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Donnerstag, 5. März 2026

Das Tablet von Iuliomagus

So notierten sie im Römischen Reich Dinge: antike stili, Griffel,
sowie ein rekonstruiertes Wachstäfelchen, ausgestellt in Schleitheim.
Die Therme, das geheizte Bad, von Iuliomagus.
Eine Illustration zeigt vor Ort, wie wir uns
die antike Kleinstadt vorstellen müssen.
Iuliomagus war eine römische Kleinstadt, gelegen am Rand des heutigen Schaffhauser Dorfes Schleitheim an einer Fernstrasse. 1860 begann man mit Ausgrabungen, nach heutigem Wissensstand deckte die Siedlung eine Fläche von gut sechs Hektaren. Was gab es da? Eine Therme, einen Tempelbezirk, ein Wohn- und Marktviertel sowie drei Gutshöfe. Gestern schauten wir uns im Thermenmuseum Iuliomagus um. Es zeigt in einem tagsüber jederzeit zugänglichen Pavillon Überreste der Therme, des ausgeklügelt angelegten, selbstverständlich geheizten Bades. Ene zweite, kleinere Ausstellung findet sich im Untergeschoss eines nahen Gewerbegebäudes, sie dokumentiert einen Abschnitt der antiken Marktstrasse. Speziell Eindruck machten mir ein paar stili in einer Vitrine. Ein stilus, so die Einzahl, war ein Griffel, mit dem spitzen Ende wurde geschrieben, mit dem flachen Ende wurde das Geschriebene wieder gelöscht. Respektive geglättet, denn die Schreibunterlage war ein Wachstäfelchen. Als ich es sah, dachte ich: Oha, die alten Römer hatten auch schon Tablets.

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