- Die Toten lagen in Steinkisten aus Muschelkalk. Die Kisten hatten auch Deckel aus diesem Material. In mehreren Kisten lagen Kinder.
- Als einziger Erwachsener einzeln bestattet wurde ein etwa 35-jähriger Mann, vermutlich ein Sippenführer oder, so die Tafel, "Medizinmann".
- Alle Toten - siehe obige Illustration - wurden wie Schlafende zur Ruhe gebettet, in Seitenlage, den Kopf auf den zusammengefalteten Händen, mit Blick auf die aufgehende Sonne.
- Die Forscher fanden auch heraus, dass nur gut 30 Prozent der Menschen von damals überhaupt das Erwachsenenalter erreichten. Und nur sehr wenige brachten es auf 40 Jahre.
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Freitag, 7. Februar 2014
Tod in Lenzburg
Als wir einmal in Lenzburg zu einer Wanderung starteten, kamen wir auf dem Schlosshügel an einer archäologischen Infotafel vorbei. Sie erklärte, dass an dieser Stelle das grösste steinzeitliche Gräberfeld der Schweiz liege; freilich sei es 1959 gleichzeitig mit seiner Entdeckung - durch Bauarbeiten für ein Wasserreservoir - teilweise zerstört worden. Die Fakten zur gut 5000 Jahre alten Begräbnisstätte:
Donnerstag, 6. Februar 2014
A-Namen à discrétion
So ein Wanderer liest notgedrungen viel, weil er ja Woche für Woche stundenlang Zug fährt. Eben habe ich mit Genuss und Gewinn einen historischen Roman verschlungen. Die Epoche des frühen Königreichs England, also das 9. und 10. Jahrhundert, ist, freundlich gesagt, ein Irrenhaus. Die sieben angelsächsischen Reiche früherer Jahrhunderte von Essex über Mercien bis Northumbrien, die Heptarchie, sind noch nicht wirklich überwunden. Christentum und altgermanische Religion liegen im Widerstreit, so mancher Frühbischof wird von einem wildgewordenen Anhänger Thors kurzerhand mit dem Schwert gemeuchelt. Und vor allem sind die Dänen auf der Insel, die Wikinger; es gibt in jener Zeit so manchen Moment, in dem es aussieht, als würde Britannien skandinavisiert - wäre das nicht lustig, wenn die Beatles Dänisch gesungen hätten? Bernard Cornwells Roman "The Pagan Lord" führt auf die Schlacht von Tettenhall im Jahre 910 zu, als die Angelsachsen die Dänen entscheidend aus den britischen Midlands zurückdrängen. Das Hauptproblem für den Leser sind die Namen. Die adeligen Vertreter des Hauses Wessex, die die Helden der einen Seite stellen, heissen, Mann und Frau, alle sehr, sehr ähnlich:
Aethelwulf, Aethelstan (den gibt es mehrfach), Aethelbert, Aethelrod, Aethelflaed, Aethelgifu, Aethelweard, Aefthryth.
Mittwoch, 5. Februar 2014
Fleischvogel auf 1994 Metern
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| Das Skihaus Casanna im Rückblick während des Abstiegs. Dahinter der Hausberg des Skihauses, das Mattjisch Horn, 2461 Meter hoch. |
Schon seit Jahren auf meiner Wunschliste - gestern endlich besucht: das Ski- und Berghaus Casanna auf 1944 Metern. Es liegt hoch über Langwies GR im Hochtal Fondei, hält hier sozusagen allein die Stellung; im 17. Jahrhundert lebten im Fondei noch über 200 Menschen, heute ist der Hauptweiler Strassberg samt den umliegenden Häusern nur noch im Sommer belebt. Mit Ausnahme des Casanna eben. Das Wetter war im Aufstieg nicht besonders, es schneite leicht, die Sonne war eine milchige Himmelsscheibe, die Kontraste waren flach und flau. Oben kehrte ich ein, ass einen wunderbaren Fleischvogel mit Kartoffelstock; und plötzlich schien die Sonne in die Gaststube. Ich zahlte rasch, ging, stieg ab durch einen Wintertraum. Casanna, ich bin froh, dich jetzt zu kennen!PS: Zum Casanna kommt man auf dem Alpsträsschen Richtung Strassberg, das der Wirt winters sauber walzt; kurz vor Strassberg biegt man, immer auf der gewalzten Piste, links ab und ist dann rasch oben. Der Aufstieg braucht zwei Stunden, hinab kommt man in anderthalb; die Höhendifferenz beträgt je 640 Meter.
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| Das Hochtal Fondei mit den Häusern von Strassberg, die im Winter nicht mehr bewohnt sind. Das Skihaus Casanna liegt linkerhand (nicht im Bild). |
Dienstag, 4. Februar 2014
Ich will bitte Zahnweh!
Kürzlich in Mogelsberg kamen wir an diesem Schild vorbei. Mich packte ein unwiderstehliches Verlangen nach Zahnweh.
Montag, 3. Februar 2014
Die magische 40
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| Schöner schneearmer Februar: Blick zurück zwischen Diezikon und Huzlen. |
Die Sonne trieb uns, nährte uns, wärmte uns, befeuerte uns, während wir am Samstag von Rüti via Wald (Kafihalt in der Bleichi, einem umgenutzten Industrie-Areal) nach Goldingen zogen. Dort assen wir sehr gut im Rössli. Dann gingen wir über die allerherrlichsten Höhenwege mit Blick auf den Zürichsee zurück und beschlossen die Wanderung nach sieben Gehstunden im Restaurant Rathaus am Hauptplatz zu Rapperswil. Wir waren müde, aber nicht todmüde und formulierten einen Plan, der diesen Frühling Wirklichkeit werden soll: Wir möchten gerne, nachdem wir doch des öftern die 30-Kilometer-Marke ritzten, einmal eine 40-Kilometer-Wanderung machen respektive testen, ob wir sie schaffen. Gestern Sonntag machte ich mich daran, eine geeignete Route zu finden. Gar nicht so einfach. Nur flach geht nicht, sonst bekommt man vom ewigen Geradeaus Rücken- und Hüftweh. Zu fest auf und ab geht auch nicht, sonst kommt man nicht effizient vorwärts. Last not least braucht es auch eine gute Wirtschaft fürs Mittagessen und sollte die Anreise nicht zu lange dauern, damit man um acht Uhr morgens oder so loslegen kann. Wie gesagt, ich bin am Überlegen. Heuer wollen wir die magische 40 knacken.Route: Rüti - Tannertobel - Fägswil - Breitenmatt - Töbeli - Grund - Wald, Bleichi - Wald, Bahnhof - Hofacher - Bebikon - Diezikon - Frohberg - Huzlen - Egligen - Goldingen - Goldingen, Unterdorf - Zilwald - Hinterbergen - Kirchweghöchi - Gibelsriet - Oberegg - Chälenstich - Egg - Hohweg - Hummelberg - Jona, Bahnhof - Rapperswil, Schloss - Rapperswil, Schwimmbad - Rapperswil, Bahnhof (27 Kilometer, 590 Meter aufwärts, 668 Meter abwärts).
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| Rapperswil, die Sonne ist weg, es wird Abend über dem Zürichsee. |
Sonntag, 2. Februar 2014
Die Rinderquarantäne
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| Sommers zieht das Schweizer Vieh in die Höhe. Aber immer weniger nach Vorarlberg. |
Samstag, 1. Februar 2014
So lob ich mir meinen Winter
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| Hat was, so ein Winter ohne Schnee. K. unterwegs im Wald, kürzlich. |
Auch heute wieder wollen wir von der Wettermilde profitieren: Wir halten von Rüti im Zürcher Oberland nach Wald und weiter nach Goldingen, Kanton St. Gallen, um dann weiter südlich retour nach Rüti zu gehen - und meine Hoffnung ist, dass es sieben Stunden oder so nicht regnet, bis wir fertig sind. Wir werden sehen, ich freue mich jedenfalls auf unsere erste Februarwanderung.
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