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Mittwoch, 21. August 2013

Drei Männer auf der Flue

Lauschiges Baselbiet: die Ermitage von Arlesheim.
Bei den beiden Herren auf dem Foto rechts handelt es sich um den freien Fotografen Michael... (leider weiss ich seinen Nachnamen nicht) und den BaZ-Redaktor Benedict Neff. Der wollte mich für ein Porträt treffen. Wir begaben uns gestern von Frenkendorf ins Gelände, stiegen auf die Schauenburgflue, stiegen dann wieder ab via Schönmatt nach Arlesheim und gsprächleten dabei ausgiebig. Besonders schön fand ich die Ermitage von Arlesheim, ein Naturschutzidyll samt Seelein, Kalkfluhen und einigen Höhlen, das am Ende des Ancien Régime angelegt wurde als sogenannter "Sentimentaler Garten". Und auf den Artikel über mich bin ich gespannt.

Dienstag, 20. August 2013

Dr Siebedupf

Heute geht es vom Bahnhof Füllinsdorf-Frenkendorf - hurks, was für ein Wortungetüm! - auf die Schauenburgflue und wieder hinab nach... nun, besprochen ist eigentlich, dass wir nach Arlesheim halten. Aber vielleicht wird es dann auch der Bahnhof Basel sein, an dem wir enden. Man darf sich ja auch einmal von sich selber überraschen lassen, oder?

PS: Hier noch etwas kantonale Heraldik. Die gotischen Rundungen am fürstbischöflichen Krummstab nennt man "Krabben". Es sind sieben. Die Baselbieter nennen ihr Wappen deshalb den "Siebedupf". 

Montag, 19. August 2013

Der Wassertag

Der Wildsee von der Wildseeluggen aus. Hinten die Lavtinahörner.
Am Wochenende machten wir eine 4 1/2 Stunden-Route: Pizolhütte - Wildseeluggen - Lavtinasattel - Batöni - Weisstannen. Man darf diesen Samstag getrost "Tag des Wassers" taufen; Wasser war das vorherrschende Element - und nein, geregnet hat es nicht. Aber...
Das Paul-Newman-Seelein.
  1. war da der Wildsee. Fantastisch sein Anblick von der Wildseeluggen aus. Tiefes Blau und hinten die krümeligen Lavtinahörner: ein Bild, das sich in die Erinnerung brennt.
  2. passierten wir vor dem Lavtinasattel ein namenloses Seelein von milchigem Gletscherblau. Rita fand für dessen Farbe den Vergleich "wie die Augen von Paul Newman".
  3. frappierte uns bei Batöni das Beieinander gleich dreier hoher Wasserfälle: Piltschinabachfall, Sässbachfall und Muttenbachfall. Es war ein Rauschen wie am ersten Tag, man vergass alles.
  4. bereitete es Vergnüngen, in der letzten Wanderstunde dem Gufelbach zu folgen, einem Gewässer wild sondergleichen. Ich stelle mir vor, dass es sich bei Schlechtwetter in ein Monstrum verwandelt. Die Geschiebeablagerungen überall zeugten davon.
  5. liegt hinter dem Restaurant Gemse in Weisstannen SG ein kleiner Teich. Touristisch ist er nicht interessant und auch kein Wanderziel. Aber er beherbergt Fische, eine Zucht. Ich ass eine Forelle blau mit Salzkartoffeln - das passende Gericht zu diesem Tag des Wassers.
    Drei Wasserfälle auf einen Streich bei Batöni.

Sonntag, 18. August 2013

Eine Heimat für alle Landeier

Ederswiler JU. Zu dem Örtchen gehört ein kleiner Hügel namens Landei, 621 Meter über Meer. Landeier dieser Welt, ihr habt also eine Heimat, eine Herkunft, ein Habitat.

Samstag, 17. August 2013

Gipfel der Sonne

Ein grosser St. Galler: der Pizol.
Heute geht es von der Pizolhütte aus über die Wildseeluggen und den Lavtinasattel nach Batöni und weiter hinab nach Weisstannen. Besonders freue ich mich auf die drei Wasserfälle, die nah Batöni nebeneinander rauschen, der höchste offenbar fast 90 Meter hoch. Und etwas bange macht mich das Blitzsymbol auf dem Wetterkärtli. Nun ja, ich riskiers, und ein paar Gspänli ebenfalls.
PS. Gewusst, dass "Pizol" von "Piz Sol" kommt, also "Gipfel der Sonne"?

Freitag, 16. August 2013

Entlebucher Schnapsidee

Nein, das sind keine Schnapswanderer. Aber das hinten ist Flühli.
Kafi Schnaps ist bekanntlich das Nationalgetränk der Entlebucher. In Flühli kommt es am 21. September zur ersten Entlebucher "Kaffee-Schnaps-Wanderung". Die Strecke ist sechs Kilometer lang, die Teilnahme kostet 75 Franken. Dafür bekommt man am Startpunkt ein Kaffeeglas. Und wird hernach an diversen Stationen mit Kaffee Schnaps aus dem Chessi bedient. Dazu gibt es Dinge wie Biosphären-Suppe, Rauchwurst mit Kartoffelsalat, Käse und ein Dessert. Anmelden kann man sich per E-Mail, gemeindeverwaltung@fluehli.lu. Tolle Sache, hicks.

Donnerstag, 15. August 2013

Das Grossprojekt vom Urnerboden

Bald wird auf dem Urnerboden mehr Wert geschöpft.
(Wikicommons/ Roland Zumbühl)
Leider konnte ich kein Foto des Rohbaus machen, kürzlich im Postauto von Linthal hinauf zum Klausen; ich war eingekeilt. Die Dimensionen des Projekts auf dem Urnerboden, der grössten Alp der Schweiz, sind eindrücklich. 1200 Kühe liefern in der kurzen Alpsaison eine Million Liter Milch. Daraus entstehen 100 Tonnen Alpkäse - ab 2014, wenn die Alpkäserei Urnerboden, ein 6.5-Millionen-Franken-Projekt, fertiggestellt ist. Bisher wurde der Grossteil der Urnerboden-Milch ans Grossunternehmen Emmi geliefert und ins Tessin abtransportiert. Die Wertschöpfung passierte anderswo. Demnächst ändert das, gut für den Kanton Uri und wohl auch für die Älpler des Gebiets.
PS: Heute im "Tages-Anzeiger" mein grosses Interview mit dem Schriftsteller Adolf Muschg zur Frage: Sind wir Schweizer Europas Oberrassisten?