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| Ein Säulenstumpf erinnert an die Schlacht am Grauholz. |
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| Im Hintergrund ist die Autobahn zu sehen und zu hören. Lärmig! |
Im Grauholz, einem bewaldeten Höhenzug unweit von Bern, stellen sich bernische Truppen im Frühling 1798 dem französischen Feind entgegen. Ziemlich sinnlos, dieses Unterfangen, die Berner Regierung hat vor der Übermacht der napoleonischen Invasoren eigentlich schon kapituliert. Die Verteidiger, hoffnungslos in der Unterzahl, verlieren die Schlacht, Kommandant Karl Ludwig von Erlach wird kurz darauf bei Wichtrach massakriert. Von einem Mob aus Einheimischen. In diesen Tagen endet die Alte Eidgenossenschaft, deren wichtigste Kraft das bernische Staatswesen war. 1886 wird am Grauholz in der Gemeinde Moosseedorf ein Schlachtdenkmal eingeweiht. Dieses muss 1930 aber einem militärischen Bauvorhaben weichen. 500 Meter weiter westlich vom heutigen Eidgenössischen Waffenplatz
Sand-Schönbühl findet das
Grauholzdenkmal auf einem kleinen Hügel eine neue Bleibe. Am Sonntag kam ich vorbei. Ich fand den Platz mit dem Säulenstumpf an sich stimmungsvoll. An sich. Ganz in der Nähe führt die Autobahn von Bern Richtung Olten durch. Der Strassenlärm ist ein Stimmungskiller.
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