans. Kaum etwas bekamen wir vom Wiesener Viadukt mit, der hier ansetzt. Vom Beizli aus ist er nicht zu sehen, und als Fortsetzung wählten wir den Weg in der Nähe des Landwassers; besagter Viadukt, die höchste Brücke der Rhätischen Bahn, zeigt sich aus diesem Winkel nur teilweise. Was auch seinen Reiz hat.
Der Bahnhof Wiesen steht weit abseits des gleichnamigen Dorfes.

Aus dem Beizli beim Bahnhof Wiesen fotografiert: historische Waggons der Rhätischen Bahn,
die in den warmen Monaten des Jahres zwischen Davos Platz und Filisur verkehren.

Mehr sahen wir vom Wiesener Viadukt, Höhe 88,9 Meter, nicht. 

Montag, 22. Juni 2026

Zweimal Abbau

Zwei Meldungen der letzten Tage, die mindestens indirekt mit dem Wandern zu tun haben:

  1. Braunwald zieht sich aus dem Skigeschäft zurück. Vier Skilifte werden geschlossen, offen bleiben soll bloss die Gondelbahn zum Grotzenbüel. Der Glarner Ferienort will den Gästen im Winter Winterwanderungen und Schneeschuhtouren empfehlen und das Sommergeschäft möglichst forcieren; der Skibetrieb war in den letzten Jahren nicht mehr rentabel gewesen. Interessant: In Elm, ebenfalls Kanton Glarus, tut man das Gegenteil und baut zusätzliche Schneekanonen. Wer schlauer handelt, sehen wir in einigen Jahren.
    Wandern in Braunwald: auf dem Chnügrat, unten der Oberblegisee.
  2. Die Klinikgruppe Valens gibt den Standort Walenstadtberg SG auf Ende 2029 auf. Die rund 75 entfallenden Bettenplätze werden zukünftig in Valens SG angeboten. Entlassungen soll es keine geben. Aus Wanderers Sicht wäre es schön, wenn weiterhin Busse nach Walenstadtberg führen, es ist ein toller Startort.
    Wanderziel in Walenstadtberg: das Paxmal.

Dienstag, 9. Juni 2026

Urschweiz mit Pizza

Blick zurück auf Flüelen eine halbe Stunde nach dem Start daselbst.
Der Weg der Schweiz wurde von den Kantonen
bezahlt; jedem ist deswegen ein Abschnitt zugeordnet.
Ein traumhaftes Gewässer: der Urnersee mit dem Gitschen (rechts der Mitte). Hinten links Flüelen.
Die Tellskapelle bei der Tellsplatte nah Sisikon birgt vier
patriotische Fresken. Dieses zeigt Tell, der Gesslers Häschern bei der
Tellsplatte durch einen kühnen Sprung vom Boot entkommen kann.
Bei der Tellskapelle gibts ein kleines Restaurant.
Zwei Leute sind mit dem Kanu angereist.
Unser Schlussmahl.
Am Samstag gingen wir ein Stück auf dem Weg der Schweiz, wanderten von Flüelen bis Morschach, was etwas über vier Stunden dauerte bei 710 Höhenmetern aufwärts und 500 Höhenmetern abwärts. Die Route zerfiel in zwei ganz verschiedene Teile: In der ersten Hälfte waren wir im Gebiet der Axenstrasse unterwegs, erlebten die wichtige Nord-Süd-Verbindung aus der Nähe, sahen auch immer wieder mal einen Zug vorbeisausen. Es gibt Tunnels, Galerien und vor allem unzählige Treppen; der Weg der Schweiz wurde 1991, zum 700-Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft, mit grossem Aufwand hergerichtet. In Sisikon gönnten wir uns im Garten des Hotels Eden einen Nussgipfel. Die zweite Hälfte entsprach dann eher einem klassischen Bergweg abseits der grossen Verkehrsstränge; die Aussicht, die schon zuvor grandios gewesen war, war es nun noch viel mehr. Womit wir bei dem wären, was die ganze Unternehmung zusammenhielt, sie verklammerte. Es war der Urnersee, der sich an unserem Tag in Türkis präsentierte und uns nachhaltig faszinierte. Am Ende gabs in Morschach im Restaurant Il Gusto, das zum riesigen Ferien-Freizeit-Resort Swiss Holiday Park gehört, zu essen. Uns wars dort zu wuselig, wir fühlten uns nicht wirklich wohl. Wobei die Servierin dann doch sehr nett war. Und die Pizza wirklich gut.

Sonntag, 24. Mai 2026

Eine Maienwanderung

Kleine Wildnis: das Tälchen Schachlete bei Laufen.

Kurz nach dem Zmittag in Metzerlen.

Beim Mätzerlechrüz auf dem Blauen.
Das Monsterli von Metzerlen.
Was für eine schöne Gegend. Wobei derzeit eigentlich alle Gegenden schöner sind als im Rest des Jahres, vielleicht abgesehen vom Spätherbst. Wir stiegen am Mittwoch von Laufen BL via Bergmattenhof auf zum Mätzerlechrüz auf dem Höhenzug Blauen. Stiegen ab nach Metzerlen SO, assen dort gut zu Mittag. Und zogen hernach hinüber nach Leymen, das zu Frankreich gehört, dank der Tramlinie Nr. 10 aber direkt mit der Stadt Basel und deren Bahnhof SBB verbunden ist. Am Ende der Unternehmung waren wir uns einig: War eine tolle Maienwanderung. Der Bluescht machte es aus, das allgemeine Blühen, das die Landschaft in einen Garten verwandelt.
Leymen (F). Das Tram im Bild fährt noch eine Haltestelle
weiter nach Rodersdorf SO, wendet dort und fährt dann nach Basel.