Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Donnerstag, 23. April 2026

Granit und Tiefblicke

Der Wasserfall des Ri della Froda bei Chironico – bzw. ein Teil von ihm.
Die mittlere Leventina mit der Autobahn nah Lavorgo.
Calonico gesehen vom Kirchlein San Martino am Dorfrand.
Die Strada Alta vor Anzonico im Frühlingslicht.
Simpel und sehr fein: mein Essen in Anzonico.
Vieles war schön, vieles gefiel mir auf meiner Montagswanderung von Chiggiogna via Calonico und Anzonico nach Lavorgo. Die erste Attraktion, das war der Wasserfall des Bergbaches Ri della Froda am Dorfrand. Es folgte der Pfad durch einen Wald voller Granitblöcke, an manchen Orten sah ich hinab auf die mittlere Leventina, deren Autobahn fast die ganze Unternehmung über (3 h 20 min, 530 Hm aufwärts, 590 Hm abwärts) zu hören war. Im winzigen Dorf Calonico tat es mir das berühmte Kirchlein an, von dem ich morgen erzählen will. Das nächste Stück, Teil der Strada Alta, führte hinüber ins etwas grössere Dorf Anzonico. Noch mehr Granit und neue Tiefblicke. In Anzonico freute ich mich, die örtliche Osteria offen vorzufinden, ich nahm das Tagesmenü, Zucchettisuppe, dann Schweinsvoressen mit Hörnli, die durchsetzt waren von Kartoffelstücklein. War fein. Dann kam der Abstieg hinab nach Lavorgo, einen Wanderweg gibt es nicht, ich ging die meiste Zeit auf der Strasse mit ihren langen Geraden und engen Kehren. Nur an einer Stelle nahm ich die Abkürzung durch den steilen Hang, der Weg war aber nicht geputzt, meine Schuhe verschwanden im Laub, ich musste höllisch aufpassen, nicht auf einem der verborgenen Geröllbrocken auszurutschen. Nun, ging alles gut. Friedlich am Ende die Heimfahrt, und als ich in Zürich ankam, war der Böögg noch nicht angezündet.
Gleich bin ich unten: die Strasse von Anzonico hinab nach Lavorgo.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen