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Dienstag, 19. April 2011

Silas und sein Osterweg

Osterweg 2010: Held war ein Küken. Foto: zvg.
Silas Egli ist 16, wohnt in Schübelbach (SZ), hat das Hobby Dekorieren - und hat auch heuer wieder in Schübelbach einen Osterweg eingerichtet. Die Kosten bezahlt er aus dem eigenen Sack. Silas hat mich kürzlich angemailt und mir einiges über sein Projekt erzählt. Letztes Jahr begingen 600 bis 700 Leute den gut drei Kilometer langen Weg mit seinen Holztafeln und trugen sich im Gästebuch ein. Und noch bis 9. Mai kann man sich von Silas` Osterfantasien inspirieren lassen. Start ist beim Restaurant Chrüz in Schübelbach.

Montag, 18. April 2011

Der Serienkillermond

Gestern 22.08, allein im Bauernhaus weit abseits des Dorfes im Appenzellischen, fotografierte ich draussen vor dem Stall den Mond. Dann ging ich mit Jo Nesbös Thriller "Schneemann" über einen Serienkiller zu Bett. Und nun bin ich froh, ist wieder Tag. Und Gott sei Dank liegt hier oben auf 980 Metern kein Schnee mehr.

Sonntag, 17. April 2011

Wettstein!

JRW, 1594 bis 1666.
Baslerinnen und Basler weghören, ihr wisst das natürlich! Alle anderen mag interessieren, wem die Wettsteinbrücke zwischen Grossbasel und Kleinbasel den Namen verdankt. Es ist Johann Rudolf Wettstein, jener Basler Bürgermeister, der es 1648 am Ende des 30-Jährigen Krieges wider den Kleingeist und die Nörgelei der dreizehn Alten Schweizer Orte, die sein Budget fortlaufend kürzen, im Alleingang zustandebringt, den Grossmächten zu Münster und Osnabrück abzuringen, was gefühlte Realität ist, nicht aber verschriftlichte, diplomatisch anerkannte Tatsache: die Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. Gestern las ich den Roman über Wettstein von Mary Lavater-Sloman, "Der Schweizerkönig"; 1935 erschienen, wurde er dieser Tage (im Römerhof Verlag) neu aufgelegt. Wenn ich das nächste Mal die Wettsteinbrücke überquere, werde ich des Namenspatrons in Ehrfurcht gedenken.

Samstag, 16. April 2011

Ich verzieh mich auf die Arche

Das sehe ich vom Schwesterhaus. Hinten links der Kronberg. Dä Chroberg.
Jetzt bin ich für acht Tage in diesem saftigen Hügelland. Ich hüte wieder einmal im Ausserrhodischen das Haus der Schwester, die mit der Familie in die Ferien reist und mir folgende Wesen überantwortet hat: 1 Hund (Bella, das Blässli). 5 Kaninchen (oder sind es inzwischen 4?). 4 Meersäuli (oder sind es inzwischen 3 oder neu 7?) 4 1/2 Katzen (die halbe ist eine zugelaufene ohne Schwanz, die äusserst scheu ist). 3 Pferde (zwei alte, ein junges). Ich freue mich auf die Arche Noah - und werde, nachdem ich gestern abend eintraf, heute morgen als erstes einen Body Count durchführen.

Freitag, 15. April 2011

Die Schlange vom Born, diesmal grösser

Gleich zwei Kommentare zur Schlange vom letzten Eintrag - vielen Dank dafür! Ist es jetzt aber eine Kreuzotter oder eine Ringelnatter? Hier ein Ausschnitt des Fotos, auf dem jedenfalls die Zeichnung auf dem Rücken besser zu sehen ist, vielleicht hilft das!

Expedition Born

Gestern noch eine kleine Wanderung, bevor ich nun also für ein paar Tage in die Ferien ins Appenzellische abreise: von Kappel (SO) auf den Born und hinab nach Olten. Höhepunkte waren: 1. Das Bornkapellchen und rundum die blühenden Bäume, eine Art Hochzeitsputz der Natur. 2. Ein Schlänglein, wars eine Natter oder eine Blindschleiche, keine Ahnung. 3. Das sogenannte Heidenloch, ein schmaler Schlitz im Gelände oben auf dem Born. 4. Die unzähligen Tiefblicke hinab zur Aare. 5. Die Einkehr im "Flügelrad", jener Oltner Wirtschaft, die ich hier auch schon erwähnte und die dank der Initiative der drei Lokaldoyens Alex Capus, Pedro Lenz und Werner de Schepper wieder auflebt.

Donnerstag, 14. April 2011

Der Klosterpfortenkrapfen

Hier kriegt man Krapfen: "Maria Hilf", Gubel.
Meine morgige Wanderkolumne spielt im Zugerland. Es geht auch um das Frauenkloster "Maria Hilf" auf dem Gubel, und es wird der "Gubel-Krapfen" erwähnt - leider war in der Kolumne kein Platz, mehr über dieses Süssgebäck zu schreiben, das sich speziell unter Wallfahrerinnen grosser Beliebtheit erfreut. Wir sprechen von einem runden Kräpflein aus einem Eier-Zucker-Teig mit einer Haselnussfüllung, das die Gubel-Kapuzinerinnen bis in die 1990er-Jahre selber buken; hernach lagerten sie die Produktion nach Menzingen aus, nach wie vor kann man es aber an der Klosterpforte kaufen. Leider erfuhr ich von der Existenz des Krapfens erst nach der Wanderung. Ein Grund mehr nebst der wunderschönen Landschaft rundum, bald noch einmal auf die Hügelkuppe unweit von Menzingen zu wandern.