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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Bein- und Bauchfreude

Schloss Aigle. (Wikic.)
Von den Schweizer Wanderwegen gibt es jetzt die hübsche Broschüre "Wandern mit Genuss". Sie bietet zehn Routenvorschläge und kombiniert dabei jeden Weg mit einem kulinarischen Tipp; dabei wurde darauf geachtet, dass die Essware möglichst biologisch produziert wurde und aus der Region stammt. Ein Beispiel: In Aigle im Waadtland machen wir einen nicht allzu strengen Weinrundgang und beschliessen ihn im formidablen Caveau du Cloître am oberen Rand der Altstadt, hicks. Autor der Wandergenuss-Broschüre ist Martin Weiss, der drei tolle Bücher über die "Urchuchi" der Schweiz vorgelegt hat. Eine gute Sache; nicht nur die Beine, auch der Bauch freut sich.

Freitag, 28. Februar 2014

Fuchs und Karte?

Cox writes about a fox.
"Ich habe einen Fuchs getötet, und ich fühle mich deswegen schrecklich." Mit diesem Satz begann gestern eine Kolumne von Tom Cox im "Guardian". Sie leitete irgendwann über zum Bekenntnis des Autors, das Wandern mit Landkarten, besonders altmodischen, über alles zu lieben. Wie beides - Fuchs und traditionelle Navigation - zusammenhängt: Man lese es selber. Hier eine Passage, die sich gegen die moderne Smartphone-Wanderei richtet:
"Eine Karte wird nicht plötzlich aufhören, dir zu sagen, wo du bist, wenn du eine kleine Senke mit schlechtem Empfang erreichst. Ein Bildschirm saugt dich in sich hinein, weg aus dem Moment. Du könntest alles Mögliche verpassen, während du auf einen Bildschirm starrst, und wer weiss, was dich das kosten könnte. Während du obsessiv deinen Standort checkst und dem Punkt folgst, könntest du selbstvergessen an einem kleinen neolithischen Monument in der Ecke eines Feldes vorbeigehen..."

Donnerstag, 14. November 2013

Klotz, Kapelle, Schwellen

Chalkidike? Nenei, Markgräflerland. Die St. Veitskapelle.
Bitte mehr Rhomben, Deutschland.
Gestern ein Dreistünder in Deutschland, im südlichen Markgräflerland zwischen Basel und Freiburg - und um das Negative vorzuziehen: Die Deutschen markieren ihre Wanderwege zu sparsam, wirklich mühsam, man hat auf manchen Strecken keine Ahnung, ob man noch auf dem richtigen Pfad ist, ob man abbiegen oder geradeaus weitergehen soll. Hey, deutsche Wanderorganisationen, kauft mehr Gelb, nehmt mal den Pinsel zur Hand und malt mehr von diesen gelben Minirhomben auf, an denen es gestern fehlte!

Jetzt das Positive: Das war eine gute Sache. Ich fuhr bis Istein, wanderte durch liebliches Rebgelände, bestieg den Isteiner Klotz, den die Einheimischen liebevoll "Klotzen" nennen. Die Festungen, die es in der Vorzeit, im Mittelalter und in den zwei Weltkriegen auf dem Klotz gab, sind längst verschwunden; sie wurden geschleift oder sind zerbröselt. Nach dem Klotz-Rundgang schaute ich mir die unten in die brüske Klotz-Wand gebaute St. Veitskapelle an und hatte dabei das Gefühl, das könnte auch Nordgriechenland sein. Und schliesslich ging ich zu den Isteiner Schwellen. Man hat dem Rhein so manches angetan, hat ihn begradigt, kanalisiert, mit Wehren bestückt; und doch! Die Schwellen gaben eine Ahnung, wie wild der grosse Fluss einst war.

Mehr über den Istein-Trip demnächst in meiner Zeitungskolumne!

Ein kleiner deutscher Rheinfall: die Isteiner Schwellen.

Freitag, 4. November 2011

Die Kuh mit dem gelben Maul

Im Netz stiess ich auf einen Beitrag von "Schweiz aktuell" über den Bezirksleiter der Berner Wanderwege. Ruedi Erb richtet, putzt, erneuert Wegweiser. Trifft man im Gelände eine Kuh mit gelbem Maul, erzählt er, hat das Vieh mit ziemlicher Sicherheit einen frisch gemalten Rhombus abgeschleckt.