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Mittwoch, 18. Februar 2026

Der Pufferstausee

Ferden VS und sein Stausee. (Foto: Johannes Löw / Wikicommons)
Was für ein Amt! Der Mann muss gute Nerven haben. Seit rund vier Monaten hat das Wallis einen neuen Naturgefahren-Chef. Die Zeitung "Walliser Bote" brachte letzte Woche ein Interview mit Guillaume Favre-Bulle. Darin ging es zu einem guten Teil um das im letzten Jahr durch einen Bergsturz verschüttete Dorf Blatten im Lötschental. Hier ein Aspekt, den ich besonders interessant finde: In den letzten Monaten liefen Arbeiten an der durch den Bergsturz zum See aufgestauten Lonza bei Blatten. Das Wasser kann nunmehr eigenständig abfliessen, es sollten keine plötzlichen Fluten auftreten. Mehr Sorgen macht dem Sicherheitschef, dass ein Drittel des Bergsturz-Schuttkegels aus Eis besteht. Rund drei Millionen Kubikmeter sind es, die über Jahre schmelzen werden, doch in der festgepressten Masse quasi gefangen sind. Was, wenn vom Kleinen Nesthorn ein neuer Felssturz käme, auf den Kegel träfe und einen Murgang auslöste? Dann würde sich die Masse talwärts wälzen Richtung Wiler und Kippel. "Zum Glück", sagt der Experte, "gibt es den Staumdamm von Ferden, der im Ereignisfall als wichtige Pufferzone dient". Uff, die habens nicht leicht im Lötschental.

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