Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Samstag, 14. April 2012

Wetter schlägt TV

Das war am Mittwoch: Es wird Abend über der Steinleuten.
Meine acht Tage in Bühler AR, wo ich wieder einmal Haus und Tierli meiner Schwester hütete, waren - April sei Dank - abwechslungsreich. Das Leitungsduo (ich und Hündin Bella) hatte alles: Schneeschauer, 15 Zentimeter Neuschnee in einem Tag, gefrorenes Wasser am Morgen im Napf im Kaninchenstall, hungrig um diesen Stall schleichende Füchse, peitschenden Regen, anhaltenden Sanftregen, plötzliches Sonnenaufblitzen, gleissende Mittagssonne, Föhnsturm mit ratternden Fensterläden und seltsamen Knackgeräuschen im Gebälk des Holzhauses, schweisstreibende Hitze mit 20 Grad Celsisus, Tauwetter mit tropfenden Dächern. Heute morgen, da ich abreise, regnet es wieder. Mit dem Bauer von nebenan gesagt: "So Wette ischt besse als Fernseh."
Die Säntiskette vom Hüsli aus.

Freitag, 13. April 2012

Balz-Battle in Goldau

Lauter Balzer: der Kranich.
Lustiger kleiner Bericht gestern in der Appenzeller Zeitung: Im Tierpark Goldau ist Balzzeit. Der Kranichmann trompetet jeweils bei Tagesanbruch aus vollem Hals, um die Weibchen zu beeindrucken. Offenbar hat er nun Konkurrenz bekommen: Ein verwitweter Gänserich stimmt ein, bringt es allerdings nicht auf dieselbe Laustärke wie der Kranich; er ist ja viel, viel kleiner. Diesen Mangel sucht der Gänserich zu kompensieren, indem er auf einen Felsen klettert. Liebesnot macht erfinderisch.

Donnerstag, 12. April 2012

Stadtwanderer Longchamp

Longchamp (www.gfsbern.ch)
Politologe Claude Longchamp ist auch ein Stadtwanderer, so nennt sich ja auch sein Blog. Eben dort erschienen: die Besprechung eines Bernrundganges mit iPhone und Kopfhörer von Bern Tourismus. Die Route führt vom Bahnhof via Altstadt zum Tramdepot und, via andere Stationen, retour zum Bahnhof. Longchamp - aus seinem Blog geht übrigens hervor, dass er des öftern auch übers Land wandert - erweist sich im Umgang mit der Information vom Audioguide als genauer und kritischer Beobachter, man lese die Kommentare etwa zum Burgerspital, dem Justititabrunnen, den alten Stadtmauern. Sein Fazit:
"als ich ipod und kopfhörer zurückbringe, werde ich freundlich nach meinen eindrücken gefragt. gerne geb ich sie auch hier weiter: informativ, abwechslungsreich, auf neuankömmlinge ausgerichtet, und doch nicht einfach nur oberflächliches wie in manch gedruckten stadtführern."

Mittwoch, 11. April 2012

Trachslers Prismen


Heinz Trachsler, ein Thurgauer Lehrer im Ruhestand, erneuert für die Schaffhauser Wanderwege die Signaturen im Gelände. Wir trafen ihn kürzlich auf der Hochfläche des Randen. 3000 Rhomben seien es seit 2007, erzählte er uns, jeden Rhombus müsse er dreifach malen und dazwischen warten, bis die Farbe trockne. So circa fünf Jahre halte ein solches Zeichen dann. Ob es Vandalismus gebe? Aber ja, sagte er und berichtete von Wegweisern, die mit der Kettensäge traktiert werden. Es gibt viel Wahnsinn im Land!

Dienstag, 10. April 2012

Der alte Lächler

Was dies soll? Nun, es handelt sich um das erste Gesicht der Schweiz. Der Menhir, drei Meter hoch, drei Tonnen schwer, steht im "Laténium" in Hauterive bei Neuenburg. Der Grossstein wurde beim Autobahn-Bau in Bevaix-Treytel NE aus der Erde geborgen und datiert aus der Jungsteinzeit, circa 4500 vor Christus. Alles über die Menhire am Neuenburgersee, die neolithische Revolution und den Lächler im Laténium steht im Artikel, den ich für den "Tages-Anzeiger" verfasst habe - heute in der Zeitung.

PS: Das an den Schultern sind die Hände, man sieht jeden Finger. Aber das auf der Brust? Entweder sind es Rippen oder ein Brustharnisch, so die Wissenschaft.

Montag, 9. April 2012

Batik für Arme


Jetzt war ich also im Zürcher Haus Konstruktiv, Frau G. kam mit, wir schauten uns die Kunst von Helen Mirra an. Ich schrieb hier kürzlich vor dem Ausstellungsbesuch einen Eintrag darüber, war skeptisch, was das Verfahren der Amerikanerin bringt, die auf ihren Wanderungen Äste, Stauden, Gräser mit Tinte beschmiert und Abdrücke fertigt. Meine Antwort: Es bringt herzlich wenig. Wir fanden beide, Frau G. und ich, die Ausstellung läppisch und belanglos. Frau G. sagte: "Das ist das Turiner Leichentuch für Pflanzen." Und ich sagte: "Es ist Batik für Arme." Wir hielten das Ganze überhaupt nur aus, indem wir Schabernack trieben. Frau G. machte Ausdruckstanz und spielte Hostess. Und ich tat so, als bereitete mir das Anschauen Bauchweh.

Sonntag, 8. April 2012

Bella, die Buche, der Schnee

Beim Restaurant Hohe Buche. Draussen sitzen? Nein danke!
Gestern ging ich mit Hündin Bella zur Hohen Buche; so heisst der Aussichtspunkt samt Beiz auf dem Gupf zwischen Bühler und Trogen. Auf der 1000-Meter-Krete über der Oberen Rüti ging der Regen in Schneeregen und Graupel über. Bei der Buche, 1145 Meter, schneite es. Und heute morgen: zwei Zentimeter Schnee vor dem Haus meiner Schwester - das sind Brrrr-Ostern.