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Dienstag, 3. Mai 2011

Albishorn, ich liebe deine Autofreiheit!

Das war gestern auf dem Albishorn meine Belohnung.
Heute regnet es, heute ist es kalt. Gestern aber! Ich wollte angesichts des prächtigen Wetters ins Schächental, überlegte es mir aber im Bahnhof Zürich anders - keine Lust auf langes Anreisen. Ich fuhr nach Langnau am Albis, beschaute mir den Wegweiser, ging um 8 Uhr 10 los - via Schnabellücke aufs Albishorn, hinab via Sihlwald wieder nach Langnau in vier Stunden. Und wieder einmal fand ich: Die Beiz auf dem Albishorn ist toll: Von der Seitenterrasse sieht man den Zürichsee. Die Hauptterrasse lädt zur Einkehr. Im Winter ist drinnen das Cheminée beheizt. Und noch besser: Man muss hinauf wandern oder aber mit dem Bike hochpedalen. Autos sind, ätschbätsch, nicht zugelassen.

Empfehlenswerte Terrasse: Das Restaurant Albishorn.

Montag, 2. Mai 2011

Pleite am Hasliberg

Fährt sie im Sommer wieder? Gondel Käserstatt - Hasliberg-Wasserwendi.
Autsch. Die Bergbahnen Meiringen-Hasliberg sind pleite, hat eben der "Bund" gemeldet. All die Gläubiger von den Banken über die Gemeinden und den Kanton bis zum Bund müssen Millionen abschreiben; noch übler, sie müssen wohl neues Geld einschiessen - und wenn sie das nicht tun, könnten die diversen Sessellifte, Gondeln, Seilbahnen Anfang Juni nicht in die Sommersaison starten. Hauptgrund für die Pleite ist die schwierige Mittelstellung des Unternehmens zwischen klein und gross. Man hat einiges investiert, musste 2009 gut 30 Prozent des Geldes für den Schuldendienst aufwenden. Und doch kommt man nicht an gegen potentere Players wie die Bahnen der Jungfrauregion, die dank künstlicher Beschneiungsanlagen heuer auch bei warmem Wetter bis in den Frühling hinein fuhren. Wäre das nun schlimm, wenn am Hasliberg keine Bahnen verkehrten, frage ich mich an dieser Stelle. Nun, der Öko in mir frohlockt angesichts der Perspektive, dass das Projekt der Mega-Skiregion "Schneeparadies" (Hasliberg, Melchsee-Frutt, Titlis) nun noch unwahrscheinlicher wird - und mehr Stille tut einer Hochnutzungsgegend prinzipiell gut. Anderseits hängt halt wahnsinnig viel an den Bähnli. Die paar Dutzend Stellen an der Kasse, in der Wartung, in der Administration sind ja nur der Anfang. Aber all die Wirtschaften, die Hotels, die Lebensmittellieferanten, die Handwerker. Welche Familie würde denn noch am Hasliberg Sommerferien machen, wenn gar nichts mehr führe? Gibt es aus diesem Dilemma denn keinen Ausweg? Um sachdienliche Hinweise wird gebeten.

Sonntag, 1. Mai 2011

Soccus Ruber Communis

Ach, tempus fugit, die Zeit eilt dahin! Ich wurde ganz wehmütig, als ich gestern auf dem Balkon in "20 Bergwanderungen. Region Berner Oberland" aus dem Werd Verlag von 1999 blätterte. Auf Seite 45 sah ich sie wieder einmal, die selten gewordene Spezies "Soccus Ruber Communis", die "Gemeine Rotsocke". Wo sind sie alle hin, die Herren mit den feurigen Kniehosen und der auffallenden Unterbeinzier? Sie fehlen mir!

Samstag, 30. April 2011

Kate, William und die Cevapcici

Kate und William heirateten, und ich ging gestern wandern. Von Rothenbrunnen nach Ravetg. Höllisch steil hinauf via Tit (jawohl, Tit!) nach Feldis. Und wieder hinunter, nach Domat/Ems. Das dauerte 5 Stunden, 30 Minuten. Aber so ganz entkam ich der königlichen Hochzeit nicht. Im "Mira Tödi" in Feldis strahlte mir das Royalspaar vom Tages-Menü entgegen. Wobei ich schon finde, dass man konsequenterweise hätte Fish & Chips progammieren sollen. Und nicht Cevapcici mit Pommes-Frites. Doch fein wars. Den ausführlichen Bericht zu dieser tollen Route gibt es dann am Freitag in der Zeitung.

Freitag, 29. April 2011

Das Fleisch ist fröhlich

Immer diese fröhlichen Fleischwaren - es gibt doch auch das Kotelett, das in der Bratpfanne trällert, glücklich, dass man ihm Thomi-Senf aufgeschmiert hat. Den Metzger Kreienbühl findet man übrigens in Hägendorf, Kanton Solothurn.

Donnerstag, 28. April 2011

Canyoning is for idiots

Einen Stapel dieser Flyer fand ich auf einer Sitzbank der Tramhaltestelle "Sihlstrasse" in Zürich vor. Ich dachte nur: Jaja, ihr Neopren-Kreatürchen, kommt dann aber nicht und jammert, wenn ihr einen Unfall habt oder tot seid.

Mittwoch, 27. April 2011

Geniales Huhndesign

Bisher kannte ich den Graf Bernadotte, nun kenne ich die Zwergwyandotte - und damit bereits fertig gekalauert und mitgeteilt, dass mir ein Bericht in der Zeitschrift "Lebenslust Emmental" (Landverlag, Frühlingsnummer 2011) Lust machte, irgendwann solche Hühner zu besitzen. Die Zwergwyandotte ist offenbar das Huhn, welches sich für Hobbyhalter am besten eignet. Man braucht a) einen 1-Meter-Drahtzaun um die Freifläche (höher fliegt der Vogel nicht); b) ein gutgesichertes Häuschen, da sonst der Marder oder Fuchs zugreift; c) ein Häuschen, das nicht dem Durchzug ausgesetzt ist, denn den mag die Zwergwynadotte nicht. Im Gegenzug für etwas Futter - sie pickt auch Speiseresten, die aber nicht zu salzig sein sollten - gibt sie einem erstens rund 170 Eier pro Jahr, jedes gut 45 Gramm schwer; und zweitens viel Freude, sie ist nur schon zum Anschauen ein Kunstwerk. Wenn das kein tolles Geschäft ist. Eben, ich möchte Zwerg-Wyandotten, fürchte aber, das geht in meiner Blocküberbauung nicht. Später mal?