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Sonntag, 15. Februar 2026
Eine spezielle Brücke
Eine kleine grosse Attraktion am Wanderweg von Rüti ZH nach Rapperswil SG: die Naturbrücke im Waldstück Martinsbrünneli. Gestern Samstag besuchten wir sie und waren beeindruckt. Zustande kam die Naturbrücke so: Der – namenlose – Bach frass die Nagelfluh im Lauf der Zeit weg, wohingegen die höher liegende härtere Gesteinsschicht bestehen blieb. Um Appenzellergranit handelt es sich bei dieser härteren Schicht, womit ich beim "Tagi" wäre, der mich letzte Woche mit einem langen Artikel zum Ausflug inspirierte. Vor 16 Millionen Jahren ereignete sich im Gebiet der heutigen Schweiz ein gewaltiger Murgang. Eine zähflüssige Masse, eine Art Fels-Schlamm-Müesli, ergoss sich von den Alpen her, aus dem Raum Sargans, Richtung Norden. Am Ende bedeckte der Brei bei einer Höhe von zwei bis fünf Metern eine Fläche von rund 50 auf 50 Kilometer, diese Zone reichte in der Ost-West-Achse von Abtwil bei St. Gallen bis Feldbach bei Rapperswil. Die Masse verfestigte sich später und wurde hart wie Zement, so entstand der Appenzellergranit. Wie ich im Zeitungsartikel las, diente er als Baumaterial unter anderem für Eisenbahnbrücken. Wer die Naturbrücke beim Martinsbrünneli aus der Nähe sehen will: Sie findet sich circa zwei Kilometer nördlich von Jona und ist auf der Landeskarte eingezeichnet.
Samstag, 14. Februar 2026
Per Bus zum Bergsee
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| Bald fährt zu ihm ein Bus: der Bergsee Lai da Vons, Gemeinde Andeer GR. (Foto: Adrian Michael / Wikicommons) |
- Linie von Rabius in der Surselva das Val Sumvitg hinauf nach Runcahez.
- Linie Rofflaschlucht – Festung Crestawald – Sufers – Lai da Vons in der Region Hinterrhein.
Freitag, 13. Februar 2026
Zirkumflex muss sein
Rôtisserie. Höre ich das Wort, denke ich an einen weissbemützten Chef, der an meinem Tisch ein paar Nierli flambiert oder ein Entrecôte grilliert. Irgendwie kommt mir die Bezeichnung veraltet vor, doch kann ich mich täuschen, immerhin hat die weltumspannende "Chaîne des Rôtisseurs" hierzulande 1600 Mitglieder. 70 Prozent davon sind sozusagen Freunde und Freundinnen des gepflegten Stückes Fleisch und überhaupt des luxuriösen Speisens und Trinkens, derweil es sich bei den restlichen Prozent um die Profis handelt vom Küchenchef über die Sommelière bis zum Chef de Service. Wie sich die Rôtisseure und Rôtisseurinnen im sich wandelnden Gastrogewerbe – sinkender Fleischkonsum – halten: Ich weiss es nicht. Jedenfalls wurde mir leicht nostalgisch, als ich eben in der Altstadt von Rheinfelden an einer Rotisserie – pardon, Rôtisserie, der Zirkumflex muss sein – vorbeikam.
Donnerstag, 12. Februar 2026
Favres Tunnel
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| Tod von Louis Favre im Gotthardtunnel 1879. Dessen Vollendung und Inbetriebnahme hat er nicht mehr erlebt. ("Unser Gotthard", Lüönd/Iten, Adrian Michael / Wikicommons) |
Mittwoch, 11. Februar 2026
Alpsteingetreide
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| Neuerdings eine Mühle: die Bürgerscheune in Nesslau SG. |
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| Mehl aus der "Alpsteinmühle". Abnehmerin der ersten Charge ist die Migros. |
Dienstag, 10. Februar 2026
Migroswandern
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| Einer der Veranstaltungsorte: der Schwarzsee. |
Montag, 9. Februar 2026
Aargauer Kurzfrühling
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| Das Pferd von Möhlin. |
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| Schloss Beuggen am deutschen Rheinufer. |
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| Der Rhein in Rheinfelden. |
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| Mein Zmittag: Forellenfilets mit Stangensellerie und Kartoffelstampf. |
Sonntag, 8. Februar 2026
Dutti und die Tanks
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| Nichts ist mehr zu sehen von den unzähligen Tanks, die in dieser Wiese am Rhein bei Tössriederen ZH im Boden versenkt waren. |
Samstag, 7. Februar 2026
Ein Dorf ohne Handyempfang? Wirklich?
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| Die Töss bei der Tössegg. |
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| Der Wachturm bei der Tössegg entstand im vierten Jahrhundert nach Christus. Den Bau als Ganzes und die frierenden Legionäre muss man sich dazudenken. |
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| Super, im "Rorboz" haben sie "Sirocco"-Tee. |
- die Tössegg, wo die Töss in den Rhein mündet, und nachher der einsame Landstrich der Töss entlang flussaufwärts. Idyllisch war dieser Abschnitt.
- die Mauerreste eines römischen Wachlagers bei der Tössegg. Es stammt aus der Spätantike und ist Teil einer ganzen Kette solcher Stationen, die den Übergriff der Germanen auf die Gebiete südlich des Rheins verhindern sollten. Was bekanntlich nicht gelang.
- das Café Rorboz in Rorbas. Das Dorf kam uns trist vor. Verlocht. Im"Rorboz" fanden wir Wärme, die Frau, die uns bediente, war total freundlich. So haben wir Rorbas letztlich doch in guter Erinnerung.
- der "Sternen" in Nussbaumen war eine Trouvaille. Das Dorf liegt oberhalb von Bülach ganz für sich in einem Geländekessel, es hat keinen Handyempfang, erstaunlich, dass es das noch gibt. Im "Sternen" kochen sie auch nachmittags warm. Und wirklich gut. Die Hacktätschli und insbesondere auch die Sauce sei einfach wunderbar, sagten die zwei aus dem Grüppli, die das bestellt hatten. Ich war mit meinem Schweinssteak und den schön breit geschnittenen Pommes frites sehr zufrieden. Nebel? Who cares.

Noch zehn Minuten bis Nussbaumen. Hinten die Kämme des Randen. 
Mmmmm, Hacktätschli. (Foto: Ronja)
Freitag, 6. Februar 2026
Eglisau, das kannst du besser
Der Vorplatz des Bahnhofs von Eglisau ZH wirkt ein wenig verkommen, fanden wir am Mittwoch, als wir dort zu einer Wanderung starteten. Kurios kam uns die dreckige Tafel mit dem Hinweis auf den Defibrillator vor. Stellen wir uns vor, wir wären hier mit einer Person unterwegs, die sur place eine Herzkrise erleidet. Und dann sehen wir dieses Schild. Wo zur Hölle ist das Restaurant Rheinfels? Die roten Pfeile deuten in den Boden, was nicht sein kann. Vielleicht ist es am besten, gar nicht nach dem 300 Meter entfernten Defibrillator zu suchen und gleich die Notfallnummer 144 zu wählen. Die immerhin ist brauchbar.
Donnerstag, 5. Februar 2026
400 Millionen pro Minute
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| Nach dem kleinen Dorf Brütten ist der Brüttener Tunnel benannt. (Foto: Abderitestatos/Wikicommons) |
Mittwoch, 4. Februar 2026
Über den Gotthard gondeln
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| Verkehrt hier in Zukunft eine Seilbahn? |
Dienstag, 3. Februar 2026
Hüpp, hüpp, hurra!
| Gottlieber Hüppen in der Variante Himbeere. |
Montag, 2. Februar 2026
Höllische Fetzen
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| Das "Constanzer Wirtshaus" und die Fetzen. |
Sonntag, 1. Februar 2026
Wanderung mit Hüppenhalt
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| Blick von Schloss Arenenberg auf Ermatingen mit dem markant in den Untersee vorgeschobenen Schwemmdelta. |
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| Weltkriegsbunker bei der Bahnstation Triboltingen. |
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| Schönes Gottlieben: das "Seecafé". |
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| Düsteres Gottlieben: das Wasserschloss. |
Samstag, 31. Januar 2026
Rührung in Konstanz
Letzten Mittwoch wanderten wir vom Bahnhof Mannenbach-Salenstein nach Konstanz. Vom Thurgau nach Deutschland. In Konstanz sah ich eine Tafel, die für den regionalen ÖPNV warb, also für den öffentlichen Personennahverkehr. Und war als Schweizer ein wenig gerührt, dass die Deutschen das mit Verweis auf unseren ÖV tun.
Freitag, 30. Januar 2026
Das Bachduell
Dieser Tage lese ich das letztes Jahr erschienene Buch "Die Reuss. In der Mitte der Schweiz und ihrer Geschichte". Es diskutiert unter anderem die Frage, welcher unter den diversen Quellbächen der Reuss der wichtigste ist, also sozusagen DIE Quelle der Reuss. Bis in die frühe Neuzeit schien die Sache klar: Die Gotthardreuss galt als Reussquelle, denn man schaute den Gotthard als Herz der Alpen an. Als Zentrum. Als Ort des Ursprungs der Dinge. Als Mitte. Später verbreitete sich die Ansicht, die Furkareuss sei wichtiger und der eigentliche Quellfluss. Da war aber auch noch der Mönch und Alpenforscher Placidus a Spescha aus dem Kloster Disentis, 1752–1833. Für ihn lag der Anfang der Reuss in der Witenwasserenreuss, die bei Realp in die Furkareuss einmündet. A Spescha könnte recht haben, findet Buchautor Jean-Daniel Blanc. Erstens führt die Witenwasserenreuss mehr Wasser als die Furkareuss. Zweitens, das macht sie bedeutend, kommt sie von einer Dreifach-Wasserscheide, wo die Einzugsgebiete der Reuss, der Rhone und des Ticino aufeinanderstossen. Ein dritter Grund ist mittlerweile hinzugekommen: Aufgrund des Rückzuges des Witenwasserengletschers ist der Bach, den er entlässt, signifikant länger geworden. Interessant, dieses Quellbachduell.
Donnerstag, 29. Januar 2026
Zofinger Schatzkammer
Ein schöner Bau, dieses Museum Zofingen, das ich am Wochenende besuchte. Er datiert von 1901, imitiert die Palazzi von Florenz, die Fassade ist mit Sgraffiti dekoriert, man hatte in der Aargauer Kleinstadt Stil. Geld sowieso. Inwendig ist das Haus eine Fundgrube respektive Schatzkammer, es gibt auf mehreren Etagen Versteinerungen und Kristalle zu sehen, aber auch präparierte Tiere, Feuerwehrgerät, Flinten, Säbel, und der im Ort verwurzelte Schweizer Medienkonzern Ringier hat eine eigene Abteilung. Mir gefiel das Museum, weil es so schön altmodisch ist, Schaukästen dominieren, das digitale Angebot ist klein, viel Museumspädagogik gibts nicht. So kann man sich treiben lassen, was ich mit Freuden tat.
Mittwoch, 28. Januar 2026
Ein Römer in Solothurn
Darf ich vorstellen? Das ist Candidus. Er lebte im 4. Jahrhundert nach Christus in Rom, starb jung, mit etwa 20 Jahren, wurde unterirdisch begraben in einer der Katakomben, deren Entdeckung mehr als tausend Jahre später das katholische Abendland beflügelte – man nahm an, dass all die Toten zu Lebzeiten Christen gewesen waren. Verfolgte. Märtyrer. Heilige. Viele von ihnen, also ihre Reste, wurden über die Alpen geschafft, auch in der Schweiz gibt es an einigen Orten, etwa in der Klosterkirche Rheinau ZH, Katakombenheilige. Zurück zu Candidus: Er wurde, salopp gesagt, in Solothurn eingebürgert, wo er auch seinen Namen erhielt und die längste Zeit im Frauenkloster Namen Jesu aufbewahrt wurde. Ich fotografierte den jungen Mann respektive sein mit Gaze verhülltes, nach Art eines römischen Legionärs gepanzertes, mit kostbaren Steinen veredeltes Skelett im Historischen Museum Blumenstein in Solothurn.
PS: Heute gehe ich nach längerer Pause (Grippe) wieder wandern. Am Bodensee. Freue mich.
Dienstag, 27. Januar 2026
Zofingens Blutstab
Man soll nicht vorschnell den Stab über jemanden brechen. Die Redewendung heisst so viel wie: Man soll nicht vorschnell über eine Person ein endgültiges Urteil sprechen. Sie verurteilen. Am Sonntag war ich im Museum Zofingen und sah dort – neben unzähligen anderen interessanten Dingen – einen Blutstab. Auf meinem Foto ist es der dünne Stab rechts, das links ist passenderweise ein Richtschwert. In sehr alten Zeiten, las ich im Begleittext, wurde in Zofingen auf dem Gerechtigkeitsplatz, mittlerweile umbenannt in "Niklaus-Thut-Platz", Recht gesprochen. Hatte der Richter das Urteil gefällt, zerbrach er seinen Blutstab und warf ihn dem oder der Verurteilten vor die Füsse. Das Urteil war endgültig, Rekursinstanzen gab es nicht.
Montag, 26. Januar 2026
Halb St. Gallerin, halb Schwyzerin
| Was sein muss, muss sein: Das Zürcher Grossmünster ist derzeit eingerüstet. Hinten rechts das Fraumünster. |
| Aus einem Infoplakat am Grossmünster-Bauzaun. |
Sonntag, 25. Januar 2026
Geberts Fabrik
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| Im Foyer der Alten Fabrik in Rapperswil (sorry für die dilettantische Retusche, ich kanns nicht besser). |
| Die Gebert-Fabrik in ihren Anfängen. (Foto: Infotafel vor Ort) |
Samstag, 24. Januar 2026
Der Hampi, das Monsti und die Reena
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| Reena sehen? Lohnt sich. (Foto: Reenas Website) |
Freitag, 23. Januar 2026
Wer ist hier schuld?
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| Hoch über Bad Ragaz: rechts unten die Seilbahnstation Pardiel mit dem Bergwanderweg zum Schwarzbüelhüttli links oben. (Schweizmobil, Screenshot) |
Donnerstag, 22. Januar 2026
Mein Arbeiterkotelett
Panierter und gebratener Cervelat? Gestern war ich im "Ochsen", dem geschätzten Dorfrestaurant von Stein AR, es gab drei Mittagsmenüs, darunter der Cervelat. Also das "Arbeiterkotelett". Nahm ich natürlich. Schmeckte vorzüglich. Schön, dass es nicht nur Restaurants gibt, die Teures und Exklusives kochen. Einfache Kost macht auch Spass.
Mittwoch, 21. Januar 2026
Grobi Noldi
Es sitzt noch kaum jemand draussen, zu klamm, zu grau sind die Tage. Jedenfalls aber ist der neue Kiosk auf dem Bürkliplatz in Zürich seit dem 4. Januar offen. Eben ging ich ihn mir anschauen und trank einen Kafi – der Bürkliplatz ist in seiner Nähe zum See, von dem ihn leider die mehrspurige Strasse trennt, ja doch einer der wichtigsten Zürcher Plätze. Erster Eindruck: Der Kiosk, schlicht und elegant, erinnert ein wenig an einen Badepavillon. Die "Keller Services GmbH", ein Familienbetrieb, hat für ihn ein anspruchsvolles Konzept erarbeitet und sich mit diesem gegen Dutzende Bewerbungen durchgesetzt, es gibt Feines zu essen von Bananenbrot bis "Grobi Noldi", wie die eigens für das Lokal kreierte Wurst heisst. Ich freue mich auf den Frühling, dann werde ich mal testessen gehen. Nach Arnold Bürkli, dem grossen Zürcher Stadtingenieur des 19. Jahrhunderts, ist der Kiosk benannt, er heisst "Arnold-Kiosk".
Dienstag, 20. Januar 2026
Gibt es eine Verbindung?
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| Vor Jahren bestiegen wir die Silberen. Das Kalkgelände mit den vielen Löchern war etwas unheimlich. |
Montag, 19. Januar 2026
Esther und Abi
Im Jüdischen Museum Schweiz in Basel – ich war letzte Woche dort – erblickte ich eine Schallplatte. Knapp erinnerte ich mich an den Namen der Sängerin, Esther Ofarim. Die Israelin zog 1962 mit ihrem damaligen Mann Abi, mit dem sie oft im Duo auftrat, nach Genf und liess sich dort nieder. 1963 nahm sie, damals 22-jährig, für die Schweiz am Grand Prix Eurovision de la Chanson teil; sie wurde zweite mit dem Lied "T'en va pas".
Sonntag, 18. Januar 2026
Der Fotoschatz
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| Tschäggätä im Lötschental. Leider finde ich keine Jahresangabe. (Sprachatlas der deutschen Schweiz) |
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