Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Donnerstag, 30. Juni 2011

Ein Steinbruch wird zum Museum

Ausschnitt aus dem Flyer zum Steinbruch-Projekt.
Das im Hintergrund ist die Kirche von Wassen, die jeder Gotthardreisende kennt. Und das im Vordergrund sind Steinbrucharbeiter. Rund um das granitreiche Wassen entstanden zur Zeit der grossen Verkehrsbauten, um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, Steinbrüche. Wassner Granit war so gut, dass er in alle Erdteile exportiert wurde. Einer jener alten Abbau-Orte, der Steinbruch Antonini, soll nun mit einfachen Mitteln zum Freilichtmuseum umfunktioniert werden. Die SBB stellt das Gelände gratis zur Verfügung, und eine Interessengemeinschaft ist daran, 40 000 Franken für Infotafeln und dergleichen zu sammeln. Ich denke, das ist eine gute Sache - und wenn ich das Projekt hier erwähne, dann, weil meine morgige Wanderkolumne in der Zeitung vom Urnerland handelt (Route Gurtnellen - Arnisee). Am Rand der Kolumne sind zwei Novitäten erwähnt, ein neues Wander- und Bikekarten-Viererset für Uri im Massstab 1: 25 000 und ein neuer, gratis runterladbarer Urner Alpen- und Alpkäseführer. Für eine dritte Sache, den Steinbruch Antonini, fehlte mir in der Zeitung der Platz. Und daher ist es wieder einmal gut, dass es diesen Blog gibt.

NACHTRAG Freitag, 1. Juli: Eben sehe ich, dass die beiden Novitäten es nicht ins Blatt geschafft haben. Der Dienstredaktor hat sie weggekürzt, wegen eines Inserates, das zuviel Platz frass.

Mittwoch, 29. Juni 2011

Schüblig und Kartoffelsalat bei 32 Grad

Zur gestrigen Drei-Stunden-Wanderung von Bauma auf das Rosinli und hernach durchs Kemptnertobel hinab nach Kempten sind drei Dinge zu bemerken. 1. wäre das Bild des grossen Giessen im Tobel natürlich noch viel aufbauender für Geist und Seele, wenn heute wieder ein Hitzetag angesagt wäre und nicht ein Temperatursturz. 2. ist das Rosinli ein toller Ort für Nahausflüge von Zürich aus, ich mag die Sicht auf den Pfäffikersee, mag noch viel mehr das Einfache, Simple, Rudimentäre der Wirtschaft im Wald, den Kies-Holzschnitzel-Boden zum Beispiel, auf dem die Tische und Bänke stehen. 3. muss ich anfügen, dass es dumm ist, bei 32 Grad Schüblig und Kartoffelsalat zu essen; man fühlt sich nachher so aufgeblasen und schwerfällig wie der Astronaut im Raumanzug.

Dienstag, 28. Juni 2011

Widmer ist träg

Heute habe ich frei. Heute kann ich wandern. Aber es ist zu heiss für grosse Unternehmungen. Nur schon für tiefsinnige Blogeinträge bin ich zu träg. Ich werde sicher auf irgendein Högerli gehen. Nichts Anstrengendes, nichts Weites, nichts weit Entferntes. Zürcher Oberland? Morgen wissen wir mehr. Nach dem Temperatursturz.

Montag, 27. Juni 2011

Hortus und Herbularius

Eine Broschüre über das Kloster Fahr und seine Gärten ist erschienen - mit wunderschönen Bildern von Liliane Géraud, ihres Zeichens erstens Fotografin und zweitens Mitglied meiner Wandergruppe. Kompliment, Liliane!

Warum die Broschüre? Weil das Kloster unweit der Stadt Zürich eine Auszeichnung erhalten hat, von der ich allerdings nie zuvor gehört habe: Es handelt sich um den Dr. Rudolf Maag-Preis 2011 für Verdienste um "Pflege und Förderung der Pflanze".

Interessant ist, was man aus der Broschüre alles an Grundsätzlichem und Konkretem über das klösterliche Gartenwesen erfährt, nämlich zum Beispiel: 1. Fahr unterhält eine eigene Bäuerinnenschule. 2. Im Lateinischen unterscheidet man zwischen Hortus (Nutzgarten) und Herbularius (Kräutergarten). 3. Die Klostergärten sind stets Sinnbild und Vorgeschmack des Paradieses. 4. Der Garten steht in seiner Abgeschlossenheit auch symbolisch für die Jungfräulichkeit der Schwestern. 5. Immerhin ist im Fahr von den drei Gärten einer, der Präsentationsgarten, öffentlich.

Mit anderen Worten: Ein Wanderziel mehr.

Sonntag, 26. Juni 2011

Jung und alt in der Südostbahn


Neulich in der Südostbahn packte mich Besitzer einer alten Diskushernie der Neid. So verkrümmt im Sitz hängen darf ich in diesem Leben nie mehr.

Samstag, 25. Juni 2011

Uf u dervo

Falls jemand etwas Aussergewöhnliches schenken will: Easy Rider im Kanton Zürich.

Freitag, 24. Juni 2011

Gestern in neun Fotos

In Mosen LU starteten wir bei Düstergewölk über dem Hallwilersee.

Aesch fand ich kraftlos bis auf das Doppelkreuz von 1799.

Ich überprüfte es persönlich: Die Kirschen waren reif und süss.

Schongau hat drei Kirchen, wir besuchten sie alle.

Im Guggibad nahm ich das Guggibad-Cordonbleu.

Dem Invalidenmobil konnte ich nicht widerstehen.

In Buttwil mussten wir die Flugplatzpiste queren.

Das Korn hatte unter dem Unwetter in der Nacht gelitten.

Im Kloster Muri AG besuchten wir am Ende den Kreuzgang mit Ziergarten.