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Freitag, 26. Oktober 2018

Mein Unterwalliser Abenteuer

Weg durch die Galerie Défago (oben). Blick von Champéry zur Galerie mit
dem roten Schriftzug (Mitte). Blick von der Wand auf Champèry (unten).

Belohnung nach dem Abenteuer:
Penne al Tonno in Val d'Illiez.
Uff. Schnauf. Da musst du jetzt durch, Widmer! Ich sah die Felswand auf der anderen Seite der Vièze und den roten Schriftzug "Galerie" gleich, als ich in Champéry aus dem Zug ausgestiegen war. Ein 600 Meter langer Weg führt praktisch horizontal durch die Wand. Die Galerie Défago, wie die Einrichtung handelt, ist soweit ungefährlich, der Weg ist schön breit und mit einem Hag gesichert. Der Fels ist die meiste Zeit überhängend und zwingt an manchen Orten gar zum gebückten Gehen. Dafür ist man vor Steinschlag geschützt. Die Galerie Défago, dies kleine Unterwalliser Weltwunder: Ich bin glücklich, sie kennengelernt und durchwandert zu haben. Das war am Montag. Heute gehe ich gleich wieder ins Wallis.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Rückkommensantrag

Gestern am Bahnhof Konstanz. Dessen Markenzeichen
ist der campanile-artige Glockenturm aus Sandstein.
Gestern hatte ich in Kreuzlingen zu tun. Und danach gelüstete mich nach Konstanz, das mit Kreuzlingen bekanntlich zusammengewachsen ist. Ich überquerte also die Landesgrenze. Und wieder einmal durchwanderte ich, derweil sich ein Naturwunder ereignete (es regnete leicht), die Konstanzer Altstadt und erfreute mich an der Pracht der alten Häuser, den bemalten Fassaden, den Kirchen. Ebenfalls nicht zum ersten Mal war die Visite mit einem Gefühl des Bedauerns gekoppelt: Wir, also die Schweiz, hätten Konstanz haben können. Im 15. Jahrhundert wollte es sich der Eidgenossenschaft anschliessen. Deren Landorte verhinderten es, weil sie fürchteten, die Städte könnten im Bund zu mächtig werden. Ist das nicht schade? Ich stelle Rückkommensantrag: Konstanz soll zu uns kommen.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Gelbes Abenteuer

Safran (Crocus Sativus).  (Wikicommons/ Franz Eugen Köhler)
Mund im Wallis wird "Safrandorf" genannt. Oberstammheim ZH ist aber auch ein Safrandorf. Ein Oberstammer Bauernpaar bestellte in Holland versuchsweise 500 Zwiebeln des Crocus sativus, setzte sie im Gemüsegarten ein - und tatsächlich, die Landleute konnten Safran ernten. So begann 2013 ihr gelbes Abenteuer. Wie es weiterging, lese man im Tagi, der gestern einen schönen Artikel brachte.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Mauer überwunden

Blick zurück zur Tällihütte und zur Tällibahn-Bergstation. Links die Wand,
die an die Dolomiten erinnert.
Pfeiler verschönern die Krete vor uns.
Der Aufstieg zum Sätteli ist streng.
Das Bähnli zur Tällihütte.
Wenn man von Innertkirchen Richtung Sustenpass fährt, hat man zur Linken von Nessental an eine 14 Kilometer lange Wand aus Kalk mit Gipfeln wie dem Mähren, den Wendenstöcken, dem Reissend Nollen und dem Titlis. Für Bergwanderer gibt es genau einen Übergang ins Gental und zum Kessel der Engstlenalp: Beim Sätteli ist die Wand ein wenig eingetieft, neckische Pfeiler schmücken sie in diesem Abschnitt. Ich erzählte am Samstag bereits ein wenig von unserer Unternehmung, will aber noch einmal auf sie zurückkommen, da jetzt die Fotos sortiert sind. Ronja und ich nahmen letzten Freitag den Weg von der Tällihütte via Sätteli hinüber zum Engstlensee unter die Füsse; senkrecht die Fluhen, die wir vor Augen hatten, nicht von ungefähr spricht man auch von den "Hasli-Dolomiten". Für mich war es eine der besonders aussichtsreichen Wanderungen in dieser Saison.
Auf der anderen Seite, tief unten das Gental. 
Da wirke eindeutig ein Gletscher.
Alphütten auf der Scharmad, noch 30 Minuten bis zur Engstlenalp.

Montag, 22. Oktober 2018

Notre-Dame du Scex!

Luftige Treppe... Aufstieg zur Kapelle.
Uff, endlich oben!
Amé, der Heilige.
Ursi Brem, Stephan Eckert, Betti Hildebrandt, Kurt Landolt, Marlis Motschi, Monika Reize, Monika Schlatter, Andrea Tonella und Peter Zistler wussten die Lösung zum gestrigen Sonntagsrätsel, ich gratuliere. Um die Kapelle Notre-Dame du Scex über St-Maurice im Unterwallis handelt es sich (Scex kommt von lateinisch saxum gleich Fels). Ich machte das Foto heute vor einer Woche von einem Perron des Bahnhofs St-Maurice aus, um dann den Pilgerweg unter die Füsse zu nehmen. Eine knappe halbe Stunde braucht man für den Aufstieg, nimmt dabei 487 Treppenstufen, macht immerhin 135 Höhenmeter. Das Gotteshaus bietet einen grossartigen Tiefblick auf die Ebene der Rhone und die Berge gegenüber. Auch gibt es eine kleine Parkanlage mit der Statue des Heiligen Amé, der den Ort gegründet haben soll, an dem seit dem 7. Jahrhundert fromme Einsiedler lebten. Sicher ist das eine der eindrücklichsten Gebets- und Wallfahrtsorte im Land.
Die Kapelle, gut getarnt (Bildmitte), fotografiert vom Bahnhof St-Maurice.
Der umgekehrte Blick: Von der Kapelle aus sehen wir den Bahnhof.

Sonntag, 21. Oktober 2018

Gotteshaus in der Felswand

Heute wieder mal eine Sonntagsfrage. Und zwar diese: In welchem Ort ist dieses Foto aufgenommen,  und wie heisst die Kirche in der Felswand? Einziger Hinweis: Schweiz! Wer die Antwort weiss, mailt mich an auf die Adresse widmerwandertweiter@yahoo.de. So, jetzt wünsche ich allen einen schönen Sonntag.

Samstag, 20. Oktober 2018

Sonniger Freitag im Haslital

Die Jungibachfälle im Gental, fotografiert aus dem Bus.
Ihre Wasser schiessen aus Löchern in der Felswand.
Hier isst man gut: Hotel Engstlenalp.
Das war gestern eine beglückende Wanderung unter einer Sonne, die wärmte, als sei es August. Die Sache spielte sich in der Region Haslital ab. Von der Tällihütte hoch über Gadmen, die man per Seilbahn erreicht, wanderten wir via das Sätteli zur Engstlenalp - ein Klassiker unter den Berner Oberländer Bergwegen. An- und Rückreise waren lang, je gegen vier Stunden. Erst gegen zehn Uhr abends war ich wieder zuhause in Zollikerberg und konnte meine 285 Fotos nicht mehr sichten und ordnen, das mache ich heute. Und also bringe ich hier vorerst einmal drei Bilder vom Schluss der Wanderung. Das Ende kündigte sich mit dem Engstlensee an, der derzeit ziemlich wenig Wasser hält. Auf der Engstlenalp assen wir kurz danach in dem schönen alten Hotel hervorragend, Kotelett nach Jägerart mit Pfifferlingen und Speck. Und die Busfahrt das Gentäli hinab nach Meiringen im beginnenden Abend war Sonderklasse. Auch wenn die Jungibachfälle ebenfalls weniger Wasser führten als gewöhnlich. Mehr von dieser Unternehmung werde ich später erzählen. Aber nicht morgen Sonntag. Da gibt es wieder mal ein Rätsel.
Der Engstlensee oberhalb des Hotels Engstlenalp war auch schon besser gefüllt.