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Dienstag, 5. Juni 2012

Unkorrektes Bier

Nachtrag zur Wanderung - siehe gestrigen Eintrag - zum Rohrspitz im Vorarlbergischen. Unterwegs tranken wir ein Bier. Bemerkenswert, wie politisch unkorrekt die Mohrenbrauerei, ein altes Familienunternehmen, auftritt.

Montag, 4. Juni 2012

Rügen am Rohrspitz

Endlich Sand! (A)
Diese jungen Herren bestanden darauf, fotografiert zu werden.
Am Samstag gingen wir von St. Margrethen auf einer zu 99 Prozent auf Vorarlberger Gebiet verlaufenden Route via Gaissauer Ried zum Rohrspitz und via Fussach und Höchst wieder nach St. Margrethen. Zuerst das Negative der sechs Gehstunden: viel Asphalt! Und auf diesem Asphalt endlos viele Velofahrer, die einen aus der Bahn klingeln wollten, als sei man Vieh. Die Österreicher fahren selbstbewusster Velo als die Schweizer. Rücksichtsloser. Und jetzt das Positive: Wir kauften frisch gepflückte Erdbeeren. Das Mittagessen im Hafen Rohrspitz war gut. Und grandios war die letzte Meile hinaus auf die eigentliche Landzunge Rohrspitz, die sich weit in den Bodensee schiebt. Da war kein Asphalt mehr, auch kein Kies, sondern Sand, und das Ried bildete eine hohle Gasse - hier stellte sich das von mir erhoffte Rügen-Gefühl nun doch ein und machte glücklich.

Sonntag, 3. Juni 2012

Die totale Verwidmerung

Bald wandere ich in Wangen a.A. (Bild: Dietrich Michael Weidmann)
Wir Widmers besetzen vom 1. Juli bis 1. August eine ganze Stadt. Okay, ein Städtchen: Wangen an der Aare. Jahr für Jahr greift das Festival "Nomen est omen" einen Familiennamen auf, dieses Jahr eben "Widmer" bzw. "Wiedmer". Es gibt Kabarettistisches von Gisela Widmer, eine Lesung von Urs Widmer, Cartoons von Ruedi Widmer. Und ich widmere, sorry: wandere von Wangen zum Inkwilersee und retour mit all jenen, die mich begleiten wollen.

PS: Seltsam. Mir kommt dieser Blogeintrag extrem bekannt vor, während ich ihn schreibe. Aber ich finde keinen früheren Eintrag dieses Inhaltes. Das Gefühl, das Widmerfestival hier schon einmal vorgestellt zu haben, ist stark. Gibt es Paralleluniversen? Spinne ich? Ist der Eintrag erschienen, und ich finde ihn nicht?

Samstag, 2. Juni 2012

Von Spitz und Spatz

Rohrspatz, Herr und Dame.
(Bild: Andreas Trepte/ www.photo-natur.de)
Heute machen wir eine Flachwanderung zum Rheinspitz und Rohrspitz; so heissen zwei sandige Vorposten im Bodensee, die der Alte Rhein und der Rhein nördlich von St. Margrethen geschaffen haben. Nun hoffe ich eines: dass irgendein Mensch - es darf jemand aus meinem Grüpplein sein oder ein Fremder - aus irgendeinem Grund schimpft wie wild. Dann kann ich nämlich später die Kolumne, die notabene auch vom Vogelparadies in der Gegend handeln muss, betiteln: "Rheinspitz, Rohrspitz, Rohrspatz".

Freitag, 1. Juni 2012

Wandern auf der Metaebene

Wanderung: Wanderer wandern. (Alenka Veber)
Im Schweiz-Teil der "Zeit", jetzt am Kiosk, handelt der Berner Journalist Stefan von Bergen unter dem Titel "Die Lust des Schweizers" den hiesigen Wandertrieb ab. Und hach: Ich werde auch erwähnt.
"Der Zürcher Tages-Anzeiger beschäftigt mit Thomas Widmer einen eigenen Wanderpapst. (...) Widmer ist nicht nur ein Schön- und Naturwanderer. Er durchquert auch Schwamendingen, legt eine Route am geschmolzenen Atomreaktor in einer Kaverne bei Lucens vorbei und vergisst nie die Einkehr im Gasthof. Mit leichtfüssigen Reflexionen über das Wandern ist er zudem auf einer Metaebene unterwegs."

Donnerstag, 31. Mai 2012

Kreative Hölle

Neu illuminierte Höllgrotten. (Bild: Flavio Heggli, Daniel Christen)
Ich war schon zweimal in den Höllgrotten von Baar, einer Tropfstein-Unterwelt, in der man sich fühlt wie im Bauch einer riesigen Kröte. Einmal durchgehen dauerte 20 Minuten, es war still und schummrig. Gestern nun kam eine Pressemitteilung: Die Höllgrotten wurden einem Redesign unterzogen. Eine deutsche Beleuchtungsfirma hat sie mit moderner LED-Technik illuminiert. Ein Büro für visuelle Gestaltung widmete sich der Homepage und den Schildern vor Ort. Und last not least gibt es neu einen kinderfreundlichen Audioguide. Klingt gut. Ein wenig skeptisch bin ich trotzdem - sind das denn noch die urigen Höllgrotten, die ich so sehr mag? Die ihre Kraft aus sich selber bezogen und nicht (oder kaum) aus menschlicher Inszenierung?

Mittwoch, 30. Mai 2012

Selbstmord ist keine Lösung!

Wirzweli NW, unten das Tal der Engelberger Aa.
"Hey", sagte das grosse Pferd zum kleinen Pferd, "lass uns reden, wir finden einen Weg. Selbstmord ist keine Lösung!"