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| Reena sehen? Lohnt sich. (Foto: Reenas Website) |
Also diese Reena! Ich weiss nicht, wer am Donnerstagabend in der Alten Fabrik in Rapperswil mehr Spass hatte – sie auf der Bühne oder wir im Saal. Unsereins war amüsiert, sie selber lachte mindestens ebenso oft. Über ihre eigenen Spässe über sich selber, aber auch über die Antworten auf die kleinen Fragen, die sie gezielt ins Publikum warf – eine Frau verriet, ihr Freund (der neben ihr sass) nenne sie"Monster" oder auch "Monsti". Und Zuschauer Hampi wurde, nicht zuletzt aufgrund seines Urschweizer Vornamens, gleich zum Dauergag (er fands auch lustig). Reena, "Rina" ausgesprochen, Krishnaraja gewann mit zarten 19 Jahren den "SRF Best Talent Comedy Award" und ist jetzt, vier Jahre danach, mit ihrem ersten
Soloprogramm "Kurkuma" auf Schweiz-Tournee. In Rapperswil hatte sie die gut 80 Leute im Raum ab der ersten Minute im Sack mit ihrem Ausserrhoder Schalk (sie ist in Grub AR geboren und aufgewachsen), der aber auch tamilisch sein könnte (ihre Eltern sind eingewandert). Oder dann ist er angeboren. Reena erzählte von der multikulturell veranlagten, leicht aufdringlichen Jacqueline aus ihrem Dorf, die Curry liebt. Aber auch vom Platzspeaker am Grümpeli, der den Namen "Krishnaraja" beim Rangverlesen einfach nicht über die Lippen brachte oder bringen wollte. Von ihrem Freund Severin berichtete Reena zudem, dessen Namen ihre Eltern fürs erste mehrere Monate lang nicht aussprechen konnten, sie nannten ihn "Semmeli". Apropos Severin: Einmal gingen Reena die sauberen Unterhosen aus, und so adaptierte sie halt Severins Boxershorts – mit ungeahnten Folgen. Reena bringt derbe Themen völlig underb vor. In der zweiten Hälfte ihres Auftritts war dann berührend, wie sie darlegte, weshalb sie eine Narbe quer über die Kehle hat. Da wäre einem das Lachen womöglich vergangen, wenn sie in diesen bangen Minuten nicht selber so ausgiebig gelacht hätte. Doch, Reena kam uns in Rappi wirklich nah. Und den Hampi und das Monsti vergessen wir auch nicht so schnell wieder.
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