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Sonntag, 1. November 2026

Inselzwerg

Also gross ist es nicht, das Gamma-Inseli.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts senkte man den Spiegel des Sempachersees um fast zwei Meter ab, beseitigte so die Gefahr von Überflutungen. Bei Sursee an der Nordspitze des Sees tauchte damals eine kleine Insel auf, die später "Gamma-Inseli" getauft wurde. Die Verkleinerungsform ist angemessen für eine Landfläche von bloss 184 Quadratmetern. Vögel schätzen das dschungelartig überwachsene Areal, es  bietet ihnen Schutz und ist ein winterlicher Rückzugsort. Als ich unlängst in Sursee war, registrierte ich am See natürlich das Inseli – bekanntlich ist die Schweiz eher arm an Inseln, sieht man mal eine, findet man das bemerkenswert. Archäologen ist das Gamma-Inseli ein Begriff, weil auf ihm schon in der Jungsteinzeit Menschen lebten, als der Seespiegel ebenfalls tief lag.  Fundgegenstände wie etwa Teller- und Topfscherben belegen die prähistorische Siedlung. 1960 befestigte man das Ufer des Inselis rundum mit Steinen, um eine Unterspülung durch das Wasser zu verhindern. So ist damit zu rechnen, dass es uns erhalten bleibt.
Und hier die Erklärung, woher der Name des Inselis rührt.