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Mittwoch, 12. September 2018

Das Gürkliherz von Medergen

Es braucht so wenig. Ich bestellte in der "Alpenrose" im Walserweiler Medergen, zwei Wanderstunden von Arosa entfernt, die Hauswurst. Nature. Sie kam - und das Gürkliherz machte mir grad gute Laune. Nun, noch mehr gute Laune, als ich ohnehin schon hatte.

Dienstag, 11. September 2018

Zuerst gefroren, dann geschwitzt

In der Combe Grède.
Schöne Kalkschichtung in der Combe. 
Flugwetter auf dem Chasse.
Wahnsinnig, dieser Temperatur-Unterschied! Am Sonntag stieg ich von Villeret durch die Combe Grède auf den Chasseral. Ich war früh dran, startete in Villeret bereits kurz vor acht, ich war zuhause im Zollikerberg um fünf Uhr zehn abgefahren. Die Folge: In der Schlucht war es eiskalt und zugig, ein Kühlschrankwind blies. Andere Wanderer hatte es noch keine. Und die Metallleitern, für die die Combe berühmt ist, waren brutal klamm. Im zweiten Teil der Route dann, im Angesicht des Chasseral, kam ich in die Sonne. Als ich oben beim Hotel ankam, um halb elf, schwitzte ich bereits. So geht das im Herbst.

Montag, 10. September 2018

Granitklippen, Moortümpel und Heidelbeeren

Die Routenberichte jagen sich derzeit in diesem Blog, ich komme gar nicht nach mit erzählen. Gestern zum Beispiel stieg ich auf den Chasseral, aber das wird erst in den nächsten Tagen geschildert. Hier vorerst meine Unternehmung vom letzten Donnerstag im Sustengebiet im Urnerland, man erinnert sich vielleicht, ich zeigte von ihr bereits ein Munggenfoto. Das Wetter wechselte an diesem Tag auf schlecht, die Wolken ballten sich, einmal begann es sanft zu regnen, doch nach zehn Minuten brach wieder die Sonne hervor. Ich machte eine gut vierstündige Bergwanderung mit 500 Höhenmetern aufwärts und 1000 abwärts, stellenweise war das Gelände ruppig mit hohen Tritten und Seilsicherungen. Hier die Route: von der Postautohaltestelle Sustenbrüggli auf dem Leiterliweg mit vier Leitern zur Sustlihütte (die zwei Fotos unten). Auf einem Höhenweg der Sonderklasse, parallel zur Passstrasse Hunderte Meter tiefer, quer durch den geröllreichen Hang. Und durch die abrupte Flanke mit Granitklippen, essreifen Heidelbeeren und Moortümpeln hinab nach Gorezmettlen. Dort gönnte ich mir als Zugabe eine herrliche Auslaufstrecke: via Färnigen ins Dörfli von Meien weiter unten. Ein Bier belohnte mich dort, während ich auf den Bus hinab nach Wassen wartete.

Sonntag, 9. September 2018

Ich war im TV

Arboldswils Sünneli-Wappen.
Gestern war Wandertag der "Schweizer Familie" in Arboldswil BL, den Vormittag verbrachte ich mit der "Tagesschau", wir, drei TV-Leute und ich, stiegen auf die Chastelenfluh, am Abend kam tatsächlich der Beitrag. Hier ist er - und nun wünsche ich allen einen schönen Sonntag. Ich entscheide mich in den nächsten Minuten, ob ich zuhause bleibe oder wandern gehe.

Samstag, 8. September 2018

Heute wird ein farbiger Tag

Bin in Bubendorf BL im Hotel Bad Bubendorf (Foto), gestern abend hatten wir ein Essen als Auftakt zum heutigen Wandertag der „Schweizer Familie“ ganz nah in Arboldswil; ich werde dort am Stand der Zeitschrift anzutreffen sein. Auch habe ich heute vormittag ein Date mit der „Tagesschau“, die etwas mit mir übers Wandern machen möchte - dies wird ein farbiger Tag.



Freitag, 7. September 2018

Der Sustlimungg

Diesen Mungg* fotografierte ich gestern gegen elf Uhr nah der Sustlihütte, also im Gebiet des Sustenpasses, Kanton Uri. Leider kommt er im Format, das dieser Blog als grösstes queres zur Verfügung stellt, nicht wirklich zur Geltung; er ist nämlich perfekt scharf erfasst. Sei dem, wie dem sei, als ich auf 2200 Metern dort vorbeikam, wo der Mungg und seine Sippe hausen, da pfiff er derart lange und gellend, dass man hätte meinen können, ich sei Dschingis Khan im Anmarsch. Ein Schlächter und Lebensbeender von Monsterformat. Endlich verstummte er doch. Er stand still und beäugte mich, und ich stand still und beäugte ihn. Erst als ich nach zwei Minuten in die Hände klatschte, tauchte er blitzartig ab. Wenn der wüsste, dass ich ihn hier zeige ... - haben Munggen eigentlich, presserechtlich formuliert, ein Recht aufs eigene Bild?

* Für nicht-schweizerische Leserinnen und Leser: Ein Mungg oder auch Munggä ist ein Murmeltier.

Donnerstag, 6. September 2018

Die Minitirade

Ich hasse es, wenn ich verschwitzt im Hotel ankomme und im Bad diese Plastiksäckli mit Duschgel/Shampoo vorfinde. Drei Gründe dafür:
  1. Es hat nie genug drin.
  2. Es nervt, wenn man mit nassen Fingern das zweite Säckli aufzureissen versucht, weil das erste schon leer ist und man noch nicht einmal die Hälfte der eigenen Oberfläche gewaschen hat. Diese glibbrige Hülle. Man muss dann mit den Zähnen arbeiten, nachher hat man eine Minidosis Gel im Mund - wäcks, dieser bittere Chemiegout!
  3. Umwelt, Umwelt, Umwelt. Die blöden Dinger sind Müll der bedenklichen Art. Lieber mag ich die Quetschflaschen, die in manchen Hotels in der Dusche hängen. Die, die man nachfüllen kann. Bei einigen muss man allerdings extrem hart quetschen, damit das Gel kommt. Man riskiert dabei eine Handmuskelzerrung.