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Nichts ist mehr zu sehen von den unzähligen Tanks, die in dieser Wiese am Rhein bei Tössriederen ZH im Boden versenkt waren. |
Vor gut 70 Jahren spekulierte Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler. Die Schweiz werde am Rhein bei Eglisau einen Industriehafen anlegen, sodass Lastschiffe von der Nordsee via Basel bis hierhin, ins Zürcher Unterland, fahren könnten. Wähnte er. Und liess ab 1957 in Tössriederen bei Eglisau am Fluss ein riesiges Tanklager anlegen mit unzähligen unterirdischen Tanks für total 40 Millionen Liter Heizöl und Benzin – schliesslich war die Migros mit ihrer "Migrol" dick drin in diesem Geschäft. Nun ja, der Hafen wurde nie gebaut, Lastwagen trugen den Treibstoff heran, der im Kalten Krieg als strategische Reserve für die Schweiz gedacht war. Bis die Migros 1978 die Anlage stilllegte und verkaufte. Später kam es zum Rückbau, der teuer war; heute gehört die Wiese, an der wir am Mittwoch auf dem Weg von Eglisau zur Tössegg vorbeiwanderten, der
Pro Natura Zürich. Die lobt sie als "artenreich". Als wertvollen Lebensraum für Amphibien und Reptilien. Auch gut.
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