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Freitag, 2. Januar 2026

Zweimal Erinnerung

Das Kreuz von Deinikon und der Milchsuppenstein.
Das Gelände westlich des Albis wurde nach der Reformation zur Kampfzone, hier stossen bis heute katholisches und reformiertes Land aufeinander. Der Erste Kappelerkrieg (benannt nach der Ortschaft Kappel am Albis ZH) endete 1529 ohne Kampfhandlungen, angeblich verspiesen die Krieger beider Seiten gemeinsam eine chüschtige Milchsuppe und zogen dann wieder heim. Historisch ist dieses Ereignis nicht, aber es liefert ein starkes, bleibendes Bild. 1931 wurde auf der Anhöhe beim Baarer Rüteli auf der Kantonsgrenze Zug–Zürich ein Gedenkstein aufgestellt, damit hat der nicht lokalisierbare Mythos einen Ort bekommen. Letzte Woche kamen wir wieder einmal dort durch und machten Pause. Neu war uns eine andere Gedenkstätte, die wir zuvor besucht hatten, sie liegt, vom Milchsuppenstein Richtung Baar geschaut, weiter unten bei der Ortschaft Deinikon. Dort steht seit 1931 das sogenannte "Friedenskreuz". Als der Zweite Kappelerkrieg von 1531 zu Ende war – schwere Niederlage der Reformierten, Tod des Zürcher Reformators Zwingli –, wurde hier der natürlich den Interessen der siegreichen Innerschweizer zudienende Friedensvertrag unterzeichnet. Das ist belegt.

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