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Freitag, 14. September 2018

Mannebadi und Frauebadi

Stollen mit Abstützung.
"Mineure" bei der Arbeit.

Die Luft im Stollen ist feucht, ein
samichlausbart-artiger Pilz gedeiht.
Über Jahrhunderte wurde in Schleitheim ("Schlaate") im Kanton Schaffhausen unter  Tag Gips abgebaut. In gebrannter Form verschönerte er als Stuck das Innere von Kirchen und Herrenhäusern, zum Beispiel das der Klosterkirche Rheinau ZH. Der Grossteil des Schlaatemer Gipses blieb freilich ungebrannt. Man mahlte ihn und verwendete das Pulver als hochwertigen Dünger; Kunstdünger von der chemischen Industrie gab es vor 1900 nicht. All das ist Vergangenheit, seit 1944 ruht der Gips-Abbau in Schleitheim. Einer der Stollen des Bergwerkes ist für Besucher hergerichtet, dazu gibt es ein kleines, feines Museum. Am Mittwoch genoss ich eine Führung, ging in den Berg und schaute mir an, wie die Mineure von einst arbeiteten. Auch zwei grosse Tümpel sah ich. Den einen tauften die Mineure "Mannebadi", den anderen "Frauebadi".
Die Mannebadi, der Grossteil liegt im Dunkeln. Hier gibt es ab und zu
kulturelle Anlässe, zum Beispiel trat schon La Lupa auf.

Donnerstag, 13. September 2018

Trippeln statt klettern

Gehhilfe in Rostrot: die "Tritt"-Treppe.

Medergen voraus.
Von der Schatzalp in Davos zum Pass Latschüelfurgga hinauf. Und auf der anderen Seite wieder hinab zum Restaurant Alpenrose im Weiler Medergen (siehe den Wurst-Eintrag von gestern). Und dann noch weiter hinab zur Litzirüti, der Bahnstation unterhalb Arosa. Das war diese Woche meine neuste Bergwanderung mit doch 700 Höhenmetern auf- und 1120 abwärts und knapp fünf Stunden Gehzeit. Eindruck machte mir der Kontrast der sanftgrünen Weiden mit den grauen Bröckelbergen darüber, der die Gegend prägt. Und noch mehr Eindruck machte mir der Tritt. So heisst zwischen Latschüelfurgga und Medergen eine abrupte Felspassage. Respektive die Steiltreppe durch sie hindurch, in Eisen gefasste Holzstufen. Gäbe es die Treppe nicht, müsste man klettern; so trippelt man locker die 200 Höhenmeter hinab.
Ein Teil des Tritts von unten.

Mittwoch, 12. September 2018

Das Gürkliherz von Medergen

Es braucht so wenig. Ich bestellte in der "Alpenrose" im Walserweiler Medergen, zwei Wanderstunden von Arosa entfernt, die Hauswurst. Nature. Sie kam - und das Gürkliherz machte mir grad gute Laune. Nun, noch mehr gute Laune, als ich ohnehin schon hatte.

Dienstag, 11. September 2018

Zuerst gefroren, dann geschwitzt

In der Combe Grède.
Schöne Kalkschichtung in der Combe. 
Flugwetter auf dem Chasse.
Wahnsinnig, dieser Temperatur-Unterschied! Am Sonntag stieg ich von Villeret durch die Combe Grède auf den Chasseral. Ich war früh dran, startete in Villeret bereits kurz vor acht, ich war zuhause im Zollikerberg um fünf Uhr zehn abgefahren. Die Folge: In der Schlucht war es eiskalt und zugig, ein Kühlschrankwind blies. Andere Wanderer hatte es noch keine. Und die Metallleitern, für die die Combe berühmt ist, waren brutal klamm. Im zweiten Teil der Route dann, im Angesicht des Chasseral, kam ich in die Sonne. Als ich oben beim Hotel ankam, um halb elf, schwitzte ich bereits. So geht das im Herbst.

Montag, 10. September 2018

Granitklippen, Moortümpel und Heidelbeeren

Die Routenberichte jagen sich derzeit in diesem Blog, ich komme gar nicht nach mit erzählen. Gestern zum Beispiel stieg ich auf den Chasseral, aber das wird erst in den nächsten Tagen geschildert. Hier vorerst meine Unternehmung vom letzten Donnerstag im Sustengebiet im Urnerland, man erinnert sich vielleicht, ich zeigte von ihr bereits ein Munggenfoto. Das Wetter wechselte an diesem Tag auf schlecht, die Wolken ballten sich, einmal begann es sanft zu regnen, doch nach zehn Minuten brach wieder die Sonne hervor. Ich machte eine gut vierstündige Bergwanderung mit 500 Höhenmetern aufwärts und 1000 abwärts, stellenweise war das Gelände ruppig mit hohen Tritten und Seilsicherungen. Hier die Route: von der Postautohaltestelle Sustenbrüggli auf dem Leiterliweg mit vier Leitern zur Sustlihütte (die zwei Fotos unten). Auf einem Höhenweg der Sonderklasse, parallel zur Passstrasse Hunderte Meter tiefer, quer durch den geröllreichen Hang. Und durch die abrupte Flanke mit Granitklippen, essreifen Heidelbeeren und Moortümpeln hinab nach Gorezmettlen. Dort gönnte ich mir als Zugabe eine herrliche Auslaufstrecke: via Färnigen ins Dörfli von Meien weiter unten. Ein Bier belohnte mich dort, während ich auf den Bus hinab nach Wassen wartete.

Sonntag, 9. September 2018

Ich war im TV

Arboldswils Sünneli-Wappen.
Gestern war Wandertag der "Schweizer Familie" in Arboldswil BL, den Vormittag verbrachte ich mit der "Tagesschau", wir, drei TV-Leute und ich, stiegen auf die Chastelenfluh, am Abend kam tatsächlich der Beitrag. Hier ist er - und nun wünsche ich allen einen schönen Sonntag. Ich entscheide mich in den nächsten Minuten, ob ich zuhause bleibe oder wandern gehe.

Samstag, 8. September 2018

Heute wird ein farbiger Tag

Bin in Bubendorf BL im Hotel Bad Bubendorf (Foto), gestern abend hatten wir ein Essen als Auftakt zum heutigen Wandertag der „Schweizer Familie“ ganz nah in Arboldswil; ich werde dort am Stand der Zeitschrift anzutreffen sein. Auch habe ich heute vormittag ein Date mit der „Tagesschau“, die etwas mit mir übers Wandern machen möchte - dies wird ein farbiger Tag.