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Montag, 21. März 2011

Diese Broschüre muss man haben

Der Panoramaweg Ägeri - die Ahornroute am Napf - eine Wanderung von Brig durchs Saltinatal Richtung Simplon - der Fünfseen-Klassiker am Pizol - eine Keltenexkursion auf dem Rhinsberg: Unternehmungen aus dem neuen Wander-Programm der Zürcher Wanderwege. Ich würde nie auf eine solche Wanderung mit, mir wären da zuviele Leute. Aber die Vorschläge sind gut. Und sie sind in der neuen Zürcher-Wanderwege-Broschüre gleich auch noch mit Fahrplaninfos, Gehzeitangaben, dem Höhenprofil und einer Karte versehen - weshalb man sich diese Broschüre, die seit langem jährlich erscheint, beschaffen muss. Man kriegt sie in jeder Filiale der Zürcher Kantonalbank oder, per Internet, hier.

Sonntag, 20. März 2011

Wir Superhyperwahnsinnsperfektionistenspinner

So was gibts nur in der Schweiz. Am linken Ufer des Bielersees werden derzeit die Rebgüter zusammengelegt, was recht aufwändig ist und auf 14.5 Millionen Franken veranschlagt war. Nun sind es 2.6 Millionen mehr - und weshalb? Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz hatte gegen den gewählten Mauertyp opponiert; sie fand die Steine zu grob und die Fugen dazwischen zu breit. Die Winzer mussten dann - so ein Artikel im "Bieler Tagblatt" - zähneknirschend eine andere Mauer mit, eben, kleineren Steinen und engeren Ritzen akzeptieren. Daher die Mehrkosten von... wälzen wir die Zahl im Gaumen wie einen guten Chasselas... 2.6 Millionen Franken. So was gibts nur in der Schweiz.

Samstag, 19. März 2011

Das erhelllende Lachen der Muslima

Schöne Fernsicht auf dem Berg: der Bielersee.
Doch, das war schön gestern. Ich stieg von Frinvillier auf den Bözingenberg, und dann stieg ich wieder ab nach Biel-Bözingen. Ich mochte die Wanderung aus mehreren Gründen. 1. ist der Jurawald um diese Jahreszeit grandios einsam, ich traf unterwegs keinen Menschen. 2. kann man auf dem Berg gut essen, ich verzehrte mit Heisshunger ein Schweinscordonbleu mit einer Käse-Knoblauch-Füllung, göttlich. 3. sah ich zwar nicht alles, was man von dort oben sieht, wenn es keine Wolken hat; immerhin hatte ich den Bielersee zu Füssen. 4. lachte mir beim Start noch auf dem Perron eine junge Muslima mit Kopftuch zu und grüsste so nett, dass sich der düstere Ausgangsort Frinvillier wundersam erhellte.
Schöne Nahsicht auf dem Berg: Blümchen.

Freitag, 18. März 2011

Triengens Spahis

Spahi, das aus dem Persischen stammende Wort, bezeichnet eine Reitertruppe. Im zweiten Weltkrieg unterhielt die französische Armee eine Spahi-Abteilung mit algerischen Soldaten. 195 der dunkelhäutigen Krieger wurden im Sommer und Herbst 1940 im luzernischen Triengen interniert, sie irritierten und faszinierten die dortige Bevölkerung. Darüber gibt es einen bewegenden Dokfilm von SF sowie ein Buch (Abbildung). Und jetzt läuft im Historischen Museum Luzern die Ausstellung "Die 3. Welt im 2. Weltkrieg", und auch in ihr geht es unter anderem um die Spahis. Bis 27. März läuft sie, werd ichs noch schaffen, sie mir anzuschaun?

Donnerstag, 17. März 2011

Mittwoch, 16. März 2011

Ich sah den Hackbrettgott

Am Sonntag gabs in meiner Familie einen runden Geburtstag zu feiern. Mein Bruder hatte Nicolas Senn organisiert. Der junge St. Galler Hackbrettgott kam, packte sein Instrument aus, spielte eine halbe Stunde, El Condor pasa, Take five, Doktor Schiwago, aber auch Berewegge, Schmalz ond Brot und natürlich die Appenzeller Hymne, s Landsgmendslied. Im Übrigen erwies sich Senn, der am Gäbris wohnt, an der HSG Wirtschaft studiert und als musizierender Gelegenheitssenn mit Bligg tourte und bei Stefan Raab auftrat, als netter Kerl; geduldig signierte er der versammelten Widmerschen Fangemeinde nach absolvierter Einlage im "Hirschen" Gais CDs, Fotokarten und sogar Servietten. Fand ich gut.

Dienstag, 15. März 2011

Der Saif des Schahs

Carl Beck aus Sursee war Bauernfunktionär, CVP-Nationalrat und Sammler von Waffen. Als er 1982 starb, hinterliess er hunderte Waffen, vor allem Säbel und Degen. Der Sankturbanhof in Sursee, ein Ausstellungsort, zeigt wenige Objekte der Sammlung Beck, die meisten schlummern im Lager. Nun hat sie Jürg A. Meier, Waffenhistoriker, allesamt erfasst und kommentiert - für Internetnutzer. Hier ein vergoldetes Schwert, arabisch Saif, im saudischen Stil mit einem eingravierten Skorpionenmuster am Griff. Der Schah von Persien schenkte es 1955 dem deutschen Bundespräsidenten Theodor Heuss.