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Sonntag, 15. Februar 2026
Eine spezielle Brücke
Eine kleine grosse Attraktion am Wanderweg von Rüti ZH nach Rapperswil SG: die Naturbrücke im Waldstück Martinsbrünneli. Gestern Samstag besuchten wir sie und waren beeindruckt. Zustande kam die Naturbrücke so: Der – namenlose – Bach frass die Nagelfluh im Lauf der Zeit weg, wohingegen die höher liegende härtere Gesteinsschicht bestehen blieb. Um Appenzellergranit handelt es sich bei dieser härteren Schicht, womit ich beim "Tagi" wäre, der mich letzte Woche mit einem langen Artikel zum Ausflug inspirierte. Vor 16 Millionen Jahren ereignete sich im Gebiet der heutigen Schweiz ein gewaltiger Murgang. Eine zähflüssige Masse, eine Art Fels-Schlamm-Müesli, ergoss sich von den Alpen her, aus dem Raum Sargans, Richtung Norden. Am Ende bedeckte der Brei bei einer Höhe von zwei bis fünf Metern eine Fläche von rund 50 auf 50 Kilometer, diese Zone reichte in der Ost-West-Achse von Abtwil bei St. Gallen bis Feldbach bei Rapperswil. Die Masse verfestigte sich später und wurde hart wie Zement, so entstand der Appenzellergranit. Wie ich im Zeitungsartikel las, diente er als Baumaterial unter anderem für Eisenbahnbrücken. Wer die Naturbrücke beim Martinsbrünneli aus der Nähe sehen will: Sie findet sich circa zwei Kilometer nördlich von Jona und ist auf der Landeskarte eingezeichnet.
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