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Widmers kalter Matcha mit Mangosaft. Hinten steht schon der Zug nach Zürich bereit. |
Der Widmer macht ja in gastronomischer Hinsicht den Eindruck, als konsumiere er seit Jahrzehnten die gleichen Dinge. Aber nein! Ab und zu packt ihn die Experimentierlust. Kürzlich, am Mittag des 1. August, musste er am Bahnhof St. Gallen fast eine halbe Stunde lang warten. Am Perron eins sah er ein paar Stühle und Tischchen des Cafés Spettacolo, ging daraufhin ins Innere und bestellte doch tatsächlich etwas, das er noch nie gehabt hatte. Einen Mango-Matcha, der auf einem kleinen Schild als
erfrischend angepriesen wurde. Die junge Frau hinter dem Tresen goss aus einem Tetrapack gelben Mangosaft in ein Glas, gab aus einem zweiten Tetrapack grünlichen Matchasaft zu. Widmer war ein wenig enttäuscht, er hatte sich eine kleine Teezeremonie vorgestellt, etwas irgendwie Würdevolles. Den Drink fand er sehr zuckerig. Aber er sah halt schon originell aus, schmeckte durchaus und war schön kalt. Widmer war stolz auf sich – Innovation!
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