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| Das schönste Gewässer des Tages: der Seefeldsee, vom Abgschütz aus gesehen. |
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| Abstieg vom Mittelpunkt der Schweiz Richtung Sachseln, der Anblick des Sarnersees motiviert. |

Im letzten Eintrag erzählte ich vom Mittelpunkt der Schweiz auf der Älggi-Alp im Kanton Obwalden. Eigentlich wollte ich da gar nicht hin, als ich am Samstagmorgen auf Melchsee-Frutt früh startete. Mein Ziel war der Hochstollen, den ich vor mir hatte. Doch auf dem Abgschütz, einem Pass, fasste ich anderthalb Stunden später einen neuen Plan, dies schlicht darum, weil eine Riesengruppe junger Männer vor mir zum Hochstollen abbog. Auf dem Gipfel würde ich keine Ruhe finden, wusste ich und verspürte Unlust. Ich konsultierte den Abgschütz-Wegweiser, sah die Älggi-Alp als Ziel aufgeführt, voilà. Es folgte ein grober, wirklich sehr grober Abstieg zum Sachsler Seefeld durch eine geröllige Felsflanke: hohe Tritte, Ketten, Eisenbolzen halfen. Auf dem Seefeld wurde alles wieder leicht, und bald erreichte ich, eine Geländestufe tiefer, den Mittelpunkt der Schweiz. Was mich dort enttäuschte, habe ich gestern erzählt: Das Gasthaus war geschlossen. Mittlerweile wasserlos, trat ich den langen Marsch hinab nach Giswil oder Sachseln an; weil es gegen Westen zu nach Gewitter aussah, nahm ich nicht den Pfad durch das Tobel der Kleinen Melchaa. Zwei Stunden lang tippelte ich auf dem Strässchen, Autos fuhren praktisch keine vorbei. Ich fühlte mich schon ziemlich ausgetrocknet, als weit unten doch ein Auto kam und hielt. Ein junger Obwaldner lud mich auf, so fiel der Schluss meiner Wanderung komfortabel aus, in Sachseln rehydrierte ich im "Denner" – herrlich. Aber anstrengend war das durchaus gewesen: fast fünfeinhalb Stunden Gehzeit bei 430 Höhenmetern aufwärts und 1750 Höhenmetern abwärts. Und noch dies: Nicht zuletzt waren es die vier wunderbaren Seen und Seelein, die mir von dieser Route bleiben werden.
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| Zwei Stunden Hartbelag: das Strässchen, auf dem ich Richtung Sachseln marschierte. |
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