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Montag, 31. Dezember 2012

Wienerschnitzel und eine Portion Nebel

Das letzte Fotos von der letzten Strecke des Jahres: Es war schon dunkel, als wir am Samstag nach sechseinhalb Stunden Gehzeit in Avenches ankamen. Vorangegangen war eine herrliche Wanderung: im Nebel von Müntschemier durchs Grosse Moos. Hernach der Sonne entgegen auf den Mont Vully. Schliesslich wieder im Nebel nach Lugnorre und weiter via Vallamand und das Murtensee-Ufer nach Avenches. Interessant waren auf dem Vully die alten Bunker der Fortifikation Murten aus dem ersten Weltkrieg. Begeisternd das Essen in der Auberge des Clefs in Lugnorre (ich hatte ein riesiges Wienerschnitzel vom Kalb sowie ziemlich viel Rotwein). Und beklemmend das Seeufer beim Eindunkeln, romantisch und unheimlich zugleich; gut, war ich nicht allein, ich hätte sonst einen Blair-Witch-Project-Anfall erlitten. Wieder einmal war das Wandern Psychodrama mit allen Emotionen - und damit wünsche ich all den lieben Leserinnnen und Lesern meines Blogs ein bewegtes, unfallfreies, erfüllendes 2013.

Sonntag, 30. Dezember 2012

Mohr, oh Mohr

Mehrere Schweizer Orte führen den Mohren im Wappen, darunter Avenches - in meiner Wanderkolumne vom Freitag, die in Avenches endet, erwähnte ich dies in aller Kürze. Liest man sich in die Kulturgeschichte des Begriffs ein, der sich von griechisch "mauros" (schwarz) ableitet, staunt man, wo überall es einst Mohren gab: Da ist der Mohr der Heiligen Drei Könige, der Mohr von Venedig, Lodovico Il Moro, wie ein mittelalterlicher Mailänder Fürst hiess. Heutzutage ist der Mohr, Vorläufer des "Negers", höchst verpönt. Umso mehr verblüffen jene unserer Gemeinden, die an diesem Sujet festhalten.
Acht Mohren in sechs Schweizer Wappen. (Wikicommons)

Samstag, 29. Dezember 2012

Chronik laufender Ereignisse

Sandsteinhöhlen auf dem Mont Vully. (Wikicommons/Bzzz)
Die letzte Wanderung meines Fähnleins im 2012 steht an. Sie wird uns heute auf den Mont Vully führen, aber auch an den Broyekanal und zum Murtensee. Die Aussicht wird bombastisch sein. Wir werden Expo-Erinnerungs-Rückfälle erleiden und wieder einmal die Trois-Lacs-Gegend von ganzem Herzen lieben. Unklar einzig noch, wo wir mittagessen werden. Mehr darüber demnächst in meinem Blog, dieser Chronik laufender Ereignisse.

Freitag, 28. Dezember 2012

Nataschas ödematöse Imbibierung

Schön ist er nicht. Aber
hilfreich: der Vacoped.
Der Bericht von Natascha Knecht auf dem Outdoor-Blog des "Tages-Anzeigers" ist bei aller Rabenschwärze des Inhalts auch amüsant - sie reportiert diverse Unfälle, die ihr beim Sport passierten und ihr ihr heissgeliebtes Hobby, das Klettern, temporär verunmöglichten. Neuerdings trägt Kollegin Knecht, nachdem sie beim Bouldern abspringen musste, einen Vacoped-Stiefel. Der ist die moderne Alternative zum Gips und muss wie jener im Bett dranbleiben. Arme Natascha - gute Besserung! Und nun noch die Diagnose des Arztes in Fachchinesisch, die auch uns Wanderer jederzeit ereilen könnte: "Fraktur des Volkmann-Dreiecks mit diffusem Ödem sowie eine Läsion in der ventralen Syndesmose und der anterolateralen Kapsel mit Erguss und deutlich ödematöser Imbibierung des subkulanten Weichteilgewebes."

PS: Heute morgen um 5 Uhr 20 beim Kaffeetrinken in der Zeitung gelesen: Das Bergrestaurant Adlerhorst im Roggenstock-Gebiet nah Oberiberg SZ ist gestern vollständig abgebrannt. Wir Wanderer liebten es, weil da keine Autos hinkommen.

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Kronberg ohne Ski

2009, unterwegs zum Kronberg auf der Skipiste. Sie gibt es nun nicht mehr.
Ich hatte das nicht mitbekommen, mein Bruder erzählte es mir beiläufig: Auf dem Kronberg, einem jener Appenzeller Höger, die mit einer Seilbahn erschlossen sind, wird neuerdings nicht mehr Ski gefahren. Der Betrieb rentierte nicht, auch - oder schon gar - nicht, als man ihn für Kinder gratis machte. Und dewegen ist der Kronberg nun ein reiner Schlittel- und Winterwander-Berg. Gut so, finde ich, wir werden diesen Winter vom Jakobsbad mal hinaufsteigen, die Sache inspizieren und es dabei geniessen, nicht auf Schritt und Tritt Ausschau halten zu müssen nach Skifahrern, die ihre Bretter nicht mehr unter Kontrolle haben und einen über den Haufen zu fahren drohen.

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Der Mailänderlihund

Für heute vier Weihnachts-Impressionen, iPhone-Schnappschüsse aus dem, wie ich zu witzeln pflege, Appenzeller Stammesreservat; ich war am 24./25. auf Familienbesuch. Gewandert wird erst am Samstag wieder, ich arbeite heute und auch Do/Fr.
Aus der Wohnung meines Bruders betrachtete ich
den Alpstein, der Säntis hüllte sich in Abendgold.

Hündin Bella verschlief den Austausch der
Geschenke auf dem Teppich. Sie ist ja doch schon
zehn Jahre alt. Als ich sie fotografierte, hob sie
immerhin den Kopf. Nun gut, vielleicht war es auch
die Schinkentranche in meiner anderen Hand.

Mein Bruder bot an, mich nach Zollikerberg heimzuchauffieren. Ich nahm
gerne an. Es wurde ein herrliches Passfährtli (Wasserfluh und Ricken).
Die Sonne blendete dabei, hier in Schönengrund, als sei es Frühling.
Die Mutter gab Mailänderli mit; auf Wunsch meines
kleinen Neffen hatte sie auch solche in Hundeform gebacken.

Dienstag, 25. Dezember 2012

Juckers besuchen!

Schnapsregal bei Juckers in Seegräben.
Für Weihnachtsausflüge in der Region Zürich sehr zu empfehlen: Der weit herum bekannte Bauernhof der Familie Jucker in Seegräben, gleich bei der Kirche. Unter dem Label "farmart" veranstalten Juckers jeweils Kürbisausstellungen, darüber schrieb ich hier auch schon. Und da ist der ganzjährig betriebene Hofladen mit einem rudimentären Restaurant, grossartig, man kann sich dort zum Beispiel mit Schnäpsen eindecken. Aber auch mit Konfitüre. Oder mit Gemüse. Und einen Punsch wird man sich auch gönnen. Wie gesagt, sehr empfehlenswert; hier die Angaben zu den Öffnungszeiten während der Festtage.