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Donnerstag, 25. Mai 2017

Geschenkidee

Ist das ein Witz? Da runter? Über die senkrechte Wand?
Bergstation des Alp-Sigel-Bähnleins im Alpstein.
Unsere hiesigen Seilbähnli sind ebenso reizend wie bedroht; nicht immer ist die Finanzierung mittel- oder gar langfristig sicher. Und doch hängt manche Alp unmittelbar von diesem Transportmittel ab. Jetzt gibt es ein Quartett, das in 32 Karten kleine Schweizer Seilbahnen feiert. Ich finde das eine hübsche Idee, das Quartett ist dazu auch ein ideales Präsent für alle, die am Auf und Ab in der Minigondel Freude haben. Vom selben Anbieter gibt es übrigens auch ein Hüttenquartett. Ein Seenquartett. Sowie ein Gipfelquartett. Und jetzt wünsche ich eine schöne Auffahrt!

Mittwoch, 24. Mai 2017

Turmgau

O
(Film-Screenshot/ B. Lenzin, Ermatingen)
Toll! Seit dem Wochenende ist der Napoleon-Turm auf dem Hohenrain offen, einem Hügel oberhalb von Ermatingen bei Wäldi im Kanton Thurgau. Man sieht von der 34-Meter-Plattform wunderbar weit in die Gegend, speziell natürlich auf den Untersee und die Insel Reichenau. Das Bauwerk ist auch ein Zitat. Es erinnert an das Belvédère zu Hohenrain, einen Aussichtsturm, der 1829 entstand und angeblich auf die Anregung des jungen Prinzen Louis Napoleon zurückging, des späteren französischen Kaisers Napoleon III., der im Thurgau einen Teil seiner Jugend verbracht hatte. 1855 wurde dieser erste Turm wieder abgebrochen. Auf Youtube gibt es zu dem heutigen Modell einen schönen kleinen Film, von dem auch mein Screenshot stammt.

Dienstag, 23. Mai 2017

Gewichtheben und Trinken: heikel!

Dieses lustige Plakat gegen zuviel Alkohol war überall, als wir am Sonntag in der Ostschweiz unterwegs waren; ich fotografierte es auf dem Bahnhof Heerbrugg. Nun hoffe ich, dass die Aktion viele Gewichtheber anspricht!

Montag, 22. Mai 2017

Jahwe und die Frauen

Stolze Frau: Figur der Göttin Aschera, Judäa, um 700 vor unserer Zeitrechnung.
In einer Inschrift von damals ist die Rede von "Jahwe und seiner Aschera".
Hatte demnach der jüdische Gott einst eine Gefährtin oder zumindest Helferin?
(Die Figur ist ausgestellt, fotografiert habe ich sie aber ab Katalog.)
Vor dem Museum.
Gestern eine Visite im Jüdischen Museum Hohenems - einem Erinnerungsort. Juden hat es im Vorarlberger Städtchen gleich ennet der Schweizer Grenze im St. Galler Rheintal kaum noch; die Synagoge wurde in den 1950er-Jahren zum Feuerwehrhaus umgemodelt, nachdem ihre Benutzer vor den Nazis längst geflohen oder durch diese deportiert und umgebracht worden waren, zurück kam praktisch keiner. Von der einstigen Präsenz der Juden, von ihrem angestammten Viertel zeugt also besagtes Museum in einer Villa, die früher einer jüdischen Familie gehörte. Derzeit und noch bis Oktober gibt es dort eine interessante Ausstellung: "Die weibliche Seite Gottes" handelt davon, dass die monotheistischen Religionen nicht hundertprozentig monotheistisch starteten. Bis Gott als alleiniger Himmelsherr übrig blieb, musste er doch einiges an weiblicher Konkurrenz beiseite schieben. Im Judentum dauerte es Jahrhunderte, ehe Jahwe, der als Lokalgott begonnen hatte, all die Göttinnen des alten Orients wirklich losgeworden war. Wer mehr wissen will darüber und über verwandte Themen wie die erotische Eva-Konkurrenz Lilith und die Umwandlung der stillenden Isis in die stillende Maria, der oder die muss hin.

Die Anreise ist einfach: Vom Bahnhof Heerbrugg fährt jede Stunde ein Bus nach Hohenems, Schlossplatz; man ist von dort in drei Gehminuten beim Museum. Was es sonst in Hohenems zu sehen gibt - demnächst etwas mehr dazu in einem neuen Eintrag.

Sonntag, 21. Mai 2017

Tipplzu

Diepoldsau ist heute zum grossen Teil eine Insel.
(Tschubby/ Wikicommons)
Der 18. April 1923 war für die Leute von Diepoldsau ein spezieller Tag. Vielleicht war er gar der speziellste der Gemeinde, die damals durch eine kontrollierte Explosion grossteils zur Insel wurde. Zuvor hatte man ein neues, schnurgerades Rhein-Bett ausgebaggert. Und nun wurde der Damm gesprengt und das Wasser floss geradeaus; der bisherige, weit nach Osten ausholende Flussverlauf stieg durch die Korrektur sozusagen zum Gewässer zweiter Klasse ab. Auch zerfällt der Alte Rhein bei "Tipplzu", wie die Einheimischen den Ortsnamen aussprechen, in mehrere Abschnitte, die bloss durch schmale Bäche verbunden sind. Ich freue mich, das heute mal aus der Nähe zu sehen auf dem Weg nach Hohenems gleich ennet der Grenze auf österreichischem Boden; ah ja, auch das muss zur Geografie noch gesagt werden: Nach wie vor bildet der Alte Rhein die Landesgrenze. Weshalb aber die Reise nach Hohenems? Davon in einem späteren Eintrag mehr, vielleicht morgen, vielleicht übermorgen.

Samstag, 20. Mai 2017

Böniger und die Gütesiegel

Die Sonne scheint: eines der Gütelabel.
(Kintante/ Wikicommons)
Verdienstvoll! Mein Redaktionskollege Daniel Böniger, einer der Tagi-Gastrokritiker, ein kompetenter Mann, brachte gestern in der Zeitung eine Seite mit einer Übersicht über die diversen Lebensmittel-Labels. Er beschreibt sie, er zeigt, was sie bringen, und auch, an was es ihnen allenfalls mangelt. Eine gute Sache: Pro Specie Rara, Coop Naturafarm, KAGFreiland und viele andere Labels in der Übersicht. Ich habe die Seite zuhause am Kühlschrank fixiert.

Freitag, 19. Mai 2017

Föisc? Föisc!

Sie tragen blumige Namen wie Pizzo di Brünesc, Toronit, Poncione di Tremorgio oder Föisc, sie sind mal abweisend und mal einladend, sie stehen zum einen nur den Kraxlern zur Verfügung und zum anderen auch den Gemütlichwanderern - und eines verbindet sie: Es sind Tessiner Berge. Ein neuer, schön gemachter Führer von Daniel Anker und Thomas Bachmann stellt 85 Wanderungen zwischen Gotthard und Generoso vor, er heisst "Gipfelziele im Tessin" und sei hier allen empfohlen, die öfters im Süden zu Berg wollen.