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Freitag, 14. August 2026

Rötelsamstag

Mein Rötel mit Gemüse und Kartoffelstäbli.
An gewissen Tagen ist das Leben einfach gut zu einem. Letzten Samstag fuhr ich mit dem Plan über den Ägerisee, mir das Morgarten-Schlachtdenkmal beim Buechwäldli anzuschauen. Und dann im Restaurant Buechwäldli gleich nebenan, einem bekannten Fischlokal, etwas zu essen. Fisch. Nun, mein Tisch auf der ansonsten pumpenvollen Terrasse war parat, als ich im Restaurant eintraf, bloss kam gleich die Wirtin und teilte mit, man sei überlastet, es laufe im Haus auch noch ein Bankett, ich müsse nach dem Bestellen sicher eine Stunde warten. Die Wirtin sagte das total nett, es war ihr gar nicht recht. Nun, wir trennten uns im Frieden, und mir fiel ein, dass zwei Bushaltestellen entfernt das Hotel-Restaurant Eierhals liegt, in dem ich noch nie war. Ich wechselte dorthin, es hatte genug Platz, ich wurde freundlich bedient, hatte bald einen Teller mit Zuger Rötel vor mir, einem Seesaibling. Schmeckte umso besser, als der Fisch aus dem Gewässer direkt vor meinen Augen stammte. Der "Eierhals" ist eines der wenigen Restaurants im Land mit einer eigenen Fischerei; was serviert wird, ist garantiert frisch, je nach Fang gibt es Egli, Felchen, Hecht, Seeforelle, Trüsche und – eben – Rötel. Der Betrieb hat im Übrigen eine tiefe Geschichte. Die Familie Merz lebt hier seit 1744, bauert und fischt, eröffnete 1891 ein Restaurant. Eines, das ich gern wieder aufsuchen werde.

Blick von der Bushaltestelle auf den "Eierhals".

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