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Mittwoch, 14. Januar 2026

Noch 45 Tage

Der Winter – hier in Oberrieden ZH – ist nicht so mein Ding.
Der sogenannte meteorologische Winter umfasst die drei Monate Dezember, Januar und Februar. Zusammen sind das 90 Tage. Heute erreichen wir den 45. Tag, stehen somit in der Mitte des Winters. Eine gute Sache, finde ich, jetzt beginnt schon die zweite Halbzeit. Ich gebs gern zu, ich bin kein besonderer Winterliebhaber. Heuer ist dies auch der Grippe geschuldet, die mich zum Jahresende gepackt hat und jetzt langsam – leider nur langsam – wieder freigibt. Aber wie gesagt: Bald ist Frühling.

Dienstag, 13. Januar 2026

Das Tessin ist mal kurz weiter weg

Derzeit gesperrt: der Gotthard-Basistunnel.
(Foto: Bundesamt für Verkehr / Wikicommons)
Plant jemand ein Tessinreisli? Eine Stunde mehr Fahrzeit einplanen! Seit gestern und bis zum 23. Januar wird das Gros des Bahnverkehrs über die alte Bergstrecke umgeleitet. Im 57 Kilometer langen Basistunnel stehen Unterhaltsarbeiten an. Nur ganz wenige Kurse, etwa die Verbindung Mailand-Zürich-Frankfurt, sind von der Sperrung ausgenommen.

Montag, 12. Januar 2026

Das schlummernde Wehr

Gewusst, welcher Fluss als einziger in der Schweiz mit einem Eiswehr ausgestattet ist? Ich las das im "Tagi" – es ist die Sihl.

Die Sihl. Das Eiswehr sieht man unten links, zur Orientierung oben rechts
in Rot die S-Bahn-Station Brunau. (Screenshot Schweizmobil
Das Sihl-Eiswehr steht auf Stadtzürcher Boden nah der Allmend Brunau und hat vier bewegliche Schützen, mächtige Metallschilder, die man absenken und so Eisschollen auf dem Wasser stauen könnte. 100 000 Kubikmeter Eis vermag das Wehr aufzuhalten, bloss kam es nie zum Einsatz, der Klimawandel macht sich bemerkbar. 1968 wurde es gebaut, damals lag die letzte Gfrörni des Zürichsees erst fünf Jahre zurück, und man ging davon aus, dass sich früher oder später auf der Sihl Eis bilden und dann die weiter flussabwärts liegende Sihlhochstrasse, die zur gleichen Zeit wie das Wehr entstand, gefährden könnte. Nun, die Sihlhochstrasse wurde nicht fertiggestellt. Warum also bricht man das schlummernde Wehr, das vom Bundesamt für Strassen finanziert und betrieben wird, nicht ab? Weil es in einer anderen Art Notfall helfen könnte: wenn Schadstoffe im Wasser Richtung Zürich treiben. Mit anderen Worten: nicht ausgeschlossen, dass die Schützen doch einmal aktiviert werden.

Sonntag, 11. Januar 2026

Paris fährt Seilbahn

Die neue Seilbahn. (Screenshot)
Am südlichen Rand von Paris sind einige Vororte seit kurzem mit einer Seilbahn verbunden; bei einer Strecke von 4,5 Kilometern soll es sich um Europas längste urbane Seilbahn handeln. Kurz vor Weihnachten eröffnet, führt sie mit ihren 105 barrierefrei zugänglichen Gondeln die Leute, die in der betreffenden Agglozone wohnen, effizient zum Anschluss ans städtische Metronetz, pro Tag wird mit 11'000 Passagierinnen und Passagieren gerechnet.

Samstag, 10. Januar 2026

Fauler Bauer

Beim Schochengäbris in der Nähe des Gäbris.
Mal wieder ein bisschen Namenskunde, ich mag das halt. Als wir vor wenigen Wochen vom Gäbris nach Bühler abstiegen, kamen wir beim Schochengäbris vorbei. Ich schaute nach, was der Flurname bedeutet, was mich umso mehr interessierte, als der Familienname Schoch in Ausserrhoden häufig vorkommt; unvergessen unser mittlerweile verstorbener FDP-Politiker Otto Schoch, der den Kanton im Ständerat vertrat. Zurück zur Namensdeutung: Ein Schoch ist entweder ein Bauer, der Heuhaufen anlegt, Schochen. Oder aber, auch das meint Schoch, ein gutmütiger, etwas fauler Bauer.

Freitag, 9. Januar 2026

Ich riech' ihn schon

Die Siedlung Winkelhalden in Oberrieden ZH ("anders wohnen im Alter") ist ein Ort, an dem die Leute, viele davon fortgeschrittenen Alters, sich in allerlei gemeinschaftlichen Aktivitäten und Komitees engagieren. Auch eine eigene Kultur-Veranstaltungs-Reihe haben sie, den "Salon im Winkel". Diesen Sonntag bin ich dort zu Gast, stehe der Fernsehjournalistin und Dokfilmerin Christa Miranda Red und Antwort. Nach der Matinée gibts Brunch - ich rieche ihn schon, den Butterzopf. 

Donnerstag, 8. Januar 2026

Oltens Jüngling


Wie kaum ein anderes Kunstwerk prägt dieses das Oltner Stadtbild. "Remonte!" findet sich auf der Altstadtseite der Bahnhofbrücke, der Name bedeutet "Steig wieder auf!", freilich scheint sich der Jüngling mit dem Wieder-Aufsteigen schwer zu tun, das Pferd benimmt sich widerspenstig. Von Otto Charles Bänninger stammt die Bronzeplastik von 1961 und war in ihren Anfängen umstritten. Es gab Leute, die störten sich daran, dass der Jüngling nackt war. Und dass seine Gesichtszüge abstrahiert waren. Womöglich ging es aber auch darum, dass die örtlichen Behörden vorerst einen Bildhauer aus der Region auserkoren hatten, diesen zentralen Ort zu bestücken, bis nach einigem Hin und Her doch ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Den gewann Bänninger. Ein Zürcher. Aber das ist alles vergangen, vergeben, vergessen. Heute ist "Remonte!" akzeptiert. Die Skulptur, die ich kürzlich fotografierte, würde einem fehlen, wenn sie nicht dastünde.

PS: Der Führer "Kunst in Olten" listet 83 Kunstwerke in der Stadt auf und schlägt fünf Spaziergänge vor, auf denen man sie kennenlernt. Er ist gratis beziehbar und auch herunterladbar – toll und vorbildlich, liebes Olten.