Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Samstag, 14. März 2026

Das Rätsel des Dreiecks

Oben links rot markiert das Steital. Unten rechts
St. Niklaus im Mattertal zwischen Stalden und Zermatt.
(Schweizmobil, Screenshot)
Eine dreieckige Trockensteinmauer von zwei Metern Höhe, die eine Fläche von nicht einmal 400 Quadratmetern fasste und recht gut erhalten ist. 14 leichte Unterstände fanden sich auf dem Areal, vermutlich waren es bloss Zelte; direkt an der Mauer platziert waren sie, so dass die Bewohner einigermassen gegen Wind und Wetter geschützt waren. 50 bis 70 Soldaten dürften sich an diesem Ort aufgehalten haben, ob sie das nur in einem bestimmten Jahr taten oder mehrere Jahre hintereinander, wissen die Fachleute vom Amt für kantonale Archäologie nicht oder noch nicht, diesen Sommer soll die Erkundung der Festung weitergehen, die letztes Jahr begann. Um römische Legionäre geht es, die in den Jahrzehnten vor Christi Geburt an diesem abgelegenen und unwirtlichen Ort im Kanton Wallis, im Steital, auf 2600 Metern, hoch über St. Niklaus, Dienst taten. Was genau sie im Auge hatten, was genau sie kontrollierten, was genau sie ermöglichen oder verhindern sollten, ist bisher unklar. Das Steital liegt in einem Felskessel unterhalb des Steitalhorns; das Archäologenteam musste jeweils mit dem Schlafsack und Proviant anrücken; in einem Tag hin und zurück und dazwischen noch messen und graben – das wäre nicht gegangen. Mal schauen, wie es weitergeht und was man herausfindet, das hier Dargelegte las ich vor einigen Tagen im "Walliser Boten",  hier ist der Artikel als PDF abrufbar.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen