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Freitag, 21. September 2018

Zwischen Reben und Kalk

Die Pierre à 1000 trous hat riesige Löcher. Total veremmentalert ist sie.
Am Brunnen von Longirod rastete ich:
Vorgestern wanderte ich zwischen Reben und Kalk. Zwischen Genfersee und Jura. Ich startete in Bursins, einem Waadtländer Winzerdorf unweit von Rolle nah am See. Von dort ging es die meiste Zeit aufwärts und ab und zu geradeaus. Nach Le Molard hatte ich den Jurariegel direkt vor Augen und hatte zur Linken den Berg La Dôle mit der weissen Radom-Kugel. Bald passierte ich drei riesige Steine im Wald, die allesamt angeschrieben waren: die Pierre à mille trous, die Pierre à Phébou und die Pierre à Roland, alle sind sie von Sagen umrankt. Via den Bauernweiler Maison Rouge erreichte ich Longirod, entschied mich ausnahmsweise fürs Nichteinkehren in der Dorfwirtschaft und beendete die Wanderung eine Stunde später etwas höher in Saint-George. Schön wars.
Das Pferd wäre, so kam es mir vor, gern mit mir gewandert.

Donnerstag, 20. September 2018

Bundesrat und Jahrhundertschauspieler

Bursins VD unweit von Rolle - im Bild die Kirche - ist übrigens sehr schön.
Bursins, Bursins, Bursins? Als ich dort gestern aus dem Bus ausstieg, grübelte ich: Wo hatte ich den Namen des Dorfes schon gehört? Schliesslich fiel es mir ein. Bursins ist der Geburts- und Lebensort von Bundesrat Guy Parmelin, Bauer und Winzer. Der Wikipedia-Eintrag zu Bursins gab dazu einen zweiten, weltweit bekannten Namen her. Auf dem Friedhof von Bursins ist der 2004 verstorbene - ich wage das Wort - Jahrhundertschauspieler Peter Ustinov begraben.

Mittwoch, 19. September 2018

Meine Wanderlesung

Diesen Vogel sahen wir vor drei Jahren im Walter Zoo bei Gossau SG; mit der Zoovisite war damals eine Wanderung in die nahen Hügel am Hohfirst verbunden. Samstag in einer Woche (29.) geht es wieder in die Region, freilich lassen wir den Zoo aus. Die Gutenberg-Buchhandlung in Gossau hat mich zu einer Nachmittagswanderung mit Lesung gebeten. Eingekehrt wird im Restaurant Hohfirst.

Dienstag, 18. September 2018

Luxus im Tösstal

Im Lochbachtobel, Blick retour und abwärts.
So was bringt Farbe ins Leben.
Früh losziehen ist gut, vor allem an Sonntagen. Man hat das Gelände dann für sich. Ich fuhr am letzten Sonntag nach Bauma, ging durch das Lochbachtobel (toll die beiden Metalltreppen mit dem Metallsteg als Zubringer und weiter unten die zwei riesigen Giessen), stieg auf zum Ghöch und Fehrenwaltsberg, um gegen Kleinbäretswil hinab die erschwitzte Höhe langsam wieder preiszugeben. Die Wanderung endete in Fischenthal. Es war erst Mittag. Und die zwei ersten Stunden war ich ausserhalb von Bauma niemandem begegnet. Ich mag das. Ruhe und Raum sind die Luxusgüter der Gegenwart - und erstaunlich preiswert zu haben. Man muss nur den Wecker stellen.
Die Geissen von der Chilenweid über Fischenthal fanden mich faszinierend.

Montag, 17. September 2018

Tuusigerstägli und Bornkapelle

Blick von ziemlich weit oben das Tuusigerstägli hinab. 

Bleiben noch 949.
Derzeit interessiere ich mich für Wanderwege, die mit Treppen und Leitern versehen sind. In diesem Zusammenhang schaute ich mir am Samstag das Tuusigerstägli an, das annähernd aus Süden Oltens Hausberg Born in der Direttissima erschliesst; es hat übrigens 1149 Stufen, nicht 1000, man ist ganz schön geschafft, wenn man oben ist. Die schnurgerade Ausrichtung der Treppe durch den coupierten Waldhang erklärt sich daraus, dass ihre Vorgängerin eine Druckleitung flankierte, die irgendwann wieder verschwand wie sie selber; die heutige Treppe wurde später von Freiwilligen auf derselben Linie gebaut. Auf der anderen Seite des Born steht im Übrigen, gegen Kappel und Hägendorf zu, beim Bornchrüz die Bornkapelle, zu der auch eine Treppe hinaufführt, eine für die Andächtigen und Pilger. Diese Kapelle stellte ich hier gestern zur Schau und wollte wissen, wer sie kennt. Womit das Sonntagsrätsel aufgelöst* wäre. Eine schöne Woche wünsche ich allen.

* Vier Leute meldeten sich mit der richtigen Antwort. Kompliment an: Marlis Motschi, Monika Schlatter, Kurt Landolt und Jörg Niederer.

Sonntag, 16. September 2018

Ich wollte, kam aber nicht in die Romandie

Gestern fuhr ich um sechs Uhr in Zürich ab, ich wollte an den Genfersee, nach Rolle. Unterwegs schaute ich mir die Karte an und fand heraus, dass es in der Romandie nicht nur Cully, Pully und Vully gibt, sondern auch Dully, Fully und Sully. Nach Solothurn meldete sich der Zugführer mit einer Durchsage: Die Strecke Neuenburg - Yverdon könne nicht befahren werden, ein technisches Problem, der Zug fahre nur bis Neuenburg, dort sei Endstation, Ersatzbusse gebe es leider nicht; wer nach Lausanne, Morges und Genf wolle, müsse in Biel umsteigen nach Bern und von dort weiter. Das war mir zu blöd. Ich stieg in Biel aus und fuhr retour Richtung Zürich. Aber nicht nach Hause. Womit wir bei meinem neusten Freudeli wären: dem Leser und der Leserin ab und zu eine Sonntagsquiz-Frage zu servieren. Hier ist sie: Wie heisst die abgebildete Kapelle, an der ich gestern irgendwo im Raum zwischen Biel und Zürich zu Fuss vorbeikam? Antworten gern per Mail, die Adresse steht in der rechten Spalte unter meinem Foto.

Samstag, 15. September 2018

Mach mal Pause in Olten!

In Olten mache ich beim Umsteigen gern eine Pause. Ich gehe dann jeweils in der Bahnhofs-Unterführung, der Martin-Disteli-Unterführung, zur Aare. Dort gibt es eine stille Terrasse ohne Autos direkt am Fluss, das Rail-Bistro ist der ideale Ort für eine Bahnpause.