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Mittwoch, 25. November 2015

Der schnelle Ueli


Vor zehn Tagen holte sich der Berner Ueli Steck seinen Rekord als Eiger-Schnellstkletterer von Dani Arnold (2 Stunden, 28 Minuten) zurück: 2 Stunden, 22 Minuten. Am nächsten Tag inszenierte er die Durchsteigung der Nordwand noch einmal für eine Thuner Filmcrew; hier der Clip, zu dem massgeblich eine aus dem Stollenloch in der Nordwand gestartete Drohne beitrug.

P.S. Und hier noch ein Interview, das mein Kollege Christian Andiel und ich in Interlaken mit Steck machten, als er 2012 gerade von einer sauerstofflosen Everest-Besteigung zurück war.

Dienstag, 24. November 2015

Bruder Holzus? Haha!

Basel, Bruderholz. Hinten der Wasserturm. Und vorn der Dino.
Diesen Dino, einen Diplodocus, passierten wir am Samstag auf unserer Basel-Expedition. Und zwar auf dem Bruderholz bei der Batterie, einem alten Schanzwerk. Das 23-Meter-Kunststoff-Vieh wurde hierhin ausgelagert, als vor einigen Jahren im Naturhistorischen Museum umgebaut wurde. Und dann erfreute es die Leute vor Ort derart, dass der Wunsch aufkam, es für immer auf dem Bruderholz zu belassen. So kam es. Eine Diskussion entspann sich um die Frage, wie der Freiluft-Dino heissen solle. Vorschläge waren etwa "Leuchtender Stern", "Bruder Holzus" oder "Windex", durchgesetzt hat sich "Batterieosaurus".

Montag, 23. November 2015

Grosses, grosses Basel

Der Wasserturm auf dem Bruderholz. Natürlich bestiegen wir ihn.
Nein, das ist nicht die Camargue. Entli in den Merian-Gärten.
Den Hintergrund unseres Basler Samstags bildete ein Meteowunder, wir hatten nur ganz kurz ganz wenig Regen, den Rest der Zeit war es trocken, und dazwischen zeigte sich gar die Sonne. Freddy Widmer, Co-Autor eines neuen Basel-Reiseführers (siehe Eintrag vom Samstag) zeigte uns seine Stadt, wir wanderten gut vier Stunden, waren aber doch von neun bis vier unterwegs, denn es gab unheimlich viel zu sehen, vieles war mir neu. Vom Bahnhof gingen wir durch den Margarethenpark zur Kunsteisbahn und stiegen auf zum Bruderholz; ein erster Höhepunkt war dort der Wasserturm, 36 Meter hoch, der eine umfassende Aussicht bot. Hernach ging es wieder hinab, via Neumünchenstein und die Dreispitzanlage kamen wir zu den Merian-Gärten und assen dort im Café Merian zu Mittag, der alten Sommervilla eines Angehörigen der steinreichen Merian-Sippe. Danach führten wir uns die Gärten zu Gemüte, ein Ensemble von Kanälchen, Pro-Specie-Rara-Anpflanzungen, einer Orangerie und so weiter und sofort, wunderbar die Teiche im Gebiet Neuewelt. Die Birs entlang hielten wir alsbald, vorbei am St. Jakob-Park und der berüchtigten Muttenzerkurve, hinab zum Rhein. Und schon wieder ein Höhepunkt: Das Dalbeloch mit einem Stück alter Stadtmauer und viel historischem Kolorit. Abgerundet wurde die Basel-Visite mit der Besteigung des Münsters. Spätestens auf der höchsten Galerie des einen Turms waren wir alle begeistert und hätten jederzeit ein Papier unterschrieben, gemäss dem Zürich nichtsnutzig, minderwertig, armselig ist, wenn man es an Basel misst.
Auf dem Münster. Hinten der Roche-Turm und am Horizont die Chrischona.

Sonntag, 22. November 2015

Seidenhuhn und Stör

Vor einiger Zeit war ich im Tropenhaus Frutigen; erst jetzt komme ich dazu, darüber zu schreiben. Ich betrat den ersten Raum, ein Gewächshaus, und war schon begeistert: diese Wärme! Und gleichzeitig draussen vor den Scheiben die hohen Berge mit Schnee. Zweieinhalb Stunden hielt ich mich im Tropenhaus auf, dessen Konzept das folgende ist: Das seit dem Neat-Lötschberg-Basistunnel-Bau 20 Grad warm aus dem Berg sprudelnde Wasser wird verwendet für die Zucht von Stören und die Kaviarproduktion. Die Abwärme geht in den Tropengarten. Dessen Früchte wiederum werden mit dem nährstoffreichen Abwasser aus der Fischzucht gedüngt. Das Ensemble lässt sich touristisch verwenden, so dass nun zum Beispiel ein Widmer kommen und sich freuen kann. Die Pflanzen und Früchte von Guave über Chili bis Banane! Die haiartig in ihren Becken patrouillierenden Störe! Die frisch geschlüpften Seidenhuhn-Küken! Das schöne Restaurant, wo man Stör-Hackbraten essen kann, wenn man Mut hat! Ich nahm, ich gestehe es, das Pouletgeschnetzelte mit Kokosreis.

PS: Die Störzucht ist ein heikles Geschäft. Vor zwei Jahren verendeten 20 000 Jungstöre, nachdem die Sauerstoff- und Wasserpumpen ausgefallen waren.

Samstag, 21. November 2015

Freddy und sein Basel

Wäcks, was für ein Wetter! Und doch! Heute fahren wir nach Basel und treffen dort um neun Uhr morgens Freddy Widmer zu einer Stadtwanderung. Freddy, nicht mit mir verwandt, ist ein pensionierter BaZ-Journalist, der mit zwei anderen Leuten den Wanderführer "Wandern in der Stadt Basel" (Rotpunktverlag) geschrieben hat. Eine Neuerscheinung. Vor einiger Zeit fragte mich Freddy an, ob ich das Buch in meiner Kolumne vorstellen könne. Ich mailte zurück, das wolle ich gerne, am besten solle er mir doch eine Baselroute zeigen. Und ich würde dann auch gleich mein Grüpplein mitbringen. So war das, und daher ziehen wir heute durch Basel. Der Kälte und dem Regen zum Trotz.

Freitag, 20. November 2015

Eflamm?

Eine französische Statue unseres Heiligen.
(Wikicommons/ Kergourlay)
Kürzlich im MAZ in Luzern hatte ich einen Schüler, einen jungen Journalisten, der so hiess: Eflamm. Nie gehört, ich fragte ihn, woher der Name komme. Aus der Bretagne. Also keltisch. Der Name ist allenfalls verwandt mit dem Lateinischen "flamen" gleich Priester, beide Sprache sind ja indogermanisch. Und der berühmteste Namensträger, wiewohl historisch schwer zu fassen, ist der Heilige Efflam (die Konsonanten im Namen variieren, Eflam, Efflam, Efflamm). Ein Königssohn aus Irland, 448 geboren, der in jungen Jahren in die Betagne auswanderte und dort 512 starb. Einige Geschichten verknüpfen ihn mit König Arthur, dem er zum Beispiel im Kampf gegen einen Drachen beigestanden sein soll. Die Zeit nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches wimmelt von solchen Gestalten, Monstern und Fabeln.

Donnerstag, 19. November 2015

Zürich hat sie auch

Der Rest der Schweiz soll jetzt bitte nicht lachen - auch wir im Kanton Zürich haben Pässe. Jawohl. Eine neue Broschüre der Zürcher Wanderwege belegt es, indem sie zehn Zürcher Pässe vorstellt. Hoch sind all die Übergänge nicht, zwischen 525 und 990 Meter. Und doch kann sich Passfeeling einstellen, wenn man etwa von Bäretswil über das Ghöch nach Steg geht. Die Broschüre kann man für fünf Franken bestellen, für ZWW-Mitglieder ist sie gratis. Im heutigen Tagi habe ich die Broschüre besprochen, hier geht es zum Artikel.