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Dienstag, 29. September 2026

Zur Musik gewandert

Die Aussicht vor Hauptikon: links die Rigi, unter ihr der Zugersee.
Wandern bedeutet auch: Farbe tanken.
Am Sonntagnachmittag wanderte ich von Mettmenstetten nach Kappel am Albis. Säuliamt also, Kanton Zürich. Eine lange Unternehmung war das nicht – anderthalb Gehstunden. Um nicht zu früh in Kappel anzukommen, verbrachte ich viel Zeit auf zwei Bänkli. Das eine stand nah Hauptikon unter einem Birnbaum, ich ruhte, schaute gemütvoll Richtung Zugerland, wunderte mich über die unangemessene Hitze an diesem Spätseptembertag, als … autsch! Eine überreife Birne knallte mir auf den Schädel. Gott sei Dank wars eine eher kleine, Gott sei Dank platzte das matschige Ding nicht. In Kappel gönnte ich mir dann ein kleines Bier in der Klosterbuvette. Alsbald ging ich in die Kirche und hörte mir dort das Konzert des A Cappella Chors Zürich an; eine Bekannte tut im Chor mit und hatte mich eingeladen. Die feine, reine Musik, Renaissancemelodien vor allem, stürzte mich im Verbund mit der ganz besonderen Atmosphäre des gotischen Gemäuers in eine Art Trance. Es war das gute Ende einer guten Wanderung.
Mein Ziel, das ehemalige Kloster von Kappel am Albis.

Noch zehn Minuten, bis das Konzert beginnt.

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