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| Die A3 zwischen Weesen und Mühlehorn: Bäumfallarbeiten stehen an. |
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Montag, 18. September 2023
Kerenzerberg meiden
Sonntag, 17. September 2023
Wielesch!
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| Holz regiert: die Alpwirtschaft Wielesch, Gemeinde Gommiswald SG. |
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| Das Plättli von Wanderfreund Andi. (Foto: Ronja) |
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| Auf Wielesch hat man den Zürichsee zu Füssen. |
Samstag, 16. September 2023
Wie man früher Wölfe fing
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| Eine Wolfsangel aus dem 8. Jahrhundert, gefunden in Hessen. (Foto: Cherubino / Wikicommons) |
Freitag, 15. September 2023
Denkmal für dilettierenden Dichter
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| Das Gessner-Denkmal am Klöntalersee. Es ist auf der Landeskarte eingezeichnet. |
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| Bukolische Szene von Salomon Gessner, 1767. (Wikicommons) |
Der Zürcher Salomon Gessner wurde 58, er starb 1788 und hat somit vollständig im Ancien Régime der Schweiz gelebt, das Napoleons Truppen ein gutes Jahrzehnt später hinwegfegten. Das, neudeutsch gesagt, Timing passt, Gessner war ein Bürger der alten Ordnung durch und durch. In eine gutsituierte und in der Politik verankerte Familie geboren, bekleidete er in seiner Heimatstadt prestigiöse Ämter und war im reifen Alter zum Beispiel "Sihlherr", was bedeutet, dass er für die Versorgung Zürichs mit Brennholz aus dem Sihlwald zuständig war. Geblieben ist anderes. Zum Beispiel, dass er 1780 die "Zürcher Zeitung" gründete, die Vorläuferin der "Neuen Zürcher Zeitung". Vor allem aber war Salomon Gessner Maler. Und Dichter. Mit Vorliebe kreierte er Schäferidyllen bzw. Schäferinnenidyllen, das Genre war harmlos und ein wenig läppisch, der Städter schwärmte vom ländlichen Hirtenleben. Am Montag kamen wir am Südufer des Klöntalersees zu einem Wegweiser, der das einige Meter höher im feuchten Hang platzierte Gessner-Denkmal anzeigte. Natürlich liessen wir es uns nicht nehmen, zu dem Gedenkstein aufzusteigen, den zwei Bewunderer 1788 erwählt und mit einer Inschrift ausgestattet hatten. "Salomon Gessnern wollte die Natur ein Denkmal stiften und lies hier seinen Namen verewigen", steht da zu lesen, die Orthografie von damals habe ich belassen. Das Denkmal in wildromantischer Lage lockte in der Folge viel Volk an den damals noch unglaublich abgelegenen Glarner Bergsee. Gessner selber freilich hat das Klöntal, soweit wir wissen, nie besucht.
Donnerstag, 14. September 2023
Die pinke Appenzellerin
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| Screnshot aus dem "Appenzellerin"-Kurzwerbespot. Zugehöriger Slogan: "der charmanteste Käse der Schweiz". |
Appenzeller Käse ist kräftig. Rezent. Manche mögen das nicht. Jetzt gibt es das Gegenprogramm. Nämlich die "Appenzellerin". Die neue Variante sei mild und dezent aromatisch und eigne sich für alle, "die den klassischen Appenzeller für zu würzig halten", so die Werbung. Der neue Käse kommt dieser Tage in die Läden, ich habe ihn noch nicht probiert. Wer die "Appenzellerin" im Käseregal sucht: Die Verpackung ist pink.
Mittwoch, 13. September 2023
Eine Ufertour
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| Der Klöntalersee ist ein grosser Spiegel. |
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| Felswände säumen das Seeufer. |
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| Frau am Wasser. |
Viel Volk wollte am Montagvormittag zum Klöntalersee hinauf, das Postauto ab Glarus war proppenvoll, wie andere Leute musste ich stehen. Oben verteilte sich die Masse bestens, und so konnten wir drei – ein Berner Freund, seine Tochter und ich – den Weg am strassenlosen Südufer des Sees von dessen Ostspitze (Rhodannenberg) zur Westspitze (Klöntal Plätz) voll geniessen. Man wandert den Grossteil der zwei Gehstunden im Schatten und in der Kühle, passiert hohe Wasserfälle und Felswände, quert Auenflächen und Geschiebefelder, stellenweise verläuft der Pfad einige Meter über dem Wasser. Doch, das war an diesem heissen Tag ein erfrischender Ausflug. Hinab nach Glarus verkehrten dann am Nachmittag zwei Busse.
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| Wieder unten in Glarus: der Vorder Glärnisch als Vulkan. |
Dienstag, 12. September 2023
Das Glarner Bahnschlössli
Schon irre. Am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wird alles Mögliche neu gedacht und geschaffen, es hagelt Fortschritt, das Land wird umgemodelt. Die Eisenbahn ist damals der Inbegriff der Innovation. Und doch gibt es zur gleichen Zeit Architekten, die nicht vorwärts schauen, sondern rückwärts – ihre Gebäude wollen längst vergangene Epochen wieder lebendig machen. Man nennt ihren Stil "Historismus". Gestern fotografierte ich den Bahnhof Glarus, ersonnen um 1900 von Karl August Hiller, von dem auch der Bahnhof Rapperswil stammt. Der Mann hat mitten in die beschleunigte Moderne seine klotzigen Burgenfantasien gestellt. Aber zugegeben, hübsch ist das Bahnschlössli durchaus.
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